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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "ICLA 2016: Die vielen „Sprachen“ der Klassiker. Eine medienorientierte Perspektive"
RessourcentypCall for Papers
TitelICLA 2016: Die vielen „Sprachen“ der Klassiker. Eine medienorientierte Perspektive
BeschreibungICLA Sektion 17308: Die vielen „Sprachen“ der Klassiker. Eine medienorientierte Perspektive

21. Weltkongress der International Comparative Literature Association, 21 – 27 Juli 2016, Wien

Literarische Klassiker wurden meist in einem nationalen Rahmen als solche etabliert und rezipiert, sodass sie oft lediglich als (hegemoniale) Vertreter der einzelnen Nationalliteraturen wahrgenommen wurden. Dabei spielen sie eine nicht minder wichtige Rolle als Kulturvermittler: Indem sie beständig in neue Kontexte ‚über-setzt‘ werden, prägen Werke, die als klassisch gelten, maßgeblich die Vorstellungen von fremden Kulturen und vergangenen Epochen. Solche Transferprozesse verlaufen in erster Linie anhand von Übersetzungen, besitzen aber eine weitaus größere „Sprachenvielfalt“. Für die Sektion können Überlegungen zu Theateraufführungen, Vertonungen, Parodien, Verfilmungen, Comics – um nur einige der möglichen medialen Adaptionsformen von Klassikern zu nennen – eingereicht werden.

Jede der „Sprachen“ eröffnet neue Interpretationsräume für die klassischen Werke aber auch den Zugang zu neuen Zielgruppen. Im Rahmen des Workshops sollen diese unterschiedlichen „Sprachen“ auf ihre jeweiligen Funktionen im Prozess des kulturellen Transfers untersucht werden, wobei Rezeptionsformen in populärkulturellen Medien besonderes Interesse gilt. Wie beeinflusst beispielsweise die Form des Manga-Comics die Wahrnehmung eines Klassikers wie Faust in Japan? Welche Funktionen erfüllen scherzhafte Übersetzungen von Schillers Balladen im 19. Jahrhundert oder aktuelle multilinguale Performances griechischer Tragödien? Solche „Über-Setzungen“ von Klassikern können als subversive Gesten gegen die Institution des Kanons verstanden werden, die den Anspruch der Deutungshoheit eines bürgerlichen Milieus oder einer von „männlichen Weißen“ dominierten Literaturgeschichtsschreibung unterlaufen. Sie können zugleich von der anhaltenden Aktualität der Klassiker zeugen und so die Institution des Kanons implizit bestätigen.

Um zu systematischen Einsichten über Funktionen unterschiedlicher Medien bei der Klassikervermittlung und -verbreitung zu gelangen, möchten wir im Rahmen des Workshops vielfältige Fallanalysen vom ausgehenden 18. Jahrhundert an bis hin in die Gegenwart versammeln.

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich bis zum 31. August mit einem Abstract von maximal 300 Wörtern bei den Organisatorinnen zu bewerben: paula.wojcik@uni-jena.de oder sophie.picard@uni-jena.de

Kongresssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch

Bitte beachten Sie, dass für Anreise, Übernachtung sowie die Teilnahmegebühr am ICLA-Kongress keinerlei Kosten erstattet werden können.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWien
Bewerbungsschluss31.08.2015
Anmeldeschluss31.08.2015
Beginn21.07.2016
Ende27.07.2016
PersonName: Paula Wojcik 
Funktion: Veranstalterin 
E-Mail: paula.wojcik@uni-jena.de 
KontaktdatenName/Institution: Paula Wojcik 
Strasse/Postfach: Jenergasse 8 
Postleitzahl: 07743 
Stadt: Jena 
Telefon: 03641944971 
E-Mail: paula.wojcik@uni-jena.de 
Internetadresse: www.kpk.uni-jena.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur- u. Kulturgeschichte; Motiv- u. Stoffgeschichte; Theater (Aufführungspraxis)
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft
Ediert von  H-Germanistik
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