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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "treibhaus 12 (2016): Wolfgang Hildesheimer"
RessourcentypCall for Papers
Titeltreibhaus 12 (2016): Wolfgang Hildesheimer
Beschreibung„treibhaus. Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre“, Band 12 (2016): Wolfgang Hildesheimer (1916-1991)

Der Schriftsteller und bildende Künstler Wolfgang Hildesheimer erschien in der deutschen Nachkriegsliteratur, so heißt es im Spiegel-Nachruf, „wie ein Sonntagskind“: „Frei von der sehr deutschen Bedrückung, Zerknirschtheit und Provinzialität, die im Freundeskreis der ‚Gruppe 47‘ vorherrschten“, in den "Lieblosen Legenden" (1952) erzählte er „weltläufig, gebildet, mit geradezu musikalischer Eleganz [...] von Hochstaplern oder Fälschern, die den wichtigtuerischen abendländischen Kulturbetrieb ad absurdum führen.“ Auf die satirischen Erzählungen folgten Dramen, die ihn zum wichtigsten Vertreter des absurden Theaters in deutscher Sprache machten. Nach seiner Übersiedlung ins Puschlav in der italienischsprachigen Schweiz wurde er mit den Monologen "Tynset" (1965) und "Masante" (1973) zum großen Erzähler; die Texte waren nicht nur erzählerisch innovativ, sie zeigten nun unübersehbar, wie sehr Hildesheimer bei allem Witz und aller Phantasie ein politischer Autor war.
Er hat sich immer wieder in bedeutenden Essays und Reden erklärt, er hat mehrere Bände mit Collagen veröffentlicht, zudem hat er aus dem Englischen übersetzt, u.a. Werke von Djuna Barnes, Beckett, Joyce, Congreve, Sheridan und G. B. Shaw.
Das Jahrbuch "treibhaus" wird 2016 also einem der bedeutendsten Autoren nach 1945 gewidmet sein, der aus der öffentlichen Wahrnehmung nach seinem Tod fast verschwunden ist, wenn auch nicht aus der wissenschaftlichen. Wir wünschen uns Beiträge über Wolfgang Hildesheimers Werk quer durch die Gattungen, u.a. über sein Geschichtsbild, seinen Umgang mit Philosophie und Psychoanalyse, erzähltheoretische Aspekte, seine politischen und ökologischen Haltungen, sein Verhältnis zum Literaturbetrieb und sein Werk im Kontext des literarischen Feldes.

Erbeten werden Beiträge im Umfang von maximal 20 Seiten; Abgabe des Exposés bis Ende September 2015, Abgabe des Beitrags: 15.1.2016.
Zuschriften erbeten an die Herausgeber Günter Häntzschel, Sven Hanuschek, Ulrike Leuschner c/o Prof. Dr. Sven Hanuschek / Ludwig-Maximilians-Universität / Department für Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache / Schellingstr. 3 / 80799 München, oder an sven.hanuschek@lmu.de
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss30.09.2015
PersonName: Hanuschek, Sven [Prof. Dr.] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: sven.hanuschek@lmu.de 
KontaktdatenName/Institution: LMU / Department für Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache 
Strasse/Postfach: Schellingstr. 3 
Postleitzahl: 80799 
Stadt: München 
Telefon: 0049 (0) 89 2180 3392 
E-Mail: sven.hanuschek@lmu.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeDramentheorie; Erzähltheorie; Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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