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Ergebnisanzeige "ICLA 2016: Association Internationale de Littérature Comparée/ International Comparative Literature Association XXI. Kongress"
RessourcentypCall for Papers
TitelICLA 2016: Association Internationale de Littérature Comparée/ International Comparative Literature Association XXI. Kongress
BeschreibungTHEMA DES KONGRESSES: Die vielen Sprachen der Literaturwissenschaft

Der Ursprung der Vergleichenden Literaturwissenschaft liegt im Vergleich literarischer Texte aus verschiedenen Sprachkulturen. Auch heute noch, nach zahlreichen Wandlungen des komparatistischen Paradigmas und Erweiterungen des Arbeitsgebietes der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, ist die Überquerung von Sprachgrenzen eine essentielle Operation des Faches.

Erstmals soll ein Kongress der International Comparative Literature Association nun unter das Leitthema „Sprache“ gestellt werden. Dabei wird die „Sprache“ in vielfältigen Zusammenhängen und Bedeutungen in den Vordergrund treten: als „nationales“ Idiom, in dem ein literarischer Text zunächst verfasst wird, als Ausgangs- bzw. Zielsprache im Prozess der literarischen Übersetzung, als Menge all jener Sprachen, deren literarische Manifestation in der Summe die „Weltliteratur“ bilden, aber auch als Kanon jener Sprachen, auf den sich der gegenwärtige Markt der Weltliteratur real konzentriert. Sprache, ob mündlich oder schriftlich, ist aber nicht nur das selbstverständliche Medium aller Objekte der Vergleichenden Literaturwissenschaft, sondern ebenso auch die notwendige Metasprache des wissenschaftlichen Diskurses, der poetologischen Terminologie. Die Vielsprachigkeit der Komparatistik selbst ist dabei zugleich Chance und Problem, eine Chance, insofern die Buntheit und Vielgestaltigkeit der Weltliteratur seit ihren antiken Anfängen stets auch den Reiz und Mehrwert komparatistischer Lektüre ausgemacht hat, ein Problem, insofern die vergleichsweise geringe Sprachauswahl, die auch den polyglottesten Komparatisten zu Gebote steht, den Dis-kurs stärker bestimmt, als im Alltag einer zunehmend englischsprachigen Wissenskultur bewusst wird.

Sprache wird für diesen Kongress auch im weiteren Sinn betrachtet: als Sprachver-wendung sozialer oder ethnischer Trägergruppen der Literatur, als Sprache von Themen und Diskursen und als eigenes Sujet der Literatur, als Ausdruck zentraler Probleme und Ideen, die in den Literaturen der Welt auf vergleichbare Weise verhandelt werden, schließlich auch metaphorisch, als Sprache der Stile und Formen, so dass der un-endliche, stets neu zu entziffernde Code, das internationale Zeichensystem der Litera-tur einerseits immer wieder den Mythos der babylonischen Sprachverwirrung reprodu-ziert, andererseits einer vielsprachlich verfassten Menschheit, ihrer Literatur und der Wissenschaft von dieser Literatur eine dauerhafte Aufgabe stellt.

KONGRESS-SEKTIONEN

A. Die Künste als universeller Code
Sprachen von Form und Genre
Stilsprachen
Sprachen der Metaebene – Zitat, Intertextualität und Metareferenz
Vergleich der Künste: Kunst als universelle Sprache
Sprache und Literatur – allgemeine Semiotik
Verschiedene Medien, verschiedene Ausdrucksformen

B. Sprache – Essenz der Weltliteratur
Der Turm von Babel: Mythen über die Sprache
Sprachen als Thema der Literatur
Sprachen der Welt – Sprachen der Weltliteratur – Weltsprache?
Nation und Sprache
„Translationale“ Literatur
große Sprachen, kleine Sprachen
Vergleich der Sprachen – ein historischer Impuls der Komparatistik
Sprache und Regionalismus
Sprache der Macht – Sprache des Widerstands
Literarische Übersetzung – Geschichte, Methoden, Märkte

C. Vielfalt der Kulturen, Vielfalt der Idiome
Sprache und Kultur
Kulturelle Bilder und ihre sprachliche Darstellung
Die Sprachen der „Anderen“
Sprache und Identität
Mehrsprachigkeit als traditionelles Phänomen
Mehrsprachigkeit als zeitgenössisches Phänomen
Mehrsprachigkeit als Problem oder Chance
Wer spricht? Komparatistik und die Sozialwissenschaften
Hybridität und Komparatistik
Kulturelle Grenzen überschreiten

