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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Raumdimensionen in der zeitgenössischen Dramatik"
RessourcentypCall for Papers
TitelRaumdimensionen in der zeitgenössischen Dramatik
BeschreibungCall for Papers

für eine Tagung, die in Kooperation mit der Friedrich Hebbel-Gesellschaft
vom Germanistischen Institut der Pädagogischen Universität, Kraków,
in Kościelisko/Zakopane, 23. – 25. April 2015, ausgerichtet wird.



Raumdimensionen in der zeitgenössischen Dramatik



Bereits in der Ästhetik des Aristoteles finden sich die drei Einheiten der Zeit, des Raumes und der Handlung, die als grundlegende Konstruktionsprinzipien des Dramas genannt werden. Mit wenigen Ausnahmen haben sich Dramatiker bis in die Neuzeit an diesen Einheiten orientiert. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden diese Prinzipien aufgebrochen. Daraus entstand eine Vielfalt von Positionen, die zu unterschiedlichen Entwicklungen führten. Seit Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts spricht man von Bühnenwerken, die zum „postdramatischen Theater“ (H.-T. Lehmann) oder zum „Metadrama“ (J. Hauthal) gerechnet werden. Sie rücken von den klassischen Forderungen an ein Theaterstück ab, zugleich auch von den Formen des epischen Theaters, wie das von Piscator/Brecht entworfene. Diese Entwicklung hat sich in den letzten Jahrzehnten verstärkt und sich besonders bei der Konzeption des Raumes eingeschrieben.
Die geplante Tagung konzentriert sich auf Funktionen von Raum sowohl im Text als auch auf dem Theater.
Raum wird nicht mehr als statisch gegebene Voraussetzung einer Realisation von Theater verstanden, also jene Bedingung, die Fischer-Lichte mit dem Begriff des „geometrischen Raumes“ belegt. Vielmehr steht Raum (sowohl in seiner theatralen wie seiner dramatischen Dimension) in einem dialektischen Verhältnis zum Geschehen. Durch ihn wird Aktion möglich, er kann aber auch selbst inszeniert werden. Darüber hinaus kann Text raumbildend sein, bzw. „Bezugsräume“ und Bedeutungsräume erschließen. Als veränderliche Dimension im Bühnengeschehen kann Raum selbst Sinnzusammenhänge konstruieren. Entsprechend diskutiert J. Schrödl (In: etum (2014) H. 1) u.a. die Präsenz von Figuren im Raum oder auch deren Absenz als genderspezifisches Moment in der Anlage von dramatischen Figuren. Raum konstatiert Machtansprüche; Raumgrenzen thematisieren Rollenwechsel der Figuren; die Stimme entfaltet ebenso Raum, wie Bewegung. Hinzukommen Fragen nach dem Einsatz von audiovisuellen Medien und deren Raumwirkungen.
Wie schon 2014 soll aus der Tagung eine Publikation hervorgehen.

Erbeten sind Beiträge von Literatur- und Theaterwissenschaftlern, gern auch von angrenzenden Disziplinen, wie der Philosophie oder der Bewegungsforschung. Wir laden ein, Ihre Exposés bis zum 31. Januar 2015 an die untenstehenden Mailadressen zu senden. Ein Anspruch auf Teilnahme besteht nicht, eine Bestätigung der Annahme Ihres Exposés erfolgt innerhalb von 14 Tagen. Für die zeitliche Planung der Tagung ist vorgesehen, dass die einzelnen Vorträge eine Rededauer von ca. 30 min nicht überschreiten. Der Konferenzbeitrag beträgt 300 PLN (Unterkunft, Konferenzmaterialien, Transfer nach/aus Kościelisko). Die Publikation der Konferenzbeiträge wird geplant.

Prof. Dr. Paul Martin Langner
Dr. Agata Mirecka, a.mirecka@gmx.net,
Tel. 0048 691093609 (Handy)
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortZakopane
Bewerbungsschluss31.01.2015
Anmeldeschluss31.01.2015
Beginn23.04.2015
Ende25.04.2015
PersonName: Agata Mirecka 
Funktion: Adiunktin/Literaturwissenschaftlerin 
E-Mail: a.mirecka@gmx.net 
KontaktdatenName/Institution: Pädagogische Universität 
Stadt: Krakau 
LandPolen
BenutzerführungDeutsch
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
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