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Ergebnisanzeige "ICLA 2016: (Wissenschafts-)Sprachen an der Grenze: Phänomene der Überforderung im Wissen vom Menschen um 1800 (Gruppenveranstaltung Nr. 17319)"
RessourcentypCall for Papers
TitelICLA 2016: (Wissenschafts-)Sprachen an der Grenze: Phänomene der Überforderung im Wissen vom Menschen um 1800 (Gruppenveranstaltung Nr. 17319)
BeschreibungICLA 2016: (Wissenschafts-)Sprachen an der Grenze: Phänomene der Überforderung im Wissen vom Menschen um 1800 (Gruppenveranstaltung Nr. 17319)

CfP für eine Gruppenveranstaltung im Rahmen des 21. Weltkongresses der International Comparative Literature Association (ICLA): "Die vielen Sprachen der Literaturwissenschaft"
21.07.-27.07.2016, Universität Wien

OrganisatorInnen: Hanna Hamel, Stephanie Langer, Thomas Assinger (Institut für Germanistik, Universität Wien)

Die Ausdifferenzierung moderner Wissenskulturen tritt um 1800 in aller Deutlichkeit hervor. Die damit verbundenen Herausforderungen sind nicht nur theologischer oder epistemologischer Natur; mit der disziplinären Ausdifferenzierung wird vielmehr auch ein kommunikatives Problem virulent. Durch die zunehmende Präzision der Beschreibungen wissenschaftlicher Gegenstände entstehen Spezialistenkulturen mit je eigenem schwer übersetzbarem Vokabular, wucherndem Material und idiosynkratischen Anordnungsweisen. Diesen babylonischen Zuständen des Wissens und des Sprechens vom Wissen wollen Großprojekte wie Johann Gottfried Herders Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit oder Alexander von Humboldts Kosmos begegnen. Sie bleiben aber unvollendete Bemühungen, in der unüberschaubaren Datenlage präzise Ordnungsstrukturen anzulegen.

Dies sind die Pole, zwischen denen sich die epistemologische Überforderung um 1800 aufspannt: Die Vielfalt wissenschaftlicher Perspektiven versucht mit sprachlicher Präzision und verstärkter Ausdifferenzierung Gegenständen zu begegnen, die sich ihrerseits klaren Distinktionen entziehen - damit wird eine universale Betrachtungsweise unmöglich, die Gegenstände des Wissens werden als Objekte unterschiedlicher Wissenskulturen vieldeutig.

Der Workshop widmet sich daher exemplarischen Schwellen- und Grenzphänomenen, die das Ringen um sprachliche Präzision bei gleichzeitigem Fehlen distinkter wissenschaftlicher Objekte veranschaulichen. Darunter fallen die Bemühungen, anhand ethnologischer Beschreibungen klar markiert "Kulturen" oder "Rassen" zu definieren. Dazu gehören die medizinische Überprüfung der Grenzen des menschlichen Lebens und die Neubeschreibung des Sterbens als dreiphasigem Prozess, die in das trügerische Grenzphänomen des Scheintods führt. Der Workshop fragt somit nach literarischen und wissenschaftlichen Verhandlungen von Grenzphänomenen oder Schwellenkategorien, in denen die Übersetzungsschwierigkeiten moderner, wissenschaftlicher Polyperspektivität in ihren frühen Ausprägungen anschaulich werden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
hanna.hamel@univie.ac.at
stephanie.langer@univie.ac.at
thomas.assinger@univie.ac.at

Bitte reichen Sie Ihre Abstracts (max. 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) bis 31. August 2015 ein via: https://icla2016.univie.ac.at/gruppenveranstaltungen/
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWien
Bewerbungsschluss31.08.2015
Beginn21.07.2016
Ende27.07.2016
PersonName: Hamel, Hanna [BA MA] 
Funktion: Veranstalterin 
E-Mail: hanna.hamel@univie.ac.at 
Name: Langer, Stephanie [Mag.phil] 
Funktion: Veranstalterin 
E-Mail: stephanie.langer@univie.ac.at 
Name: Assinger, Thomas [BA MA] 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: thomas.assinger@univie.ac.at 
KontaktdatenName/Institution: ICLA 2016 @ Universität Wien 
Strasse/Postfach: Universitätsring 1 
Postleitzahl: 1010 
Stadt: Wien 
Internetadresse: https://icla2016.univie.ac.at/de/home/ 
LandÖsterreich
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