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Ergebnisanzeige "Brecht-Tage 2015: Brechts Faszination an den Naturwissenschaften"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelBrecht-Tage 2015: Brechts Faszination an den Naturwissenschaften
BeschreibungBRECHT-TAGE 2015, 9.-13. Februar 2015
„Mir gefällt die Welt der Physiker“. Brecht und die Naturwissenschaften

Brechts Affinität zu den Naturwissenschaften greift so tief, dass er sich bisweilen selbst als Naturwissenschaftler zu inszenieren pflegte. Seine Vorliebe für Beweis und Experiment anstelle bloßer Appelle und Mitgefühl führte er ebenso entschieden wie keck darauf zurück, dass er „ursprünglich Naturwissenschaften studiert habe“ – eine überaus wohlwollende Auslegung seiner flüchtigen Studienlaufbahn. Später wähnte sich Brecht gar in der Rolle eines veritablen „Einstein der neuen Bühnenform“ – zumindest bis er sein Bild des zunächst bewunderten Physikers gründlich revidieren sollte. Die Brecht-Tage 2015 verfolgen Brechts Faszination an den Naturwissenschaften als substanzielle Dimension seines Schaffens.

Projektleitung: Volker Ißbrücker, Christian Hippe


Veranstaltungsort:
Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
D - 10115 Berlin

Link zur Website:
http://lfbrecht.de/events/kategorie/schwerpunkte/?schwerpunkte=Brecht-Tage2015&y=2015

Link zum Programmflyer:
http://lfbrecht.de/wp-content/uploads/2014/12/Programmheft-Brecht-Tage-2015.pdf

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Montag, 9. Februar, 20 Uhr
PODIUMSGESPRÄCH
Brechts „Galilei“: Schreckgestalt oder Ikone der Moderne?
Holger Teschke im Gespräch mit Armin Petras, B. K. Tragelehn und Michael v. zur Mühlen
Eintritt 5 €, erm. 3 €

Insgesamt liegen drei Fassungen des Stücks „Leben des Galilei“ vor, innerhalb derer Brecht entscheidende Veränderungen an seiner Galilei-Figur vornahm. Doch bedeutet dies auch eine grundsätzliche Korrektur seines Enthusiasmus für die Naturwissenschaften? Was kann der spröde Aufklärungsgestus des Stücks heute noch mitteilen? Ist Galilei nichts weiter als ein Alter Ego Brechts? Wie lässt sich heute mit dieser Figur auf der Bühne umgehen? Vier „Galilei“-Regisseure im Gespräch!

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Dienstag, 10. Februar, 20 Uhr
VORTRAG UND PODIUMSDISKUSSION
Brechts Vision eines „Theaters des wissenschaftlichen Zeitalters“
Mit Hans-Christian von Herrmann (Einführungsvortrag) und Alexander Karschnia und Eva Meyer-Keller als weiteren Diskutanten
Moderation: Barbara Gronau
Eintritt 5 €, erm. 3 €

Eine oft wiederholte Idee Brechts war es, sein Theater und seine Literatur auf ein Niveau zu bringen, das der Gegenwart des „wissenschaftlichen Zeitalters“ standhält. Wichtiges Denkbild dafür bildete das Planetarium – eine Schule der Neugier, des projizierenden Herantastens an neues Wissen und Erkenntnisse. Findet Brechts Anspruch nach wie vor Anklang? Wie steht es heute um ein Theater für die Kinder von Newton, Einstein und des Higgs-Bosons?

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Mittwoch, 11. Februar, 20 Uhr
SZENISCHE DARBIETUNG, VORTRAG, EXPERIMENTE
Brecht und die Heisenbergsche Unschärferelation
Szenische Lesung: Karin Ernst und Andrej Peter
Im Gespräch: Anne Dippel und Andreas Salzburger (CERN)
Einführung und Moderation: Lukas Mairhofer
Eintritt 5 €, erm. 3 €

Brechts Faszination an der Heisenbergschen Unschärferelation findet ihren Niederschlag in ästhetischen Überlegungen, mit denen es ihm gelingt, die Frage der Darstellbarkeit von Wirklichkeit in ein neues Licht zu rücken. Im weiteren Sinne wird die Beobachtung selbst zum expliziten Thema. In Form einer Lecture Performance mit szenischen Darstellungen einzelner Passagen aus Brechts Schriften, aus „Furcht und Elend des III. Reiches“ und „Leben des Galilei“ sowie grundlegenden Experimenten zur Veranschaulichung der Heisenbergschen Prämissen nähert sich der Abend diesem Problemfeld. Bei der szenischen Lesung handelt es sich um eine Erweiterung einer erstmals am CERN gezeigten Lecture Performance.

