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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Hybridität und Mehrsprachigkeit in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und Film"
RessourcentypCall for Papers
TitelHybridität und Mehrsprachigkeit in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und Film
BeschreibungCall for Contribiutions

Homi K. Bhabhas Konzept der „Hybridität“ und des durch sie entstehenden „dritten Raums“ sind zu zentralen Formeln für die Beschreibung von Identitätskonfigurationen geworden. Sie werden vielfältig genutzt, um literarische und filmische Identitätskonstellationen von Deutschen mit Migrationshintergrund zu untersuchen. In diesem Kontext ist Hybridität einerseits geradezu eine Anforderung an Deutsche mit Migrationshintergrund geworden; andererseits erscheint sie oftmals als eine Begriffshülse für jegliche Art von als problematisch empfundenen Identitätsentwürfen.

Als ein zentrales Element transkulturell-hybrider Identitäten lässt sich sicherlich das Phänomen der Mehrsprachigkeit bestimmen. Hybride Identitätskonstellationen stehen jedoch Einstellungen und Bewertungen entgegen, die eine gesunde (Sprach)Identität mit dem Phänomen der Einsprachigkeit verbinden. Im Falle der Einsprachigkeit gehen Sprachidentität und die Kommunikationssprache der Gruppenidentität kongruent (siehe: Lüdi 1996; Oppenrieder, Thurmair 2003): d.h. Sprachidentität muss erst auf der Ebene der Gruppe gelingen, in dem der Einzelne von der Gruppe anerkannt wird. Sprache kommt hier eine zentrale identitätsstiftende Funktion zu und Sprachidentität kann auf einfachste Weise auch als Mittel der Abgrenzung gegen andere Gruppen benutzt werden.

In diesem Sinne beeinflussen Einstellungen und Bewertungen von Mehrsprachigkeit die Wahrnehmung von hybriden Identitäten. Welche Beispiele von Einstellungen und Bewertungen zum Thema Mehrsprachigkeit und hybrider Identität finde sich in der aktuellen deutschsprachigen Literatur und Film? Betrifft das Thema Mehrsprachigkeit und Hybridität auch Deutsche ohne Migrationshintergrund? Ist auch diese Gruppe bereit, Hybridität anzuerkennen und positiv zu bewerten, um sich an eine immer stärker transkulturell geprägte deutsche Gesellschaft anzupassen. Welchen Gesellschaftsschichten und -gruppen ist Mehrsprachigkeit und Hybridität überhaupt zuträglich? Wie viel Mehrsprachigkeit und Hybridität verträgt ein „Durchschnittsdeutscher“, der z.B. nicht Teil der intellektuellen Eliten ist, die ganz selbstverständlich von einem kulturellen Raum in den nächsten wechseln und sich das Neue des dritten Raums problemlos erschließen und nutzbar machen? Welche Identitätsentwürfe lassen sich anhand aktueller deutschsprachiger Literatur und Filme aufzeigen und welche Formen der Akzeptanz bzw. Ablehnung von Mehrsprachigkeit und Hybridität sind in ihnen am Werk? Inwieweit sind die literarischen Identitätsentwürfe nutzbar für den DaZ/DaF-Unterricht?

Bitte senden Sie Abstracts (ca. 250-300 Wörter) und kurze biographische Angaben (entweder auf Deutsch oder Englisch) bis zum 31. März 2015 an Dr. Martina Moeller (lektorat.rabat.daad@gmail.com). Die fertigen Artikel (10 bis 15 Seiten) sollen bis zum 1. August 2015 eingereicht werden.


Web: http://www.gfl-journal.de/

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss31.03.2015
PersonName: Dr. Martina Moeller 
Funktion: DAAD-Lektorin 
KontaktdatenName/Institution: Université Mohammed V, Faculté des Lettres, Département d'Etudes Germaniques 
Strasse/Postfach: Département d'Etudes Germaniques 3 Av. Ibn Batouta  
Postleitzahl: 1040 
Stadt: Rabat 
E-Mail: lektorat.rabat.daad@gmail.com 
LandMarokko
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