VIRTUELLE FACHBIBLIOTHEK GERMANISTIK Germanistik im Netz Logo

Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Verlängerte Frist: 6. Studierendenkongress Komparatistik 2015 (31.01.2015)"
RessourcentypCall for Papers
TitelVerlängerte Frist: 6. Studierendenkongress Komparatistik 2015 (31.01.2015)
BeschreibungDer 6. Studierendenkongress Komparatistik (SKK) in Chemnitz, der vom 5. bis 7.
Juni 2015 unter dem Thema »Literatur und Traum« stattfinden soll, richtet sich
gleichermaßen an Bachelor-, Master- und Magisterstudierende wie an Promovierende
komparatistisch arbeitender Disziplinen und möchte eine Plattform für den
studentischen wissenschaftlichen Austausch bieten. Da vor allem auch
interdisziplinäre Forschungsansätze einen Grundbestandteil des
komparatistischen Handwerks darstellen, werden nicht nur Beiträge von
Studierenden der Vergleichenden Literaturwissenschaft berücksichtigt: Wir
ermutigen ebenso Studierende aus anderen Fachrichtungen, sich mit einem Beitrag
zu bewerben, wenn darin eine komparatistische Arbeitsweise erkennbar ist. Die
Vorträge können dabei je auf bereits bestehenden Studien- und
Forschungsarbeiten basieren, müssen dies aber nicht. Neben der Möglichkeit,
eigene Forschung zu präsentieren und zu diskutieren, bietet der SKK über drei
Kongresstage hinweg Raum für den Dialog und Wissenstransfer über die
Universitätsgrenzen hinweg. Ausgewählte Beiträge erscheinen zudem im Anschluss
an den Kongress in einem Tagungsband.

Der Traum und das Träumen berühren verschiedenste Lebens- und Denkwelten; sie
spielen von der frühen Antike bis zur heutigen Zeit beständig eine Rolle in
Literatur und anderen Künsten. Dementsprechend gibt es eine Vielfalt von
kultur- und zeitspezifischen Erscheinungsformen, die der komparatistischen
Betrachtung sowohl auf inhaltlicher Ebene als auch in der theoretischen
Auseinandersetzung offen stehen. Träume können sowohl für Diegese als auch
Diegesis relevant sein -- als Teil der Darstellungswelt oder als Erzählanlass;
aber auch als Ideengeber für literarisches Schaffen oder als Teil
poetologischer Diskurse. Damit ist der Traum im doppelten Sinne eine Brücke
zwischen Faktizität und Fiktionalität: Das faktisch Geträumte kann literarisch
bearbeitet werden und somit in die Fiktion einfließen; bereits im Träumen
vermischen sich Fakt und Fiktion, Mimesis und Poiesis. Raum- und
Zeitwahrnehmung im Traum können sich vom Wachzustand unterscheiden und die
veränderte Wahrnehmung kann literarisch produktiv gemacht werden. So wird etwa
eine Raumlogik möglich, wie sie Josef K. in Kafkas "Ein Traum" erlebt, der
spazieren geht und sich nach nur zwei Schritten schon auf dem Friedhof
befindet.

Diese augenscheinliche Ambivalenz des Träumens und seine dynamischen
Beziehungsräume bieten maßgebliche Impulse für eine breitgefächerte
Auseinandersetzung. Gerade in Bezug auf das Verhältnis von Traum und Raum,
Traum und Zeit, Traum und Wirklichkeit, Traum und Wachzustand bestehen noch
zahlreiche Forschungsdesiderate, die im Rahmen des Kongresses aufgezeigt,
konkretisiert und bearbeitet werden können. Das Thema eignet sich unserer
Auffassung nach als ein maßgeblicher Teil menschlicher Erfahrungswelt besonders
auch für interkulturell orientierte und interdisziplinäre Zugangsweisen, z. B.
über Psychoanalyse, Philosophie und Anthropologie (Traum als
erkenntnisstiftendes Medium, als Verarbeitung von Welt; Traum als Utopie),
Mathematik und Physik (Bereiche von Imagination und Abstraktion in Ähnlichkeit
und Bezug zu Traum und Träumen bzw. in ihrer literarischen Verarbeitung) oder
aber die Medienwissenschaften (medialer Zugang über das geschriebene Wort
hinaus, z. B. in Film und den Bildenden Künsten).

Denkbar allgemeine inhaltliche, typologische, poetologische, literatur- und
kulturhistorische sowie medien- und gattungstheoretische Fragestellungen sollen
in folgender (keinesfalls vollständigen) Liste zusammengetragen sein und als
Anregung dienen:

1. Traum im Text
Traum und Träumen werden zum Thema von literarischen Texten. Wie wird Träumen
dargestellt und was zeichnet die Darstellung von Träumen gegenüber anderen
Themen oder dem Textganzen aus? Wie wird Träumen aufgerufen/ausgelöst? Wie
verhält sich der literarische Traum zur Erzählrealität? Welchen Kontexten
unterliegt Träumen in der Literatur? Mit welchem Anliegen Träume thematisiert,
welche Bedeutung wird ihnen im literarischen Kontext beigemessen? Welche Rolle
spielen dabei Traumdeutung und Traummetaphorik?

