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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Sammelband: Deutungsspielräume – Mehrdeutigkeit als kulturelles Phänomen"
RessourcentypCall for Papers
TitelSammelband: Deutungsspielräume – Mehrdeutigkeit als kulturelles Phänomen
BeschreibungCALL FOR PAPERS Sammelband: Deutungsspielräume – Mehrdeutigkeit als kulturelles Phänomen

Im geplanten Sammelband ›Deutungsspielräume‹ sollen interdisziplinäre Beiträge zum Themenfeld ›Mehrdeutigkeit als kulturelles Phänomen‹ gebündelt werden. Der Band entsteht im Rahmen des ›Graduiertenkolleg 1808 – Ambiguität: Produktion und Rezeption‹ der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Mehrdeutigkeit (oder auch Ambiguität, Amphibolie, Polysemie) wird im Allgemeinen als ein Phänomen verstanden, das es zu vermeiden gilt. Mehrdeutiges Sprechen, so scheint es, beinhaltet stets das Risiko missverstanden zu werden und sollte daher nach Möglichkeit unterlassen werden, möchte der bzw. die Sprechende ›richtig‹ verstanden werden. Spontan erscheint es unstrittig, dass mehrdeutige Antworten auf gezielte Nachfragen grundsätzlich kein zufriedenstellendes Resultat darstellen. Liefern empirische Erhebungen, wie Experimente oder Umfragen, mehrdeutige Daten, so stellt dies eine besondere Herausforderung für die Auswertung dar oder macht diese im schlimmsten Fall sogar unmöglich. Nur in wenigen Bereichen scheint Mehrdeutigkeit erwünscht zu sein: Sie bietet den Sprechenden die Möglichkeit, gezielt ›doppeldeutig‹ oder ›doppelbödig‹ zu kommunizieren. Daher wird sowohl im Rahmen satirischer, anzüglicher oder witziger Aussagen als auch bei riskanten, moralisch grenzwertigen oder abfälligen Äußerungen vorsätzlich mehrdeutig formuliert.

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass es sich bei dieser Einteilung in zulässige und nicht-zulässige bzw. erwünschte und unerwünschte Mehrdeutigkeit um eine radikale Vereinfachung und in vielen Fällen falsche Darstellung handelt. Literatur- und Sprachwissenschaft widmen sich seit geraumer Zeit den Deutungsspielräumen, die sich aus der offenen Grenze zwischen gezielter und problematischer Mehrdeutigkeit ergeben. Sie sind aber auch für viele andere Wissenschaften virulent. Wir wollen deshalb mit diesem Sammelband den interdisziplinären Spagat wagen und wenden uns nachdrücklich an interessierte Wissenschaftler aller Disziplinen.

Die folgenden Aspekte können dabei im Zentrum der Beiträge stehen. Wir sind jedoch auch für thematische Ergänzungen oder Erweiterungen dankbar:
• Historische und literarische Studien zum Umgang mit Deutung bzw. Mehrdeutigkeit
• Umgang mit Doppel- und Mehrdeutigkeit in empirischen Erhebungen
• Methodologische Konsequenzen und Reflexionen
• Das vorsätzliche ›Offenhalten‹ von (Deutungs-)Spielräumen
• Interessengeleitete Beschränkung von (Deutungs-)Spielräumen
• Mehrdeutigkeit als methodisch begründetes Beobachtungsproblem (Auflösungsvermögen, etc.)
• Deutung, Meinung und Gewissheit
• Deutungsspiele (Kabarett, Politik, Religion, Diskussion, …)

Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein, einen Arbeitstitel samt Skizze der geplanten Beiträge bis zum 31.3.2015 per Mail an die Herausgeber zu senden. Der Umfang des Exposés sollte dabei 1 DIN A4 Seite nicht überschreiten. Des Weiteren bitten wir um eine kurze akademische bibliographische Notiz.

Herausgeber:
Nicolas Potysch (nicolas.potysch@uni-tuebingen.de)
Prof. Dr. Matthias Bauer (m.bauer@uni-tuebingen.de)
http://www.ambiguitaet.uni-tuebingen.de/

Der geplante Einsendeschluss für sämtliche Beiträge ist der 31.10.2015. Die Beiträge sind dabei auf einen Umfang von 45.000 - 50.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) begrenzt. Ein Stylesheet wird den Beiträgern schnellstmöglich nach Ablauf der Exposé-Frist zugesandt.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss31.03.2015
Anmeldeschluss31.03.2015
PersonName: Nicolas Potysch 
Funktion: Herausgeber 
E-Mail: nicolas.potysch@uni-tuebingen.de 
KontaktdatenName/Institution: GRK 1808 Ambiguität 
Strasse/Postfach: Keplerstr. 2 
Postleitzahl: 72074 
Stadt: Tübingen 
Telefon: 07071 29 77 569 
E-Mail: inken.armbrust@uni-tuebingen.de 
Internetadresse: http://www.ambiguitaet.uni-tuebingen.de 
LandDeutschland
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