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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Der ästhetische Mehrwert von Phraseologismen in Textanalyse und Didaktik"
RessourcentypCall for Papers
TitelDer ästhetische Mehrwert von Phraseologismen in Textanalyse und Didaktik
BeschreibungDer ästhetische Mehrwert von Phraseologismen in Textanalyse und Didaktik
Call for Papers im Rahmen der EUROPHRAS-Tagung an der Universität Trier vom 1. bis zum 3. August

In vielen Forschungsbeiträgen wird die Verwendung von Phraseologismen in literarischen Texten unter linguistischen oder – seltener – literaturwissenschaftlichen Gesichtspunkten un-tersucht. Neben linguistischem Erkenntnisinteresse kann und sollte es bei Fragestellungen zu Phraseologismen in Literatur auch um literaturwissenschaftliche und literaturdidaktische Über-legungen gehen. In unserer Sektion wollen wir uns genau dieser Verknüpfung von Linguistik und Literatur(vermittlung) zuwenden und überlegen, welcher interpretatorische Zugewinn sich bei einer genaueren Betrachtung von Mehrwortverbindungen in literarischen Texten ergibt.

In literarischen Texten geben Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Gründen festen Wortverbindungen gegenüber freien Lexemen den Vorzug, modifizieren oder aktualisieren diese, hinterfragen deren Sinn, betrachten sie neu oder geben damit ihrem im weitesten Sinne sprachkritischen Verständnis Ausdruck. Als deutschsprachige Beispiele, die unter solchen Aspekten untersucht wurden, seien – mit keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit – die Werke der folgenden Autorinnen und Autoren genannt: Bertolt Brecht, Friedrich Dürrenmatt, Theo-dor Fontane, Erich Fried, Günter Grass, Hermann Hesse, Wolfgang Hildesheimer, Ernst Jandl, Elfride Jelinek, Mascha Kaléko, Marie Luise Kaschnitz, Erich Kästner, Karl Kraus, Thomas Mann, Christian Morgenstern, Arno Schmidt. Aber auch in anderen Textsorten kann man nach dem poetischen Mehrwert von Phraseologismen fragen, etwa in populären Liedtexten, in jour-nalistischen Texten, in Werbesprache oder in Horoskopen.
In unserer Sektion verfolgen wir zwei Zielsetzungen. Zum einen wollen wir herausarbeiten, ob und inwiefern mit einer näheren linguistischen Betrachtung der Phraseologismen auch ein Zu-gewinn an möglichen literaturwissenschaftlichen Lesarten verbunden ist oder auf welche Wei-se – in pragmatischen Texten – eine spezifisch poetische Funktion (Roman Jakobson) die ur-sprüngliche Textfunktion verstärkt.
Zum anderen interessiert uns aus didaktischer Perspektive, welche Angebote für sprachliches und literarisches Lernen Phraseologismen in literarischen Texten allgemein und in kinder- und jugendliterarischen Texten im Besonderen bereitstellen und welche Unterrichtssettings für einen kontextsensitiven Umgang mit Phraseologismen und ihrer ästhetischen Funktion förder-lich sind.
Beiträge in dieser Sektion können sich z.B. mit folgenden Themen und Fragen beschäftigen:
- Analyse von Phraseologismen in literarischen oder pragmatischen Texten unter Be-rücksichtigung ihres ästhetischen Mehrwerts bzw. ihrer poetischen Funktion – dazu zählen auch Werbung, Filmisches, Comics usw.
- Phraseodidaktische Unterrichtsentwürfe im DU aller Schulstufen, im DaF- und DaZ-Unterricht oder in anderen Philologien
- Welche Aussagen können hinsichtlich der Vermittlung eines phraseologischen Opti-mums durch die textanalytische und didaktische Betrachtung von Phraseologismen ge-troffen werden?
- Möglichkeiten empirischer Belege zum phraseodidaktischen Lernstand in schwer messbaren Bereichen wie symbolischer und kultureller Kompetenz oder ästhetischer Bildung
- Inwiefern lässt sich eine messbare phraseologische Sprachvermittlung mit der Berück-sichtigung des ästhetischen Mehrwertes von Phraseologismen in Literatur vereinen, ohne dass dabei Literatur zu Sprachvermittlungszwecken instrumentalisiert wird?

Wir freuen uns über Beitragsvorschläge in der Kategorie „Wortverbindungen linguistisch und integrativ“ auf der EUROPHRAS-Tagung „Wortverbindungen im Sprachsystem und in der Sprachverwendung: theoretisch, methodisch, integrativ“ an der Universität Trier vom 1. bis zum 3. August (vgl. http://europhras2016.uni-trier.de/c5/index.php/deutsch/konzept/).

Die Vorträge in der Sektion sollen eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten. Bitte sen-den Sie Ihr Abstract mit maximal 250 Wörtern und zusätzlichen bibliographischen Angaben sowie Angaben zu Ihrer Person sowohl an Jun.-Prof. Dr. Ulrike Preußer (ulrike.preusser@uni-due.de) als auch an Dr. Nils Bernstein (nils.bernstein@uni-hamburg.de). Einsendeschluss ist der 01.11.2015. Eine Rückmeldung zur Annahme Ihrer Vorschläge erfolgt voraussichtlich zum 8.2.2016. Die Veröffentlichung der Beiträge in einem Sammelband ist geplant.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortTrier
Bewerbungsschluss01.11.2015
Beginn01.08.2016
Ende03.08.2016
PersonName: Nils Bernstein 
Funktion: Koordinator für Deutsch als Fremdsprache 
E-Mail: nils.bernstein@uni-hamburg.de 
Name: Ulrike Preußer 
Funktion: Jun.-Prof. Literaturwissenschaft/-didaktik 
E-Mail: ulrike.preusser@uni-due.de 
KontaktdatenName/Institution: Nils Bernstein/Sprachenzentrum Universität Hamburg 
Strasse/Postfach: Von-Melle-Park 5 
Postleitzahl: 20146 
Stadt: Hamburg 
Telefon: 040428382342 
E-Mail: nils.bernstein@uni-hamburg.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeDeutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache; Phraseologie / Parömiologie; Sprachdidaktik (Schuldidaktik, Erwachsenenbildung, Konzepte sprachlicher Bildung); Spracherwerb / Psycholinguistik (sprachliches Wissen); Literatur nach 1945; Literaturdidaktik
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.03.00 Germanistik; 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl) > 02.10.00 Sprache im 20. Jahrhundert. Gegenwartssprache; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.17.00 Deutschunterricht. Literaturdidaktik
Ediert von  H-Germanistik
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