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Donnerstag, 12. Februar 2015, 20 Uhr
PODIUMSGESPRÄCH
Literatur und Naturwissenschaften – ein Gegensatz?
Mit Reinhard Jirgl und Harald Lesch
Moderation: Florian Felix Weyh
Eintritt 5 €, erm. 3 €

Die Trennung von Geistes- und Naturwissenschaft, von Kunst und Technik lässt sich historisch genau datieren. Seitdem gelten Literatur und Naturwissenschaften als unterschiedliche Modi des Erkenntnisgewinns und des Zugriffs auf Wirklichkeit. Andererseits aber ist die Grenze zwischen beiden immer wieder in Frage gestellt worden – nicht zuletzt durch das künstlerische Selbstverständnis Brechts.

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Freitag, 13. Februar 2015, 9:30 Uhr bis 18:30 Uhr, Eintritt frei!
ÖFFENTLICHE TAGUNG
„Brecht, Naturwissenschaften, Technologie“
Moderation/ Leitung: Hans-Christian von Herrmann
In Zusammenarbeit mit der TU Berlin

9:30 Uhr - Begrüßung

9:45 Uhr - Lukas Mairhofer (Wien): Der Spieler – eine Denkfigur der Quantenmechanik im Kaukasischen Kreidekreis

10:30 Uhr - Werner Michler (Salzburg): Brechts Biologie

11:15-11:45 Uhr - Kaffeepause

11:45 Uhr - Malgorzata Sugiera (Krakau): Nicht-/Menschliche Akteure in Brechts Theaterlaboratorium

12:30 Uhr - Katharina Brinkert (London): Brecht und die Naturwissenschaften – die Naturwissenschaften und Brecht? Eine dialektische Betrachtung

13:15 – 15:00 Uhr - Mittagspause

15:00 Uhr - Florian Becker (New York/ Berlin): Brecht und Marx zu Naturwissenschaft, Gesellschaftstheorie und theatraler Methode

15:45 Uhr - Lutz Danneberg/Andrea Albrecht (Berlin; Stuttgart): Zu Brechts Philosophie und seiner Konzeption eines „nichtaristotelischen“ Theaters im Kontext des Logischen Empirismus

16:30 – 17:00 Uhr - Kaffeepause

17:00 Uhr - Werner Wüthrich (Bern): Brecht und sein Einstein/Galilei-Stoff

17:45 Uhr - Clemens Özelt (Zürich): Brecht im Atomzeitalter

18:30 Uhr - Abschluss
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://lfbrecht.de/events/kategorie/schwerpunkte/?schwerpunkte=Brecht-...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Beginn09.02.2015
Ende13.02.2015
PersonName: Hippe, Christian Dr. 
Funktion: Projektleitung; Mitarbeiter LfB 
E-Mail: hippe@lfbrecht.de 
Name: Ißbrücker, Volker 
Funktion: Projektleitung 
E-Mail: volker@issbruecker.de 
KontaktdatenName/Institution: Literaturforum im Brecht-Haus 
Strasse/Postfach: Chausseestraße 125 
Postleitzahl: 10115 
Stadt: Berlin 
Telefon: 0302822003 
Fax: 0302823417 
E-Mail: info@lfbrecht.de 
Internetadresse: www.lfbrecht.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Dramentheorie; Leserforschung; Literatur 1880 - 1945; Literatur nach 1945; Literaturtheorie: Klassiker; Literaturtheorie: Themen; Theater (Aufführungspraxis)
Zusätzliches SuchwortBrecht, Naturwissenschaften
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.06.00 Literaturtheorie; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.07.00 Ästhetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben > 03.16.02 Schriftsteller; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.13.00 Sozialistische Literatur; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.14.00 Literatur der NS-Zeit. 1933-1945; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.15.00 Exilliteratur; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.16.00 Gattungen und Formen > 17.16.02 Drama. Theater; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.16.00 Gattungen und Formen > 17.16.04 Lyrik; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.18.00 Zu einzelnen Autoren; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989); 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.14.00 Zu einzelnen Autoren
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