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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Zur Renaissance kontextualisierender literaturwissenschaftlicher Methoden"
RessourcentypCall for Papers
TitelZur Renaissance kontextualisierender literaturwissenschaftlicher Methoden
BeschreibungWorkshop für Nachwuchsforschende: "Zur Renaissance kontextualisierender literaturwissenschaftlicher Methoden"
(Fr, 11.09., Sa, 12.09. und Fr, 30.10. 2015 in Bern). Anmeldungen mit/ohne Beitrag bis Freitag, 17.07.2015.

Veranstaltet vom SNF-Projekt "Biografie- und generationengeschichtliche Brüche und Kontinuitäten in literarischen Texten von Autoren der Gruppe 47" (Leitung: Prof. Dr. Matthias N. Lorenz, Institut für Germanistik, Universität Bern)

Organisation und Kontakt
M.A. Jennifer Bigelow (jennifer.bigelow@germ.unibe.ch)
M.A. Nicole Weber (nicole.weber@germ.unibe.ch)

Exposé

Der Fokus des Workshops soll auf Herangehensweisen liegen, in denen literarische Texte als Symptome zeitgenössischer Denkmuster befragt und analytische Größen berücksichtigt werden, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend von der literaturwissenschaftlichen Forschung zurückgewiesen wurden – wie etwa biografische Implikationen des Autors oder der Autorin. Daneben interessieren aber auch literaturwissenschaftliche Arbeitsweisen, die mit inzwischen etablierten Methoden wie der Diskursanalyse oder der Feldtheorie arbeiten und dabei zeitsymptomatische Kategorien berücksichtigen, die heranzuziehen in der traditionellen Germanistik heute oftmals auf Abwehrreflexe stößt.

Ausgangspunkt ist dabei das Forschungsprojekt zur Gruppe 47 am Institut für Germanistik an der Universität Bern, in dem aus zwei unterschiedlichen Perspektiven biografie- und generationengeschichtliche Brüche und Kontinuitäten in literarischen Texten von Autor/-innen der Gruppe 47 untersucht werden. Dabei interessieren im Besonderen werkbiografische, literatursoziologische, kulturwissenschaftliche und diskursanalytische Herangehensweisen, mittels derer literarische Texte gezielt nach dem Konstruktionscharakter z.B. eines antifaschistischen Konsenses der Gruppe 47 befragt oder nach moralischen Kontinuitäten aus dem Nationalsozialismus untersucht werden können.

Im Workshop soll u.a. diskutiert werden, wieso diese Ansätze ausgerechnet dann immer als umstritten gelten, wenn sie kritische Re-Lektüren von kanonisierten Texten hervorbringen und damit gleichsam an einem literaturwissenschaftlichen Status quo zu rütteln scheinen. Es liegt nicht in unserem Interesse, 'neue‘ Ansätze zur übergreifenden Anwendung zu bewerben. Wir möchten vielmehr an symptomatischen Einzelfällen vorwiegend der westdeutschen Nachkriegsliteratur entlang diskutieren, wobei sich die Workshop-Teilnehmenden mit ihren eigenen Projekten einbinden können, und auf diese Weise gemeinsam die Grenzen und Potenziale der Ansätze erproben. Die Projekte der Teilnehmer/-innen des Workshops müssen nicht zwingend in dieser Epoche liegen, sollten aber vergleichbare Probleme erforschen.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum Freitag, 17.07.2015 mit der Angabe, ob Sie ein Kurzreferat/einen Auszug aus Ihrer Arbeit oder einen kürzeren literarischen Text zur Diskussion stellen möchten, oder ob Sie sich für eine Teilnahme ohne Referat anmelden, was selbstverständlich auch willkommen ist.

Die Diskussionen werden begleitet von:

Block 1
Fr, 11.09.2015, 14.00–18.00 Uhr
Prof. Dr. Jörg Döring (Siegen)
Konzept im Fokus des Workshops: Werkbiografische Lektüren

Block 2
Sa,12.09.2015, 09:00–13.00 Uhr
Prof. Dr. Stephanie Waldow (Augsburg)
Konzept im Fokus des Workshops: Narrative Ethik

Block 3
Fr, 30.10.2015, 09.00–13.00 Uhr
Prof. Dr. Stephan Braese (Aachen)
Konzept im Fokus des Workshops: Produktionsbedingungen im Literaturbetrieb der Nachkriegszeit: Literatursoziologische und kulturwissenschaftliche Ansätze

Block 4
Fr, 30.10.2015, 14.00–18.00 Uhr
Prof. Dr. Aleida Assmann (Konstanz)
Konzept im Fokus des Workshops: Konstruktionscharakter von Erinnerung. Von individueller Erinnerung zu kollektivem Gedächtnis

Ablauf

Im Vorfeld des Workshops werden den Teilnehmenden frühzeitig einschlägige Auszüge aus den Arbeiten aller vier Gäste zur Verfügung gestellt.
Jeder der vier Blocks wird von einem Inputreferat (ca. 30 Minuten) der jeweiligen Spezialistin/des jeweiligen Spezialisten eingeleitet, das in der Folge – unter Einbezug der Theorietexte – zur Diskussion steht.
In einem zweiten Teil besteht die Möglichkeit, eigene Projekte zur Diskussion zu stellen. Der Beitrag kann in Form eines Kurzreferats (max. 10 Minuten) inkl. Handout oder eines im Vorfeld verschickten Textauszugs (max. 15 Seiten) aus dem eigenen Projekt bestehen. Wünschenswert ist ein konkreter Bezug zu den zur Diskussion stehenden Konzepten des Gastes.
In jedem Block können maximal zwei Projekte vorgestellt werden, sollten zu viele Anmeldungen eingehen, werden wir eine Auswahl treffen.
Als Abschluss jedes Blocks sollen die neu gewonnenen Erkenntnisse bei der gemeinsamen Interpretation eines kurzen literarischen Texts erprobt werden. Auch diese Texte werden im Vorfeld verschickt; Vorschläge vonseiten der Teilnehmenden sind willkommen.

Bewerbung

Interessierte Nachwuchsforschende werden gebeten, Projektarbeitstitel und ein kurzes Abstract an die Organisation zu senden.
Deadline für die Einreichung ist der 17.07.2015.
Eine Benachrichtigung über die Annahme erfolgt ab dem 23.07.2015.
Reise- und Aufenthaltskosten der Teilnehmehnden müssen selbst übernommen werden und können nicht bezuschusst werden.
Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben.

Für weitere Fragen steht Ihnen die Organisation des Workshops jederzeit zur Verfügung:

Nicole Weber und Jennifer Bigelow
Institut für Germanistik
Universität Bern
Unitobler, Länggasstrasse 49
Postfach 999
CH-3000 Bern 9
Tel. +41 31 631 38 49

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBern
Bewerbungsschluss17.07.2015
Anmeldeschluss17.07.2015
PersonName: Jennifer Bigelow 
E-Mail: jennifer.bigelow@germ.unibe.ch 
LandSchweiz
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturtheorie: Themen
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.06.00 Literaturtheorie
Ediert von  H-Germanistik
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