D. Die Sprache der Thematologie
Terminologie und Methodologie der Thematologie
Bedeutung – Textinterpretation im komparatistischen Zusammenhang
Renaissance der Metaphorologie
Sprache der Geschlechter – Sprache der Gender
Sprachen der Emotion
Engagierte Sprache – internationale Ökokritik

E. Komparatist(inn)en bei der Arbeit – professionelle Kommunikation
Die Codes der Literaturwissenschaft
Bewertung der Literatur – Sprache der Literaturkritik
Komparatistik als Sprechakt
Verhandlungssache: Der Metadiskurs der Literaturgeschichtsschreibung
Digital humanities
Analytische Philosophie und Logik im wissenschaftlichen Diskurs
Mündlicher und schriftlicher Diskurs
Die vielsprachige Bibliothek der Vergleichenden Literaturwissenschaft
Das Wörterbuch der Komparatistik: Internationale Terminologie

EINREICHUNG VON THEMENVORSCHLÄGEN

Es können Themenvorschläge für Sitzungen eingereicht werden (eine Sitzung = 3 Vorträge = 90 min.)

Die oben angeführten Themen sind als Anregungen zu verstehen. Die Kongress-Sektionen werden nach Anzahl und Vielfalt der Einreichungen zusammengestellt. Es sind zwei verschiedene Formen von Einreichungen möglich:
1) Einzelvorschläge für Vorträge, die in Kongresssitzungen präsentiert werden,
2) Vorschläge, Gruppenveranstaltungen (z.B. Seminare) zu organisieren.

1) Einzelvorschläge können für Kongresssitzungen eingereicht werden. Sie werden von einem internationalen Komitee begutachtet und bei Annahme einer bestimmten Kongresssitzung zugewiesen.
2) Einzelpersonen können auch Vorschläge für Gruppenveranstaltungen einreichen (etwa für Seminare, Workshops, Round tables) – falls ein Vorschlag angenommen wird, kann der/die Gruppenverantwortliche selbständig Einzelpersonen dazu einladen, Vorschläge für Einzelvorträge für die Gruppenveranstaltung einzureichen und daran teilzunehmen. Die Gruppenverantwortlichen übernehmen den Vorsitz ihrer jeweiligen Gruppen. Falls nötig werden große Gruppen von der Kongressorganisation zu mehreren Sitzungen eingeteilt, gegebenenfalls an unterschiedlichen Tagen.

Einzelvortragsvorschlag (Kongresssitzungen): fällig bis 31. August 2015
Zusage bis: 31. Dezember 2015
Vorschlag für Gruppenveranstaltungen fällig bis: 31. Mai 2015
Zusage bis: 30. Juni 2015
Einzelvortragsvorschlag für Gruppenveranstaltung 31. August 2015
Zusage bis: 31. Dezember 2015

Vorschläge müssen in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfasst sein.
Bitte reichen Sie Ihre Vorschläge ein über die ICLA 2016-Webseite http://icla2016.univie.ac.at/

KONFERENZGEBÜHREN UND FRISTEN

ICLA-Mitglieder:
“Early bird”-Tarif 170 € bis 29. Februar 2016
Regulärer Tarif 190 € bis 31. Mai 2016

“Early bird”-Tarif Studierende 65 € bis 29. Februar 2016
Regulärer Tarif Studierende 95 € bis 31. Mai 2016

Registrierung vor Ort 200 €

Nichtmitglieder:
Registrierung vor Ort 200 €
Begleitperson 100 € bis 31. Mai 2016

Bitte melden Sie sich über das entsprechende Formular auf der Webseite http://icla2016.univie.ac.at/ an. Die Registrierung wird vom 01.04.2015 bis zum 31.05.2016 möglich sein. Alle später einlangenden Registrierungen werden als Vor-Ort-Registrierung bearbeitet.

Aufgrund der erheblichen Währungsschwankungen des letzten Jahres können die Kongressgebühren nur in Euro erhoben werden. Wir weisen ausdrücklich auf den zur Zeit günstigen Kurs des US-Dollars hin.

Angemeldete Personen können an allen Vorträgen der ICLA 2016 teilnehmen. Offizielle Kongresssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch.

KONGRESSORT
Der Kongress findet im Hauptgebäude oder nahe gelegenen Gebäuden der Universität Wien statt. Das Registrierungs- und Informationsbüro wird sich in der Eingangshalle des Hauptgebäudes befinden, wo auch das Kaffeebuffet aufgebaut wird.

KONTAKT:

icla2016@univie.ac.at
http://icla2016.univie.ac.at/

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWien
Bewerbungsschluss31.08.2015
Beginn21.07.2016
Ende27.07.2016
LandÖsterreich
BenutzerführungDeutsch
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