2. Was ist Träumen?
Traum und Träumen haben verschiedene Ausprägungen und Erscheinungsformen. Was
ist Träumen? Welche Arten von Träumen gibt es und wie lassen sie sich
kategorisieren? Wie unterscheiden sich einzelne Traumzustände/-welten von
anderen Wirklichkeiten bzw. voneinander? Wie verhalten sich Traum und
Wachzustand bzw. Traum und Realität zueinander?

3. Literatur und Traum
Traum und Träumen dienen als poetologische Konzeption von Literatur und Kunst.
Inwiefern wird in der diachronen Wahrnehmung von Literatur und Kunst als
Traumgegenstand bzw. Traum ausgegangen? Welche Möglichkeiten bietet der Traum
bei der Diskursivierung von Realität? In welchem Verhältnis stehen Traum und
Imagination respektive Vorstellungsvermögen?

4. Träumen im Wandel der Zeit
Die Darstellung und Auffassung von Träumen (in all seinen Ausprägungen) hat
sich verändert. Welche Rückschlüsse lassen sich anhand der Darstellung und des
Umgangs mit Träumen in Bezug auf die jeweiligen zeit- und kulturspezifischen
Kontexte ziehen? Wie wird das Verhältnis von Literatur und Traum im Wandel der
Zeit bewertet?

5. Mediale Formen der Darstellung von Träumen
Die Darstellung und Thematisierung von Träumen unterliegt besonderen medialen
und gattungsspezifisch Voraussetzungen. Welchen? Wie unterscheidet sich diese
Umsetzung in den jeweiligen Medien? Welche Rolle spielen raum-zeitliche
Vorbedingungen?

* Formalia *

Wer sich um einen Vortrag bewerben möchte, sendet bitte bis zum 31. Januar 2015
Folgendes an skk2015@tu-chemnitz.de:

- vorläufiger Titel des Beitrags
- ein ca. 300 Wörter umfassendes Abstract, also etwa eine Seite (Times New
Roman, 12pt, mit 1,5-fachem Zeilenabstand)
- eine Auswahlbibliographie (zählt _nicht_ unter die 300 Wörter)
- _in einem zusätzlichen Dokument_ folgende Angaben zur Person: E-Mail-Adresse,
Name, ggf. akademischer Grad, Studienort, Name der Hochschule, Fachrichtung,
ggf. Veröffentlichungen (alle Daten werden vertraulich behandelt und
gewissenhaft aufbewahrt)

Für jeden Vortrag stehen je 20 Minuten Redezeit zur Verfügung. Der Vortragstext
sollte deshalb 7 Seiten (Times New Roman, 12pt, mit 1,5-fachem Zeilenabstand)
nicht überschreiten, bei zusätzlicher Mediennutzung entsprechend weniger. Die
hauptsächliche Kongresssprache ist Deutsch, qualitativ überzeugende Beiträge in
englischer Sprache werden akzeptiert. (Kongressteilnehmer, deren Muttersprache
nicht Deutsch ist, können bei Bedarf auf Englisch begleitet werden.)

Die Auswahl der Vorträge erfolgt voraussichtlich bis Ende Februar, alle
Bewerber erhalten dann entsprechende Rückmeldung. Die Auswahl der Beiträge, die
im Tagungsband veröffentlicht werden, erfolgt im Anschluss an den Kongress vom
05. bis 07. Juni 2015; wir bitten im Voraus zu beachten und um Verständnis,
dass nicht jeder Beitrag veröffentlicht werden kann.

* Kontakt *

SKK-Organisationsteam, i.V. Benjamin Dupke
Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät: Institut für Germanistik und Kommunikation
Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft
Thüringer Weg 11 // Raum 206
09126 Chemnitz

Mail: skk2015@tu-chemnitz.de
Facebook: www.facebook.com/skk2015
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttps://www.tu-chemnitz.de/phil/skk2015/; https://www.facebook.com/skk2015
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortChemnitz
Bewerbungsschluss31.01.2015
Beginn05.06.2015
Ende07.06.2015
PersonName: Dupke, Benjamin 
Funktion: Organisator 
E-Mail: skk2015@phil.tu-chemnitz.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Erzähltheorie; Genderforschung; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur 700 - 1150; Literatur 1150 - 1300; Literatur 1300 - 1500; Literatur 1500 - 1580; Literatur 1580 - 1700; Literatur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945; Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Literaturpsychologie; Literatursoziologie; Literaturtheorie: Klassiker; Literaturtheorie: Themen
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/43846

© Virtuelle Fachbibliothek Germanistik | Letzte Änderung 14.01.2015 | Impressum | Intern