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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Internationale Konferenz "Kuturen und Sprachen der Erinnerung""
RessourcentypCall for Papers
TitelInternationale Konferenz "Kuturen und Sprachen der Erinnerung"
BeschreibungDas Institut für Germanistik der Universität Warschau
lädt zur internationalen Konferenz
"Kulturen und Sprachen der Erinnerung" ein.
Die Konferenz findet am 25.-26. September 2015 in Warschau
statt.

Nachdem die Welt 2014 den 100. Jahrestag des Ausbruchs des 1. und den 75. Jahrestag des 2. Weltkrieges sowie den 25. Jahrestag der friedlichen Revolution in den Ländern des ehemaligen Ostblocks gefeiert hatte, ist das Jahr 2015 (70 Jahre nach dem Sieg über Hitler-Deutschland und 25 Jahre nach der Wiedervereinigung) wieder ein Anlass zur Erinnerung an geschichtliche Ereignisse, deren
unmittebare Folgen bis in unsere Gegenwart nachwirken.
Daten, die an solche Umbruchsereignisse erinnern, fördern nicht nur die Reflexion über die Dynamik der geschichtlichen Prozesse, sondern auch das Nachdenken über Gedächtnis und Erinnerung als Medien
der Kontinuität der geschichtlichen Erfahrung sowie ihrer Repräsentation in der Sprache, Kultur und Kunst.
Im Zentrum des Interesses befinden sich dabei vor allem kulturelle und geschichtliche Relationen zwischen der polnischen und der deutschen Erinnerungskultur im globalen Zusammenhang jenseits
dieser doppelten Perspektive. Unter anderem sollen folgende Fragen diskutiert werden:

1. Auf welche Art und Weise determiniert das Gedächtnis die Sprache der modernen Kommunikation? Dabei soll nicht nur der linguistische Aspekt berücksichtigt werden, sondern auch ein breites
Spektrum von Kommunikationssystemen, die die mediale Vielfalt der postmodernen Kultur bestimmen.

2. Inwieweit ist Erinnerung konstitutiv für die Bestimmung der individuellen und kollektiven Identität? Das soll sowohl die Frage nach der Erinnerungspolitik nach sich ziehen als auch die daraus
resultierenden Unterschiede in der Betrachtung von geschichtlichen Ereignissen berücksichtigen.

3. Inwieweit wird das Gedächtnis in den Sprachen und Diskursen der zeitgenössischen Kultur aufbewahrt und inwieweit tragen sie aktiv zu der Etabilierung von bestimmten Erinnerungsparadigmen
im Raum eines kollektiven Bewusstseins bei?

4. Wie gehen die Sprache und die sprachbezogenen Ausdrucksformen in der Kunst mit Trauma und Verdrängung um, die mit der dramatischen Geschichte des 20. Jahrhunderts untrennbar verbunden sind?

5. Welchen Einfluss übt das historische und kulturelle Erinnerungsvermögen auf die Bildung von jungen Generationen der Europäer aus?

6. Auf welche Weise sind Erinnerung und Gedächtnis an materielle Erinnerungsorte gebunden oder wie werden sie ihnen zugeschrieben?

7. Welche aktuellen identitätsbezogenen und weltanschaulichen Debatten stützen sich auf heterogene Modelle von individueller Erinnerung und Gruppengedächnis und welche Represäntation finden sie in der Kunst und Medienkultur der Gegenwart?

Die oben genannten Beispielvorschläge und Denkansätze erschöpfen nicht die ganze Breite der möglichen Beitragsthemen im Rahmen der geplanten Konferenz. Eingeladen sind Germanisten, Geschichts- und Politikwissenschaftler, Soziologen, Psychologen, Philosophen und Vertreter anderer geisteswissenschaftlicher Disziplinen, in denen Modelle und Paradigmen der Erinnerung eine wesentliche Rolle spielen.

Konferenzsprachen: Deutsch und Polnisch

Konferenzgebühr: 350 PLN oder 85 Euro. Die Gebühr umfasst die Konferenzmaterialien, Verpflegung während der
Konferenz sowie den Druck der Publikation (nach positiver Begutachtung).

Referate: 20 Minuten

Sie werden zur Teilnahme
an folgenden Sektionen eingeladen (Die Anmeldung erfolgt bis zum
31.03.2015 per E-Mail an konferencja.pamiec@gmail.com
und an die jeweilige Sektionsleitung; genaue Beschreibung der Sektionen und die Kontaktadressen der Ansprechpersonen finden sie unter http://www.germanistyka.uw.edu.pl/pliki/konf-kijp-de.pdf):

1. Deutsch-polnische Beziehungen in privaten Berichten und im
kollektiven Gedächtnis

2. Deutsch-polnische Erinnerungsorte

3. Schweizer Identitäten? Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

4. Sprachen und Diskurse der Erinnerung

5. Sprache (in) der Wende – Wende in der Sprache

6. Erinnerung im Film

7. Die Erinnerungsproblematik in der deutschen Popliteratur

8. Glottodidaktik in Polen und Deutschland nach 1990 - Bilanz und Perspektiven

9. Intertextualität als Medium der Erinnerungskultur

10. Über Deutschland reden. Diskussionen und Kontroversen um
die deutsche Geschichte in der Gegenwartsliteratur

11. Zwischen Trauma und Post-Erinnerung – Gedächtnis und
Schoah
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.germanistyka.uw.edu.pl/pliki/konf-kijp-de.pdf
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWarschau
Bewerbungsschluss31.03.2015
Anmeldeschluss31.03.2015
Beginn25.09.2015
Ende26.09.2015
PersonName: Pawel Piszczatowski [Dr.] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: p.piszczatowski@uw.edu.pl 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Germanistik der Universität Warschau 
Strasse/Postfach: Dobra 55 
Postleitzahl: 00-312 
Stadt: Warszawa 
Telefon: +48 22 552 09 14 / 31 / 36 
Fax: (+48 22) 55 20 914 
E-Mail: germanistyka@uw.edu.pl 
Internetadresse: http://www.germanistyka.uw.edu.pl/ 
LandPolen
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLinguistik; Sprachdidaktik (Schuldidaktik, Erwachsenenbildung, Konzepte sprachlicher Bildung); Literaturwissenschaft; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.)
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft; 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl); 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl) > 02.10.00 Sprache im 20. Jahrhundert. Gegenwartssprache; 03.00.00 Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.06.00 Beziehungen einzelner Völker zur deutschen Literatur; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.12.00 Schweiz
Ediert von  H-Germanistik
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