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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Aus den Archiven des Exils: faktografisches Erzählen in der Gegenwartsliteratur"
RessourcentypCall for Papers
TitelAus den Archiven des Exils: faktografisches Erzählen in der Gegenwartsliteratur
BeschreibungWorkshop:

Aus den Archiven des Exils: faktografisches Erzählen in der Gegenwartsliteratur,
Deutsches Literaturarchiv Marbach (15.02.2015)

Call for papers. Workshop für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler im Deutschen Literaturarchiv Marbach, 16.07. – 17.07.2015

In der Gegenwartsliteratur loten zahlreiche Romane den Grenzbereich zwischen historisch-biographischer Darstellung und dezidierter Fiktionalität aus. Auffällig viele Veröffentlichungen in diesem dem Faktualen zugewandten semi-fiktionalen Genre erzählen vom Schicksal namhafter Autorinnen und Autoren im Exil. Dieser Anstieg literarischer Produktion zum Exil – darin durchaus vergleichbar dem beobachtbaren Umbruch in der Exilforschung – kann als eine Folge des Generationenwechsels gewertet werden. Die Tatsache, dass gegenwärtig kaum noch massiver Ein- und Widerspruch seitens der Zeitzeugen erwartet werden muss, mag hinter dem Faktum zurücktreten, dass die Archive mit dem Tod der nun als Romanfiguren auftretenden Autoren allenthalben umfangreichen Zuwachs erfahren haben und Nachlassmaterialien zugänglich geworden sind.

Zu fragen ist: Wie lässt sich das hier skizzierte literarische Genre präziser fassen (etwa als postmoderne Weiterführung des historischen Romans oder als eine Tendenz in der Folge der einflussreichen Texte W.G. Sebalds)? Rückt das Gros der Romane, dem gegenwärtig dominanten Diskurs einer Betonung individueller Schicksale gemäß, primär identifikatorische bzw. unterhaltsame Aspekte in den Vordergrund auf Kosten einer kritischen Berücksichtigung sozio-politischer Bedingungen? Welcher narrativen Verfahren bedienen sich die Texte? Wie zeitbedingt und damit wie flüchtig ist dieses Phänomen? Welchen Anteil haben metafiktionale Elemente? In welcher Weise und mit welcher Funktion wird das Heranziehen und Nutzen von Dokumenten ausgestellt oder in den Hintergrund verwiesen? Und schließlich: Wie lässt sich die Nähe dieses Genres zum Archiv bestimmen? Führt eine so starke Fokussierung des Aspekts zu verzerrten Sichtweisen auf die literarischen Texte?

Der Workshop findet vom 16.07. – 17.07.2015 im Deutschen Literaturarchiv Marbach statt. Frau Prof. Dr. Doerte Bischoff (Leiterin der Walter-A.-Berendsohn-Forschungsstelle für deutschsprachige Exilliteratur an der Univ. Hamburg) wird am 16.07. den Abendvortrag halten.
Vorschläge einreichen können Masterkandidaten und Doktoranden. Die Auswahl trifft das Deutsche Literaturarchiv Marbach. Für die ausgewählten Teilnehmer werden die anfallenden Unterbringungskosten übernommen. Ein Anspruch auf Teilnahme besteht nicht.

Ihren Abstract im Umfang von max. 2 Seiten senden Sie bitte bis zum 15.02.2015 an die folgende E-Mail-Adresse: Susanna.Brogi@dla-marbach.de

Web: http://www.dla-marbach.de/service/stipendienprogramm/workshop/index.html

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortMarbach
Bewerbungsschluss15.02.2015
Beginn16.07.2015
Ende17.07.2015
PersonName: Brogi, Susanna [Dr.] 
Funktion: Ansprechpartnerin 
E-Mail: Susanna.Brogi@dla-marbach.de 
KontaktdatenName/Institution: Deutsches Literaturarchiv Marbach 
Strasse/Postfach: Schillerhöhe 8-10 
Postleitzahl: 71672 
Stadt: Marbach am Neckar 
Telefon: +49 7144 848-327 
Fax: +49 7144 848-390  
E-Mail: Susanna.Brogi@dla-marbach.de 
Internetadresse: http://www.dla-marbach.de/startseite/index.html 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
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