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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "IVG-Sektion 13: Klimachaos und Naturkatastrophen in der deutschen Literatur – Desaster und deren Deutung"
RessourcentypCall for Papers
TitelIVG-Sektion 13: Klimachaos und Naturkatastrophen in der deutschen Literatur – Desaster und deren Deutung
BeschreibungXII. Kongress der IVG (Internationale Vereinigung für Germanistik)
Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit,
Warschau, 30. Juli – 07. August 2010

Sektion 13: Klimachaos und Naturkatastrophen in der deutschen Literatur – Desaster und deren Deutung

Call for Papers (Deadline: 30. November 2008)


Leitung: Gabriele Dürbeck (Rostock/Hamburg, Deutschland; gabriele.duerbeck@uni-hamburg.de)
Ko-Leitung: Alexander Košenina (Hannover, Deutschland); Thomas Pekar (Tokyo, Japan), Alice Stašková (Prag, Tschechiche Republik)


Durch die Deutung sich häufender Naturkatastrophen als mögliche Folge eines globalen Klimawan­dels ist in den letzten Jahren der Katastrophendiskurs auch in den Sozial-, Geistes- und Kulturwis­sen­schaf­ten stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Die Tagungen und Sammelbände zum 250. Jah­restag des Erdbebens von Lissabon (1755), das sich ins kollektive Gedächtnis wie keine andere Natur­katastro­phe eingegraben hat, diskutieren das Desaster nicht nur in Hinsicht auf die Entwicklung eines neuartigen Risikomanagements sowie nötiger technischer Innova­tionen, sondern untersuchen auch die soziale Se­mantik der Identitäts- und Sinnstiftung, moralphiloso­phi­sche Implikationen menschlicher Kontingenz­be­wältigung sowie die Ästhetik von Katastrophen. In der literari­schen Ver­arbeitung solcher Naturereig­nisse spielen die Vorstellungen vom Jüngsten Gericht, der Apokalypse und dem Ende der Geschichte eine wesentliche Rolle. Neben mythischen Erklärungs­mustern stehen andere Hypothesen, in Hinsicht auf die Ursachen etwa die Vorstellung, dass eine hochentwickelte Intel­ligenz katastrophale Naturphänomene hervorbringe, und in Hinsicht auf die Folgen solcher Ereig­nisse etwa die metaphori­sche Konstruktion einer grenzüberschreitenden Solidarität von Individuen, Gruppen und Nationen.

Obwohl das Verhältnis des Menschen zur langfristigen wie auch erupti­ven Ver­ände­rung der Natur ein grund­legendes Thema der Literatur ist, fehlt bislang jeglicher Überblick darüber. Die Sektion hat das Ziel, die literarische Darstellung von Naturkatastrophen sowie anthropo­genen Umweltver­änderungen als kulturgeschichtliches und ästhetisches Phänomen näher zu erfor­schen. Neben der Frage nach dominanten Gattungen, literarischen Strategien zur Verarbeitung kata­strophaler Natur­ereignisse und deren Funktionen sind Beiträge zum Mensch-Natur-Verhältnis, zum Wandel von Naturkonzepten, zum Austausch von Literatur und Wissenschaft ebenso erwünscht wie Cross media-Bezüge zu Theater und (Dokumentar-)Film.

Exposés (max. 500 Wörter) sind sowohl an die Sektionsleitung gabriele.duerbeck@uni-hamburg.de als auch an die Internationale Vereinigung für Germanistik unter Verwendung des auf der Homepage der IVG www.ivg.uw.edu.pl gespeicherten Formblattes „Anmeldung von Vorträgen“ zu richten. Vortragsvorschläge von Mitgliedern der IVG werden bei der Auswahl bevorzugt behandelt.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWarschau
Bewerbungsschluss30.11.2008
Beginn30.07.2010
Ende07.08.2010
PersonName: Dürbeck, Gabriele 
Funktion: Veranstalterin 
E-Mail: gabriele.duerbeck@uni-hamburg.de  
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte)
Klassifikation00.00.00 ohne thematische Zuordnung
Ediert von  H-Germanistik
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