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Ergebnisanzeige "25. Germanistentag 2016 - Panel: "Intermediale Narratologie und Deutschunterricht. Kognitionspsychologische, lern- und erzähltheoretische Grundlagen der Narrationsdidaktik""
RessourcentypCall for Papers
Titel25. Germanistentag 2016 - Panel: "Intermediale Narratologie und Deutschunterricht. Kognitionspsychologische, lern- und erzähltheoretische Grundlagen der Narrationsdidaktik"
Beschreibung25. Deutscher Germanistentag
Themenschwerpunkt 3:
Kognitive Aspekte des Geschichten-Erzählens in linguistischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive

Panel:
Intermediale Narratologie und Deutschunterricht.
Kognitionspsychologische, lern- und erzähltheoretische Grundlagen der Narrationsdidaktik
(Dr. Norman Ächtler, JLU Gießen)

Kognitionspsychologie wie Lesesozialisationsforschung gehen davon aus, dass die Fertigkeit im sinnvollen Umgang mit den narrativen Codes der kulturellen Zeichensysteme als Eintrittskarte in die menschliche Gesellschaft zu verstehen ist. Der homo narrator steht am Ende eines kognitions- und sozialpsychologischen Prozesses, der bereits in der Interaktion von Eltern und Säugling angelegt ist, durch Schriftspracherwerb und literarische Sozialisation befördert und mit der Adoleszenz abgeschlossen wird. Dies erweist sich nicht zuletzt für einen auf Kompetenzvermittlung ausgelegten Deutschunterricht von Relevanz: Die Ausbildung von narrativer Kompetenz bzw. der Erzählerwerb ist zentral für die Literatur- und Mediensozialisation. Nicht zuletzt aufgrund solcher Erkenntnisse herrscht unter Fachdidaktikern weitgehend Konsens darüber, dass Literaturunterricht eine allgemeine Narrationsdidaktik leisten und damit auch die neuen Medien in seinen Gegenstandsbereich einbeziehen sollte. Ein medienintegrativer Deutschunterricht erscheint umso wichtiger, als literarische Sozialisation längst als Teil einer facettenreichen Mediensozialisation zu erachten ist. Bislang fehlt es allerdings an Konzepten für eine allgemeine Narrationsdidaktik, die die theoretischen und methodischen Erkenntnisse der intermedialen Narratologie in hinreichendem Maße mit der entwicklungs- und kognitionspsychologischen wie der lerntheoretischen Grundlagenforschung zusammenbringen und diese produktiv auf mediendidaktische Fragestellungen in Anwendung bringen. Von diesen Befunden ausgehend diskutiert das Panel u.a. folgende Aspekte:
1. Erzählerwerb in der Kindheit: Kognitionspsychologische Grundlagen und narrationsdidaktische Folge-rungen. In diesem Kontext von Interesse sind u.a.
• Die Relevanz freien Erzählens, Vorlesens und der Rezeption audiovisueller Medien für die Entwicklung von Zuhörkompetenzen als Voraussetzung für den Erzählerwerb im frühkindlichen Alter.
• Die Relevanz narrativer Lernstrategien für den Schriftspracherwerb in der Grundschule, z.B. in narrativ gestalteten Fibel-Lehrgängen, in Zusammenhang mit ihren lerntheoretischen Voraussetzungen.
• Narratologische Merkmale von aktuellen Bilderbüchern, Vor- und Erstleseliteratur, TV-Angeboten
2. Aktuelle Kinder- und Jugendliteratur/-medien: Kognitionspsychologische Voraussetzungen und wirkungsästhetische Eigenschaften, erzähltheoretische Ansätze und narrationsdidaktische Verwendungsmöglichkeiten. In diesem Kontext von Interesse sind u.a.
• Entwicklungs- und kognitionspsychologische Voraussetzungen wirkungsästhetischer und narratologischer Grundlagenforschung im Bereich KJL/M.
• Aktuelle Entwicklungen in Kinder- und Jugendliteratur im a) historischen und b) medienkulturellen Kontext.
• Das Phänomen des Medienverbunds als Herausforderung für die intermediale Narratologie und den Deutschunterricht.
• Literaturverfilmung als Genre medienübergreifender Narrationsdidaktik im kompetenzorientierten Deutschunterricht.
• Kinder- und Jugendliteratur/-medien im medienintegrativen, handlungs- und produktorientierten Deutschunterricht.

Weitere Vorschläge und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht!

Angebote für Vorträge werden erbeten bis zum 15. August 2015. Bitte senden sie ein kurzes Abstract (ca 1/2 S.) und CV an

Dr. Norman Ächtler
Justus-Liebig-Universität Gießen
FB05 Sprache, Literatur, Kultur
Institut für Germanistik
Otto-Behaghel-Straße 10B
Raum 132
35394 Gießen
Tel.: 0641/ 99-29084
E-Mail: norman.aechtler@germanistik.uni-giessen.de

Besten Dank!
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBayreuth
Bewerbungsschluss15.08.2015
Beginn25.09.2016
Ende28.09.2016
PersonName: Dr. Norman Ächtler 
Funktion: Leitung Panel 
E-Mail: norman.aechtler@germanistik.uni-giessen.de 
KontaktdatenName/Institution: Justus-Liebig-Universität Gießen/ Institut für Germanistik 
Strasse/Postfach: Otto-Behaghel-Straße 10B 
Postleitzahl: 35394 
Stadt: Gießen 
Telefon: 0641-9929084 
Fax: 0641-9929129  
E-Mail: norman.aechtler@germanistik.uni-giessen.de 
Internetadresse: http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb05/germanistik/abliteratur/glm/uber-uns/wimi/norman-aechtler 
Name/Institution: 25. Deutscher Germanistentag 
Stadt: Bayreuth 
Internetadresse: http://www.germanistentag2016.de/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeSprachdidaktik (Schuldidaktik, Erwachsenenbildung, Konzepte sprachlicher Bildung); Sprache in den Medien / Medienwissenschaft (Sprache in Massenmedien, Internet und Hypertext, Medienentwicklung); Erzähltheorie; Literatur nach 1945; Literaturdidaktik; Medien- u. Kommunikationstheorie
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.05.00 Germanistenverbände und –tagungen; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.04.00 Methodik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.17.00 Deutschunterricht. Literaturdidaktik; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart
Ediert von  H-Germanistik
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/48069

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