VIRTUELLE FACHBIBLIOTHEK GERMANISTIK Germanistik im Netz Logo

Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "„Mein bester Wurf ist Eva“. Geschlechterverhältnisse bei Hacks"
RessourcentypCall for Papers
Titel„Mein bester Wurf ist Eva“. Geschlechterverhältnisse bei Hacks
BeschreibungCFP
„Mein bester Wurf ist Eva“
Geschlechterverhältnisse bei Hacks
Achte wissenschaftliche Tagung zu Werk und Leben von Peter Hacks

Im Werk von Peter Hacks finden sich zahlreiche Frauenfiguren, die ein breites Spektrum an Möglichkeiten abdecken. Die Spannweite der Darstellung reicht von Vertreterinnen eines utopischen Ideals wie Pandora im gleichnamigen Drama über kalkuliert handelnde Politikerinnen wie die Königinnen in „Fredegunde“ bis hin zu den „Musen“ in der Szenenfolge, die zeigt, wie Frauen durch unzureichendes Handeln Kunstproduktion eben nicht befördern oder sogar verhindern.
Über alle diese Frauen werden Aussagen getroffen, im essayistischen Werk auch über historisch reale Frauen. Zu fragen ist damit zum einen, welches Bild von Frauen oder auch allgemeiner: von Weiblichkeit so entsteht. Zum anderen rückt aber auch in der Blick, wie durch das Handeln von Figuren in Hacks‘ Dramen und Prosawerken Zuschreibungen auch wieder konterkariert werden. Das betrifft nicht nur Frauen, die sich einer Wesensbestimmung des Weiblichen zu entziehen versuchen, sondern auch Männer, die den Anforderungen der Geschlechterrollen nicht gerecht werden oder sich ihnen – wie Herakles in „Omphale“ oder Goethe in „Gespräch im Hause Stein“ bewußt entziehen.
Mögliche Vortragsthemen sind unter anderem:
- Zu einer Wesensbestimmung des Weiblichen bei Peter Hacks und zur Frage, ob dem in den Werken widersprochen oder ob sie historisch relativiert wird;
- Überschreitungen von Rollen- und Geschlechtergrenzen, insbesondere das Geschlechtertausch-Motiv, das für „Omphale“ zentral ist, aber auch in zahlreichen anderen Werken vorkommt;
- die Frage nach einer weiblichen Politik, wie sie nicht nur durch die Königinnen in „Fredegunde“, „Jona“ oder der späten Trilogie nach russischen Dramen gestellt wird, sondern auf der Ebene der Wirtschaft auch durch das Handeln Justines in „Die Binsen“;
- die Rolle der Liebe als überhistorische Gegebenheit oder als historische Triebkraft für produktives Handeln, insbesondere im Kontext der DDR;
- selbstbewusste Mädchenfiguren als pädagogisches Vorbild, etwa in „Liebkind im Vogelnest“ und Meta Morfoss in „Kinderkurzweil“;
- Liebe als Motor der Handlung im dramatischen und erzählerischen Werk;
- auf der biographischen Ebene Hacks’ Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau Anna Wiede und mit Schauspielerinnen und Regisseurinnen wie Karin Gregorek und Cox Habbema.
Gewünscht sind insbesondere Interpretationen von Einzeltexten. Selbstverständlich sind auch Themenvorschläge zu hier nicht genannten Aspekten willkommen.

Termin: 14.11.2015, Magnus-Haus, Berlin

Reiseauslagen und Aufenthaltskosten werden erstattet.

Tagungskonzept: Peter-Hacks-Gesellschaft

Vorschläge, versehen mit einem Abstract von zirka 250/300 Worten, erbitten wir bis 15.4.2015 an: j.becker@peter-hacks-gesellschaft.de
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Bewerbungsschluss15.04.2015
Beginn14.11.2015
Ende14.11.2015
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/44331

© Virtuelle Fachbibliothek Germanistik | Letzte Änderung 02.02.2015 | Impressum | Intern