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Ergebnisanzeige "ICLA 2016: Fremde Literaturen im Web 3.0? / Foreign Literatures in Web 3.0? / Littératures étrangères dans le Web 3.0?"
RessourcentypCall for Papers
TitelICLA 2016: Fremde Literaturen im Web 3.0? / Foreign Literatures in Web 3.0? / Littératures étrangères dans le Web 3.0?
BeschreibungCall for Papers (31.08.2015)
ICLA-Panel 2016 – Universität Wien, Panel 17316 Fremde Literaturen im Web 3.0? / Foreign Literatures in Web 3.0? / Littératures étrangères dans le Web 3.0?

-English version below -

21. Weltkongresses der International Comparative Literature Association (ICLA), 21.–27. Juli 2016, Universität Wien
Leitung des Panel: Dr. Silvia Ulrich (Universität Turin - IT)
Das Internet hat die Herstellung und Verbreitung von Wissen völlig revolutioniert. Dabei ist ein Paradoxon entstanden: Der massiven Verbreitung digitalen Wissens entspricht nur selten eine bewusste Beherrschung der geeignetsten Mittel für eine korrekte Bewertung und Interpretation der digitalen Kultur. Die traditionelle Gegenüberstellung von Buch und Web – und somit von Geisteswissenschaften und Informatik – wurzelt oft im Vorurteil, dass beide Kulturbereiche im Grunde getrennt geblieben und deshalb nur schwer miteinander zu versöhnen seien.
Die geplante Diskussion - in Seminarform konzipiert - soll die Literaturwissenschaften und die angewandte Informatik (Linguistisches Computing) zu einem konstruktiven Austausch führen. Zu diesem Zweck nimmt die Literaturwissenschaft in doppelter Hinsicht eine führende Stellung ein: als Voraussetzung für die Rezeption digitaler bzw. interaktiver Texte sowie als Instanz zur Produktion von hochgradig semantischen Inhalten im digitalen Kontext.
Dieser doppelten Zielsetzung entsprechen die folgenden drei Maßgaben. Es gilt:
1) Literaturwissenschaftler zu ermuntern, sich mit Beispielen von experimenteller Digitalliteratur aus der europäischen Literaturszene zu befassen;
2) analytische Modelle zu entwerfen, die zur kritischen Bewertung digitalisierter Literatur führen, vor allem in Anbetracht der am häufigsten behandelten Stoffen sowie deren evtl. Hybridisierung mit nicht-literarischen Objekten;
3) die Bereitschaft des Publikums zu überprüfen, Fremdsprachen durch die Auseinandersetzung mit digitalisierter Literatur zu erwerben.
Neben einer qualitativen Erforschung einzelner digitaler Texte erfolgt auch eine quantitative Untersuchung kompletter Digitalarchive. Ziel ist die Überprüfung, ob und inwiefern das Digitale auch methodologisch zur Nutzung bzw. Nutznießung literarischer Texte beitragen sowie zur Enthüllung derer Herstellungsprozesse bzw. Auswirkung dienen kann.
Folgende Fragen werden mit in die Überlegung einbezogen und zur öffentlichen Diskussion gestellt – aus der Forschungsperspektive wie auch unter didaktischen Gesichtspunkten:
- Welche Auswirkung hat das Digitale auf das Schaffen und die Nutznießung von Literatur, insbesondere in Bezug auf behandelte Themen (bezogen auf anspruchsvolle, unterhaltende Literatur) bzw. auf das Publikum?
- Wie kann das Digitale zur Hybridisierung von literarischen und nicht-literarischen Inhalten beitragen? Sind hybride Literaturprodukte in den digitalen Medien angemessene Beispiele für Innovation im Bereich der Literaturwissenschaft?
- Stellen digitale Medien eine konkrete Möglichkeit für den Erwerb von fremden Sprachen und Literaturen wie auch Kulturen dar?
- Bietet der digitale Ansatz der Nutznießung von Literatur eher Grenzen oder Möglichkeiten seitens eines breiten Publikums an?
- Welche Rolle spielen die sozialen Netzwerke für die akademische Forschung und für die Fremdsprachen- und Literaturdidaktik?
- Wie können akademische Forschungsergebnisse wirkungsvoll durch das Digitale an eine breite Öffentlichkeit übermittelt werden?
- Bieten digitale Medien einen bevorzugten Weg der wissenschaftlichen Kommunikation an eingeschränkte Expertenkreise?
- Überschreitet das Digitale möglicherweise Grenzen der traditionellen Rezeptionsästhetik?
- Welche Vor- und Nachteile bietet der Übergang vom Web 2.0 zum Web 3.0 in Bezug auf das Schaffen und die Nutznießung von digitaler Literatur?
Erwünscht sind Beiträge, die diese und weitere Fragen im Kontext der Digital Humanities und ihrer Auswirkung auf und für die Weltliteraturen erörtern.
Exposés von max. 300 Wörtern jeweils in englischer, deutscher und französischer Sprache sind bis zum 31.08.2015 über das Online-Formular der ICLA 2016 zu richten unter: https://icla2016.univie.ac.at/group‐sessions/ Die Vorträge sollen die üblichen 20 Min. nicht überschreiten.
Bitte nennen Sie Panel-Nr. und -titel: 17316 ‐ Foreign Literatures im Web 3.0?

