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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "25. Germanistentag 2016: Formen kollektiven Erzählens in der Frühen Neuzeit"
RessourcentypCall for Papers
Titel25. Germanistentag 2016: Formen kollektiven Erzählens in der Frühen Neuzeit
BeschreibungCFP: Formen kollektiven Erzählens in der Frühen Neuzeit

Die Abwendung von auktorialen Erzählverfahren und damit die Aufgabe der Orientierung an einem durch eine zentrale Instanz garantierten einheitlichen Sinnhorizont eines Erzähltextes werden häufig als ein Signum des modernen Erzählens betrachtet. In der neueren narratologischen Terminologie wird dem u.a. dadurch Rechnung getragen, dass statt von einem den Text insgesamt organisierenden Erzähler von potentiell von Textabschnitt zu Textabschnitt wechselnden Erzählhaltungen gesprochen wird.
Eine solche Multiplizität hat es aber natürlich immer schon gegeben – wenn auch in jeweils unterschiedlichen historischen Ausprägungen. In der Frühen Neuzeit, so unsere These, findet sich dabei ein besonderer Reichtum an Formen, in denen derartige Perspektivwechsel durch geradezu systematisierte Sprecherwechsel organisiert wurden. Nicht selten wird in einer mehr oder weniger orchestrierten Gruppe von Erzählern oder einem System von Sub- bzw. Binnenerzählern der Staffelstab immer weitergereicht. In diesen Bereich gehören sowohl No-vellensammlungen mit multiplen Erzählern als auch literarisierte, dialogisch verfasste Ge-sprächsspiele. Wichtig sind Romane, in denen Binnenerzähler verschiedener Ordnungen ein prägendes Element darstellen und sich so zuweilen ein ganzes 'Erzählkonzert' entwickelt. Auch Modelle von buchübergreifenden Weiter- und Gegenerzählungen nach dem Muster der Schriften Grimmelshausens, in denen der eine Erzähler den Bericht des anderen aufgreift, die gemeinsame Geschichte in einem eigenen Band fortführt oder seinem Vorgänger auch widerspricht, finden hier ihren Platz. Besonders interessant wird es natürlich dort, wo in den Texten selbst in reflexiven Schleifen genau diese Bedingungen eines verteilten Erzählen und die Folgen einer solchen Organisation für die Generierung von Bedeutung thematisiert werden.
Dienen soll das Panel der Entwicklung eines ersten systematischen Überblicks über dieses höchst variantenreiche Feld mit einem besonderen Fokus auf dem 16. und dem 17. Jahrhundert. Zugleich soll dies als eine Sondierung dafür dienen, ob dieses Nachdenken nicht auch in einem anderen, größeren Rahmen weitergeführt werden könnte.

Bitte senden Sie Vorschlage im Umfang von max. 1 Seite bis zum 15.8.2015 an Joachim Hamm (joachim.hamm@uni-wuerzburg.de) sowie an Stephan Kraft (stephan.kraft@uni-wuerzburg.de).
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBayreuth
Bewerbungsschluss15.08.2015
PersonName: Kraft, Stephan [Prof. Dr.] 
E-Mail: stephan.kraft@uni-wuerzburg.de 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Deutsche Philologie 
Strasse/Postfach: Am Hubland 
Postleitzahl: 97074 
Stadt: Würzburg 
E-Mail: stephan.kraft@uni-wuerzburg.de 
Name/Institution: 25. Deutscher Germanistentag 
Stadt: Bayreuth 
Internetadresse: http://www.germanistentag2016.de/ 
Ediert von  H-Germanistik
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