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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Müllers Vision"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelMüllers Vision
BeschreibungMüllers Vision
10./11. Oktober 2008
Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, Seminarraum 3031

Johannes Müller (1801–1858) zählt zu den bedeutendsten Gelehrten des 19. Jahrhunderts. Seine Forschungen zeichnen sich durch einen ungeheuren Umfang, akribische Detailgenauigkeit und methodische Vielfalt aus. Müller beschäftigte sich mit so verschiedenen Forschungsgebieten wie experimenteller Sinnesphysiologie, Entwicklungsphysiologie und Histologie, Anatomie und Morphologie sowie Paläontologie. Zudem gilt Müller als einer der Pioniere der Meeresbiologie und Planktonkunde. Als Lehrer prägte er eine ganze Generation nachfolgender Wissenschaftler, die er methodisch an das Experimentieren und Mikroskopieren heranführte.

Aus Anlass des 150. Todestags von Johannes Müller veranstalten das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, das Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité und das Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik (HU) eine Tagung, die die Gelegenheit bietet, sowohl seine Beiträge zu den Naturwissenschaften als auch die neuesten Entwicklungen in der Wissenschaftsgeschichte zu erörtern. Da Müller weit weniger bekannt ist als seine Schüler (zu denen unter anderen Hermann von Helmholtz, Emil du Bois-Reymond und Rudolf Virchow zählen), besteht die Absicht, auf Müllers enorme Bedeutung in der Wissenschaft aufmerksam zu machen, die er durch seine physiologische Experimente, seine Sammlung anatomischer Präparate und vor allem durch seinen Einfluss auf Generationen von Anatomen und Physiologen erlangt hat.

Der Tagungstitel “Müllers Vision” unterstreicht einerseits, dass die Forscher des 19. Jahrhunderts Müllers wissenschaftliche Sichtweise übernahmen und sich aneigneten. Anderseits geht es uns darum, an seine Arbeit zur Physiologie der Sinneswahrnehmung zu erinnern, die als sein wichtigster Beitrag zur modernen Biologie angesehen werden kann. Die Konferenz soll damit einen fruchtbaren Dialog ermöglichen, der neue Einsichten befördert und von jüngsten, aufschlussreichen Studien der Wissenschaftsgeschichte inspiriert ist.

Als Auftakt zur Tagung wird am Vorabend (Do, 9. 10 um 19 Uhr) die Ausstellung „Das Müller Prinzip. Zur naturwissenschaftlichen Erforschung des Lebens“ im Lichthof der Humboldt-Universität eröffnet.

Weitere Informationen und Anmeldung:
Philipp von Hilgers: p.v.hilgers@hu-berlin.de


PROGRAMM (Stand: 22.7.08)

Donnerstag, 9. Oktober 2008

19:00 Eröffnung der Ausstellung, „Das Müller Prinzip. Zur naturwissenschaftlichen Erforschung des Lebens.“ Lichthof, Hauptgebäude, Humboldt-Universität zu Berlin


Freitag, 10. Oktober 2008

9:00 Begrüßung:
Prof. Dr. Jochen Brüning, Geschäftsführender Direktor des Hermann von
Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik, Humboldt-Universität zu Berlin
Dr. Winfried Schultze, Leiter des Universitätsarchivs, Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Laura Otis, Emory University; Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin


Session I: Müllers philosophische Wissenschaft

Moderation: Laura Otis

9:30-10:15 Prof. Dr. Heinz Schott, Naturforschung im Hinblick auf Goethe: Johannes Müller in Bonn

10:15-11:00 Prof. Dr. Brigitte Lohff, Die lebendige Betrachtung der Natur darf weder Achsen noch Pole kennen

11:00-11:30 Kaffeepause

11:30-12:15 Prof. Dr. Renato Mazzolini, The Specific Energy of the Senses

12:15-13:00 Dr. Philipp von Hilgers, Johannes Müller trifft Heinz von Foerster: Sind Müllers physiologische Visionen als Black box zu begreifen?

13:00-15:00 Mittagspause

Session II: Müllers Werk im Wissenschaftskontext des 19. Jahrhunderts

Moderation: Thomas Schnalke

15:00-15:45 Prof. Dr. Laura Otis, Histories of Müller’s Science

15:45-16:30 Anita Hermannstädter, Johannes Müller ausstellen – eine Konzeptführung

16:30-17:00 Kaffeepause

17:00-17:45 Dr. Ohad Parnes, 1835: Johannes Müller, Theodor Schwann, and the idea of the agent

17:45-18:30 Dr. Gerhard Scharbert, Psychologicus nemo nisi physiologus: Johannes Müller und die Perspektiven einer médecine philosophique


Samstag, 11. Oktober 2008

Session III: Müllers Einfluss auf Wissenschaftler der nachfolgenden Generationen

Moderation: Philipp von Hilgers

9:30-10:15 Prof. Dr. David Cahan, Müller’s Influence on Helmholtz

10:15-11:00 Prof. Dr. Gabriel Finkelstein, Du Bois-Reymond and Darwin

11:30-12:00 Kaffeepause

12:00-12:45 Prof. Dr. Lynn Nyhart, The Aquarium as a Research Tool in the Late 19th Century

12:45-13:30 Prof. Dr. Thomas Schnalke, Von Zellen und Präparaten. Johannes Müller und Rudolf Virchow im Dialog
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Beginn10.10.2008
Ende11.10.2008
PersonName: Von Hilgers, Philipp 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: p.v.hilgers@hu-berlin.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte)
Klassifikation00.00.00 ohne thematische Zuordnung
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