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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Didaktisches Erzählen. Spielarten literarischer Belehrung in Orient und Okzident"
RessourcentypCall for Papers
TitelDidaktisches Erzählen. Spielarten literarischer Belehrung in Orient und Okzident
BeschreibungDidaktisches Erzählen. Spielarten literarischer Belehrung in Orient und Okzident
Interdisziplinäre Tagung

Berlin (Dahlem), Freitag / Samstag, 9. / 10. Oktober 2009


Orientalische Geschichtenerzähler, die dem Suchenden tiefste menschliche Wahrheiten offenbaren, sind nicht erst seit Paulo Coelhos Bestseller „Der Alchimist“ ein gern benutztes Stereotyp der populären Literatur. Erzählungen mit ausgeprägt didaktischer Funktion haben schon früh den Weg aus der hebräischen und arabischen Literatur in den lateinischen und den volkssprachigen Westen gefunden.

Die bisherige Forschung begnügte sich indes in der Regel damit, auf verschiedene Ausprägungen von Wandertexten zu verweisen, Motivverwandtschaften festzustellen und Übersetzungsleistungen
zu untersuchen.

Demgegenüber steht im Zentrum der Berliner Tagung bewusst keine teleologisch motivierte Fragestellung. Vielmehr sollen narrative Verfahren und Kontexte in den Blick genommen werden, die den verschiedenen aus der Spätantike schöpfenden literarischen Traditionen (Hebräisch, Lateinisch, Arabisch, Deutsch usw.) gemeinsam oder in ihrer kontrastiven Betrachtung interdisziplinär ergiebig sind.


Zu fragen ist nach der Produktion und Rezeption, nach Formen, Inhalten, Kontexten und Überlieferungsträgern von didaktischen Texten und Textkomplexen in den Handschriftenkulturen des Mittelalters, etwa am Beispiel des Midrasch, des Hadith, von Fabeln, exempla und Fürstenspiegeln. Welche Textsignale forcieren eine didaktische Lesart? Welche Rolle spielen Illustrationen? Welcher Plot ermöglicht unterschiedliche oder ähnliche Didaktisierungen? Bieten sich gewisse Figurenkonstellationen besonders an? Inwiefern sind Texte als didaktisch, inwiefern als erbaulich zu bezeichnen? Gibt es einen didaktischen modus loquendi? Wie kann Komik der Belehrung dienlich sein? Wie gestalten sich die Übergänge zu anderen literarischen Formen?

In Auseinandersetzung mit diesen und weiteren Fragen soll die Tagung dazu dienen, didaktisches Erzählen als zentrales Element mittelalterlicher Literaturen zu verstehen und im interdisziplinären Gespräch neu zu beschreiben.

Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch.


Bitte schicken Sie Ihren Themenvorschlag für einen Vortrag (25-30 min. mit anschließender Diskussion) sowie ein kurzes Abstract (ca. 1/2 Seite bzw. 800 Zeichen) in deutscher, englischer oder französischer Sprache per E-Mail bis spätestens 31. August 2008 an die beiden Organisatorinnen.


Kontakt:
Regula Forster (forster@zedat.fu-berlin.de)
Juniorprofessorin für Arabistik
Seminar für Semitistik und Arabistik
Freie Universität Berlin
Altensteinstr. 34
D-14195 Berlin

Romy Günthart (romy.guenthart@ds.uzh.ch)
Privatdozentin für Ältere deutsche Literatur
Deutsches Seminar
Universität Zürich
Schönberggasse 9
CH-8001 Zürich

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Bewerbungsschluss31.08.2008
Beginn09.10.2009
Ende10.10.2009
PersonName: Forster, Regula 
Funktion: Ansprechpartnerin 
E-Mail: forster@zedat.fu-berlin.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeErzähltheorie
Klassifikation04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.03.00 Vergleichende Literaturgeschichte; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.06.00 Beziehungen einzelner Völker zur deutschen Literatur
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