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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Krisen erzählen"
RessourcentypCall for Papers
TitelKrisen erzählen
BeschreibungPanel auf dem 25. Deutschen Germanistentag, 25. bis 28. September 2016 in Bayreuth (im Themenschwerpunkt 6: Erzählen als Kulturtechnik)

Leitung: Prof. Dr. Thomas Wortmann (Mannheim), Iuditha Balint (Mannheim), Dr. Irmtraud Hnilica (Hagen)

Die Erforschung von Krisennarrativen hat in den letzten Jahren einen beachtlichen Aufschwung erfahren – nicht zuletzt in Untersuchungen über die Darstellung von Finanzkrisenphänomenen in Literatur und medialer Berichterstattung. Das Panel versteht sich als Weiterführung und Ergänzung dieser Forschungsrichtung und möchte ‚die Krise‘ als ein vielschichtiges kulturelles Deutungsmuster in den Blick nehmen, das so disparate Bereiche wie Ökonomie, Kunst, Psychologie, Literatur oder Medizin nicht nur umfasst, sondern auch miteinander in Verbindung treten lässt. Die Krise ist ein zentraler Bestandteil kultureller und gesellschaftlicher Institutionen – und dabei gleichermaßen Ursprung und Effekt von Erzählungen: Einerseits müssen Krisenphänomene narrativ hergestellt, ja medien- und gattungsspezifisch in Szene gesetzt werden, andererseits dient die Kulturtechnik des Erzählens – nicht nur im engeren Sinne einer talking cure – der Überwindung von und dem Lernen aus Krisen. In Erzählprozessen selbst stellen Krisen als Ereignisse aber auch den Zeitpunkt unmittelbar vor dem Wendepunkt dar: Erst in der Krisensituation entscheidet sich, welchen Verlauf die erzählte Geschichte nehmen wird. Somit dient das (retrospektive) Erzählen von Krisen einer Situationsbewältigung, in der Vergangenheits- und Zukunftsbewältigung ineinander verschmelzen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass im Erzählen von Krisen auf etablierte kulturelle und narrative Muster sowie Diskursstrategien zurückgegriffen wird, mit denen der inhaltlichen Instabilität und Unabgeschlossenheit entgegen gesteuert werden kann.

In diesem Sinne soll ein Schwerpunkt des Panels auf dem ästhetischen Potential von Krisen liegen. Mögliche Fragestellungen wären – mit einem Fokus auf zeitgenössische Krisennarrative – unter anderem: Auf welche kulturellen und narrativen Muster greifen Krisenerzählungen zurück? Gibt es Genres bzw. Erzählformen, die zur Behandlung von Krisennarrativen präferiert werden? Welche genre-, medien- und fachspezifische Eigenheiten bzw. Unterschiede weisen Krisenerzählungen auf? Mit welchen Themen und Themenfeldern wird der Begriff der Krise assoziiert? In welchen literar- und kulturhistorischen Traditionslinien stehen zeitgenössische Krisenerzählungen? Welche Parallel- oder Konkurrenzbegriffe existieren zur Krise und wie prägen diese das Erzählen über Krisen? Inwiefern ist die Krise ein fruchtbares Konzept für die Fachdidaktik?

Interessierte werden gebeten, Abstracts im Umfang von max. einer Seite (für Vorträge von jew. 20 Minuten) und kurze biobibliographische Angaben bis zum 15. August 2015 an die drei Sektionsleiter zu schicken.

Iuditha Balint: ibalint@mail.uni-mannheim.de
Irmtraud Hnilica: Irmtraud.Hnilica@fernuni-hagen.de
Thomas Wortmann: t.wortmann@uni-mannheim.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBayreuth
Bewerbungsschluss15.08.2015
Beginn25.09.2016
Ende28.09.2016
PersonName: Iuditha Balint 
Funktion: Wissenschaftliche Mitarbeiterin 
E-Mail: ibalint@mail.uni-mannheim.de 
KontaktdatenName/Institution: Universität Mannheim, Seminar für Deutsche Philologie 
Strasse/Postfach: Schloss, EW 237 
Postleitzahl: 68131 
Stadt: Mannheim 
E-Mail: ibalint@mail.uni-mannheim.de 
Internetadresse: http://germanistik.uni-mannheim.de/abteilungen/ng2_neuere_deutsche_literaturwissenschaft_und_qualitative_medienanalyse/wissenschaftliches_personal/iuditha_balint_m_a/ 
Name/Institution: 25. Deutscher Germanistentag 
Stadt: Bayreuth 
Internetadresse: http://www.germanistentag2016.de/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeErzähltheorie; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte)
Ediert von  H-Germanistik
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/47882

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