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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige ""Vernetzte Autorinnen (17. bis 19. Jhdt.)"
RessourcentypCall for Papers
Titel"Vernetzte Autorinnen (17. bis 19. Jhdt.)
BeschreibungDr. Gabriele Kämper
Müggelstr. 21 A
D-10247 Berlin
Germany
T: 030-623 59 21
Email: Gabriele.Kaemper@alumni.tu-berlin.de


Prof. Waltraud Maierhofer
German Dept.
University of Iowa
Iowa City, IA 52242-1323
USA
Email: waltraud-maierhofer@uiowa.edu


Prof. Dr. Ulrike Gleixner
Herzog August Bibliothek
Wolfenbüttel
Email: gleixner@hab.de


Sektionsvorschlag IVG 2015 „Germanistik zwischen Innovation und Tradition“

"Vernetzte Autorinnen (17. bis 19. Jhdt.)

Tongji University Shanghai, 24.08.-30.08.2015

Abstract

Die Herausbildung des Künstlers als autonomes Subjekt und schließlich als Genie ist eingebettet in Emanzipations- und Individuationsprozesse des bürgerlichen Mannes. Autorinnen und Schriftstellerinnen können sich weder in diese Position hineinschreiben, noch werden sie –zeitgenössisch wie in der Traditions- und Kanonbildung – in sie hineingelesen. Die Autonomieästhetik der Moderne hält für das weibliche Schreiben keinen Ort vor. Autorinnen schreiben und finden ihr Publikum, aber keine Niederschrift in den Wissensbeständen - sie verschwinden in der Erinnerungslosigkeit. Einzelne wenige Schriftstellerinnen ragen als ahistorische Phänomene, als Ausnahmen heraus.

Die feministische Literatur- wie Geschichtswissenschaft hat in den letzten Dekaden erhebliche Erfolge erzielt bei der Identifizierung vergessener Autorinnen und diese in Forschung, Editionen und Genealogisierung in die Literatur zurückgeholt. Die Paradoxie - und Widerständigkeit - weiblichen Schreibens angesichts der Exklusion aus dem Konzept des Künstlerischen lässt sich jedoch nicht allein in einer Archäologie des Werkes und der Biographie, sondern auch in den realen Eingebundenheiten von Schriftstellerinnen aufspüren. Anders als es die Solitäre einer konstruierten, lange nachhallenden Autonomieästhetik behaupten sollen, findet das Schreiben als literarisches, aber auch als soziales, ökonomisches, mediales, politisches usw. Geschehen in Netzwerken und Kommunikationszusammenhängen statt. Das Panel fragt nach den Korrespondenzen von Autorinnen des 17. – 19. Jahrhunderts: zu Kolleginnen und Kollegen, in Produktions- und Gewinnzonen hinein, zu Topoi und Tabus ihrer literarischen Zeitgenossenschaft, zu Wirkungsweisen und Wechselwirkungen der Gesellschaft. Die Frage gilt den Profilen literarischer Produktionsbedingungen für Autorinnen als Akteurinnen in spezifischen Kontexten.

Bewerbungsschluss: 15.01.2015
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortTongji University Shanghai
Bewerbungsschluss15.01.2015
Beginn24.08.2015
Ende30.08.2015
KontaktdatenName/Institution: Dr. Gabriele Kämper 
Stadt: Berlin 
E-Mail: Gabriele.Kaemper@alumni.tu-berlin.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeGenderforschung; Geschichte der Germanistik; Literatur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.)
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
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