Eine Veröffentlichung der Beiträge ist geplant. Es können leider keine Reise- bzw. Übernachtungs- und Verpflegungskosten sowie Kongressgebühren erstattet werden.
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Internet has changed both the production and the diffusion of knowledge. A paradox has arisen though: the massive sharing of digital knowledge rarely coincides with a conscious mastery of adequate tools to help interpretation and critical evaluation of digital culture. The traditional opposition of book to web and of humanities to digital technology is often rooted in the idea that the two fields are well-distinguished and alien to each other.
The panel workshop aims at starting a discussion on literature and on applied digital science (computational linguistics) in order to promote interaction between the two fields. It seems to us that literature has a twofold role in this context. First, it triggers the reception of digital and/or interactive texts. Second, it also triggers the production of contents with high semantic value in the digital world. In order to explore these two fundamental roles played by literature, three main actions have been selected:
1) Encouraging academic research to explore digitally produced literature in the international literary context.
2) Proposing analytical models aimed at a critical evaluation of digital literature in relation to its most frequent themes and its hybridization with non-literary contents.
3) Evaluating the recipients’s ability to learn languages and related cultural backgrounds through and thanks to digital literature.
Besides qualitative analysis (individual literary works) quantitative analysis (of digital archives) is welcome. The aim of this analysis is to test to what extent digital culture may contribute to the creation and consumption of digital literature, from a methodological point of view.
The panel discussion will also consider the educational implications of research methodology according to the following guidelines:
- The role of digital technology in the creation/fruition of digital literature, in relation to its specific themes and the typology of recipients
- Hybridity between literary and non-literary contents; in particular, are these hybrids innovative examples in literary research?
- Language learning and culture acquisition through and thanks to digital technology
- Limitations and potentialities of a digital approach to literature
- Use of social networks in research projects and/or education
- Dissemination vs communication of academic research
- New frontiers for literature from 2.0 web to 3.0 web
- Impact of the digital world on literature: themes and types of audience
- Qualitative analysis (literary works) vs quantitative analysis (digital archives)
We encourage proposals tackling these and more questions related to Digital Humanities and their impact on literature worldwide.
Proposals of max. 300 words can be sent to the panel organiser through the on-line submission form, available at https://icla2016.univie.ac.at/group‐sessions/
Please mention Panel Number and Title: 17316 ‐ Foreign literatures im Web 3.0?
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWien
Bewerbungsschluss31.08.2015
Beginn21.07.2016
Ende27.07.2016
PersonName: Silvia Ulrich 
Funktion: Wissenschaftliche Assistentin für Neuere und Neueste Deutsche Literatur  
E-Mail: silvia.ulrich@unito.it 
KontaktdatenName/Institution: Universität Turin - Dipartimento di Lingue e Letterature Straniere e Culture Moderne  
Strasse/Postfach: Via G. Verdi 10 
Postleitzahl: 10124 
Stadt: Turin 
Telefon: +390116702783 
E-Mail: silvia.ulrich@unito.it 
LandItalien
SchlüsselbegriffeSpracherwerb / Psycholinguistik (sprachliches Wissen); Stilistik / Rhetorik (inkl. Argumentationstheorie, Stilbegriff, Persuasionstheorie, politische Sprache, Werbesprache); Literaturwissenschaft; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.)
Zusätzliches SuchwortDigital Humanisties
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.12.00 Interpretation. Hermeneutik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben > 03.16.05 Literaturarchive. Museen. Forschungsinstitute. Gesellschaften. Sammlungen. Stiftungen; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben > 03.16.06 Buch- und Bibliothekswesen; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.04.00 Weltliteratur
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