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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "25. Germanistentag 2016 - Panel: "Ökonomische Schöpfungsgeschichten""
RessourcentypCall for Papers
Titel25. Germanistentag 2016 - Panel: "Ökonomische Schöpfungsgeschichten"
BeschreibungCall for papers:
Ökonomische Schöpfungsgeschichten

Panel auf dem 25. Deutschen Germanistentag, 25. bis 28. September 2016 in Bayreuth (im Themenschwerpunkt 7: Erzählen als Kulturtechnik)

Leitung:
Prof. Dr. Lothar Bluhm (Landau)
Nicole Mattern (Koblenz)
Prof. Dr. Stefan Neuhaus (Koblenz)
Prof. Dr. Uta Schaffers (Koblenz)

Erzählungen über ökonomische Geld- und Wertschöpfung spielen eine wichtige Rolle in Literatur und Film, aber auch in den Wirtschaftwissenschaften und ihrer Theoriebildung. Sie reichen weit hinein in unsere kulturelle Ordnung, indem sie etablierte ökonomische Strukturen und Gesetze spiegeln oder prüfen, infrage stellen, subversiv umgestalten oder legitimieren. Immer geht es auch um Fragen der Machbarkeit von Zukunft und Gesellschaft sowie um die Position und Gestaltungsmöglichkeiten des Individuums.
So verhandeln Utopien oder Dystopien die Gründung neuer sozialer und politischer Ordnungen, wobei auch (neue?) ökonomische Strukturen und Formen ökonomischer Geld- und Wertschöpfung erprobt und hinterfragt werden. In Robinsonaden heißt das Überleben des Einzelnen immer auch Wirtschaften-müssen und die Figur Robinson Crusoe hielt schon früh Einzug in ökonomische Theorien und Lehrbücher. Märchen gestalten u.a. eines der wirkungsmächtigsten kulturellen Narrative, das des sozialen Auf- oder Abstiegs eines Individuums: Erzählungen ökonomischer Geld- und Wertschöpfung durch Tausch, Wunder oder Gaben-Vermehrung dienen der Legitimierung bestehender ökonomischer Ordnungen oder eben ihrer Unterwanderung und Flexibilisierung. Erzählungen, die ökonomische Geldschöpfung über Spekulation und Glücksspiel thematisieren, zeigen, dass die Kontingenz der Zukunft immer etwas ist, auf das gewettet werden kann, Texte der Gegenwartsliteratur reflektieren dabei kritisch aktuell gängige Spekulations- und Hedgingpraktiken und die kreative Schöpfung dazu nötiger Finanzinstrumente und -mittel. Unvermittelt werden dann auch der Mensch und sein Körper selbst zu einem Instrument ökonomischer Geld- und Wertschöpfung: Der Körper unterliegt der Zurichtung auf die Bedürfnisse des Marktes, was auch eine Maximierung von erotischem Kapital beinhaltet.
Innerhalb dieses Panels sollen solche und weitere Narrationen ökonomischer Geld- und Wertschöpfung vorgestellt und als Manifestationen und Verhandlungen kultureller und ökonomischer Wissens- und Gestaltungsformen untersucht werden.

Abstracts für 20-minütige Vorträge im Umfang von einer Seite und kurze Angaben zur Person werden bis zum 15.08. an
Uta Schaffers (schaffers@uni-koblenz.de).

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBayreuth
Bewerbungsschluss15.08.2015
PersonName: Uta Schaffers 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: schaffers@uni-koblenz.de 
KontaktdatenName/Institution: Prof. Dr. Uta Schaffers 
Strasse/Postfach: Universitätsstr. 1 
Postleitzahl: 56070  
Stadt: Koblenz 
E-Mail: schaffers@uni-koblenz.de 
Name/Institution: 25. Deutscher Germanistentag 
Stadt: Bayreuth 
Internetadresse: http://www.germanistentag2016.de/ 
Ediert von  H-Germanistik
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