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Ergebnisanzeige "Workshop: "Metafiktion nach der Postmoderne - Wie weiter jetzt?" "
RessourcentypVerschiedenes (Workshops, Sommerschulen u.a.)
TitelWorkshop: "Metafiktion nach der Postmoderne - Wie weiter jetzt?"
BeschreibungAbteilung für Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Wien
Gast-Workshop
„Metafiktion nach der Postmoderne – Wie weiter jetzt?“
Gestaltung: Dr. Sonja Klimek/ Tobias Lambrecht (Université de Fribourg/ CH).

Metafiktion, das Thematisieren von Fiktionalität und/oder Literatur(-produktion/-rezeption) innerhalb fiktionaler Literatur, hat in der Literatur der Neuzeit, vor allem in Romantik, Klassischer Moderne und Postmoderne, einen besonders hohen Stellenwert. Metafiktion dient in verschiedenen Konstellationen etwa zur Kritik traditioneller Darstellungsverfahren, zur literarischen Reflexion über philosophische Verunsicherungen (z.B. in den Bereichen der Erkenntnistheorie) oder schlicht zur Erzeugung von Komik.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist Metafiktion, einst ein Element tiefsinniger Avantgarde-Literaturen, längst zu einem schier allgegenwärtigen Element der Populärkultur (von Comics über Krimis bis hin zu Kinderbüchern) geworden. Doch wenn Metafiktion in der Gegenwart kein „Innovationsmarker“ mehr ist, welche Funktionen erfüllt sie dann? Und welche Formen von Metafiktion kann es in einer ästhetisch ambitionierten Literatur nach der Postmoderne, die sich vor dem Vorwurf des Rückfalls in vor-modernes, ‚naives‘ Erzählen schützen und gleichzeitig von seriell produzierter Unterhaltungsliteratur abgrenzen will, überhaupt noch geben? Liegt der Fokus weiterhin auf dem darstellungskritischen und erkenntnistheoretisch-reflexiven Potential der Metafiktion?
Anhand exemplarischer Beispiel-Analysen sollen im Workshop verschiedene Formen von Metafiktion in zeitgenössischer Literatur und ihre jeweiligen Wirkungsdispositionen herausgearbeitet und diskutiert werden. Daran anschließend sollen übergreifende Fragen der Poetik und gesellschaftlichen Relevanz zeitgenössischer metafiktionaler Erzählliteratur diskutiert werden.

Textgrundlage für die Diskussion:
Walter Moers: Ensel und Krete (2000). Helmut Krausser, UC (2003). Daniel Kehlmann, Ruhm (2009). Christian Kracht, Imperium (2012).

Zeit: Dienstag, 20.1.2015 - 14.00 – 17.00
Ort: Sensengasse 3A, Besprechungsraum 5. Stock

Dr. Sonja Klimek, Studium der Komparatistik, Germanistik und Kulturwissenschaften in Münster und Fribourg / CH, Promotion an der Université de Neuchâtel: „Die Metalepse in der phantastischen Literatur“, seit 2010 Assistentin für Allgemeine Literaturwissenschaft und Neuere deutschsprachige Literatur an der Universität Fribourg / CH.
lic. phil. Tobias Lambrecht, Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Philosophie in Fribourg / CH, Bern und Amsterdam, seit 2010 Diplomassistent an der Universität Fribourg / CH, momentan SNF-Stipendiat an der Universität Münster. Arbeitstitel des Promotionsprojektes: Nicht-Naives Erzählen. Folgen der Erzählkrise in der Postmoderne am Beispiel von biographischen Erzählverfahren bei Helmut Krausser.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWien
Beginn20.01.2015
PersonName: Sonja Klimek 
E-Mail: sonja.klimek@unifr.ch 
LandÖsterreich
BenutzerführungDeutsch
Ediert von  H-Germanistik
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