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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Mikrokosmos und Makrokosmos - Meistersinger als mentalitäts- und ideengeschichtlicher Ausdruck der Stadt im späten Mittelalter und Früher Neuzeit"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelMikrokosmos und Makrokosmos - Meistersinger als mentalitäts- und ideengeschichtlicher Ausdruck der Stadt im späten Mittelalter und Früher Neuzeit
BeschreibungDer Meistersang verbindet literarische Produktion und Rezeption mit Geselligkeit in der Singschule und moralischer Belehrung im Meisterlied. Er lässt sich als Ausdruck mentalitäts- und ideengeschichtlicher Vorgänge in der Stadt im späten Mittelalter und Früher Neuzeit begreifen. Das Konzept der Tagung versteht den Meistersang als eine Art Expertenforum für Laien, innerhalb dessen sich die Möglichkeit bot, aktuelle Fragestellungen, Interessen, politische und geistig-religiöse Themen zu diskutieren. Die Singschulen der Meistersinger lassen sich als Keimzellen verstehen, in denen sich in einer Art Mikrokosmos – also in einem in sich geschlossenen, jedoch von innen nach außen wie auch von außen nach innen durchlässigen, Zirkel – darstellt, was in der Großstruktur der Stadt, dem Makrokosmos, bereits angelegt ist.
Höhepunkt der Tagung bildet das öffentliche Abendprogramm, für das das Scherer-Ensemble aus Ulm unter der Leitung von Thomas Müller gewonnen werden konnte. Das Konzert "Meistersang und Psalmenklang" bietet einen Einblick in den Meistersang des 15. und 16. Jahrhunderts und stellt diese Gattung zugleich in ihrem musik- und kulturgeschichtlichen Kontext vor. Zur Aufführung kommen Werke von Hans Sachs, Ludwig Senfl, Orlando di Lasso, Johann Sebastian Bach, Albert Lortzing, Richard Wagner u. a. Besonderes Interesse verdient die Aufführung von Teilen eines erst jüngst wieder aufgefundenen Meistersingeroratoriums von Wilhelm Tschirch aus dem Jahr 1867 sowie die Uraufführung einer Bearbeitung der Silberweise von Hans Sachs aus der Feder von Andreas Weil.

Veranstaltungsort: Forum Scientiarum, Doblerstr. 33, 72074 Tübingen

Programm:

Freitag, den 27. Februar 2015

12:30–13:30 Uhr
Stadtführung
Sabine Holtz (Stuttgart)
Treffpunkt: Brunnen vor der Stiftskirche am Holzmarkt

Tagungseröffnung
14:00–14:30 Uhr
Uta Dehnert / Julia Schmeer (Tübingen/München)

I. Meistersangsstrukturen
14:30–15:15 Uhr
Senta Herkle (Stuttgart)
Die Ulmer Meistersinger. Konstitution und Inszenierung einer Meistersingergesellschaft in der Frühen Neuzeit

II. Kunst und Tradition
15:15–16:00 Uhr
Holger Runow (München)
Über die Erfindung von Tradition. Meistersang als 'Folge' der Sangspruchdichtung

16:30–17:15 Uhr
Britta Bußmann (Mannheim)
Kontrafaktur im Wettstreit. Der Mönch von Salzburg ‚O Maria pia‘ und Peter von Sachsen ‚Maria gnuchtig, zuchtig‘ in der Kolmarer und in der Donaueschinger Liederhandschrift

17:15–18:00 Uhr
Julia Weitbrecht (Göttingen)
Antlitz, Bild, Reliquie. Zum Verhältnis von sakraler Medialisierung und narrativer Säkularisierung in der ‚Veronika II‘

Öffentliches Abendprogramm im Pfleghof (Schulberg 2)
20:15-ca. 21:45 Uhr
Scherer-Ensemble unter der Leitung von Thomas Müller (Ulm)
Meistersang und Psalmenklang


Samstag, den 28. Februar 2015

III. Transfers und Transformationen
09:00–09:45 Uhr
Gabriel Viehhauser (Bern)
'Ergers rauch ich nie erkant'. Zur generischen Hybridisierung des Ehediskurses in den Erzählliedern von Hans Folz

09:45–10:30 Uhr
Fabian Prechtl (München)
'Also schreibt Bocacius im puech von dem vngelück…' Giovanni Boccaccios ‚De casibus virorum illustrium‘ als Vorlage für Hans Sachs‘ Meistersang

11:00–11:45 Uhr
Felix Prautzsch (Dresden)
Von der Märtyrerlegende zum kirchengeschichtlichen Exempel. Transformationen des Legendarischen im nachreformatorischen Meistersang

IV. Didaxe – Praxis für den Alltag
11:45–12:30 Uhr
Uta Dehnert (Tübingen)
Reformatorische Lehren als Instrument der Sozialdisziplinierung im Meisterlied von Hans Sachs

V. Autoren
13:15–14:00 Uhr
Tanja Mattern (Düsseldorf)
Hans Sachs‘ Inventurgedicht. Meistersang zwischen Tradition und Innovation

14:00–14:45 Uhr
Horst Brunner (Würzburg)
Ein Blick in die Tönewerkstatt des Hans Sachs

14:45–15:30 Uhr
Johannes Rettelbach (Würzburg)
Resilienz und Innovation im Meistergesang nach der Reformation

VI. Rezeption und Rezeptionswege
16:00–16:45 Uhr
Christine Baro-Hone (Oxford)
Abgesang. Meisterlieder in den Dramen Jakob Ayrers (1544-1605)

16:45–17:30 Uhr
Teresa Bischoff (Nürnberg)
Das Hans Sachs Denkmal in Nürnberg von Johann Konrad Kraußer

17:30–18:00 Uhr
Schlussdiskussion

Ankündigung und Programm: http://bit.ly/1GreAbz
Bitte um Voranmeldung bis zum 22.2.2015

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://bit.ly/1GreAbz
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortTübingen
Anmeldeschluss22.02.2015
Beginn27.02.2015
Ende28.02.2015
PersonName: Dehnert, Uta [M.A.] 
Funktion: Wissenschaftliche Mitarbeiterin 
E-Mail: uta.dehnert@uni-tuebingen.de 
KontaktdatenName/Institution: Universität Tübingen, Philosophische Fakultät, Deutsches Seminar, Ältere Abteilung 
Strasse/Postfach: Wilhelmstr. 50 
Postleitzahl: 72074 
Stadt: Tübingen 
Telefon: 07071/29-75328 
E-Mail: uta.dehnert@uni-tuebingen.de 
Internetadresse: http://bit.ly/1DZE5yl 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1300 - 1500; Literatur 1500 - 1580
Ediert von  H-Germanistik
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