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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Kolloquium zu Lukas Bärfuss "
RessourcentypCall for Papers
TitelKolloquium zu Lukas Bärfuss
BeschreibungCall for Papers

Handlungsmuster der Gegenwart
Das literarische Werk von Lukas Bärfuss (Bamberg, 17.-19.6.2015)

Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss übernimmt 2015 die 28. Bamberger Poetikprofessur. Er zählt zu den meistgespielten Dramatikern im deutschen Sprachraum: Seine Stücke – darunter „Öl“, „Die Probe“, „Der Bus (Das Zeug einer Heiligen)“ und „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“ – wurden am Deutschen Theater Berlin, dem Thalia Theater Hamburg, den Theatern Basel und Zürich sowie den Münchner Kammerspielen uraufgeführt und seither in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ebenso wie seine Dramen wurden auch die Prosatexte von Lukas Bärfuss vielfach ausgezeichnet: Für „Hundert Tage“ (2008) erhielt er unter anderem den Anna-Seghers-Preis und den Mara-Cassens-Preis, für seinen jüngsten Roman „Koala“ den Schweizer Buchpreis 2014.

Im Anschluss an die Bamberger Poetikprofessur findet vom 17.-19.6.2015 ein Kolloquium zum Werk von Lukas Bärfuss statt, das die politischen, ethischen und gesellschaftskritischen Aspekte seiner Dramen und Prosatexte in den Mittelpunkt stellt.
Bärfuss’ Texte sind literarische Experimentalanordnungen, die kollektive Handlungs- und Denkmuster am Einzelfall sichtbar machen und auf die Probe stellen: „Wie ist die Welt, in der wir uns bewegen, beschaffen, welche Gesetzmäßigkeiten gelten, warum gelten sie, und worin besteht die conditio humana genau?“(Lukas Bärfuss im Interview mit Iwona Ubermann) Sie führen die Grenzen unseres vermeintlich liberalen und aufgeklärten Menschenbildes vor, die sich im Umgang mit dem „Anderen“ zeigen. Sei es die Aggression, die eine radikale religiöse Überzeugung heute hervorzurufen vermag („Der Bus“), das Unbehagen angesichts der sexuellen Wünsche einer geistig Behinderten („Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“) oder die rassistischen und kolonialistischen Vorstellungen in der Weltanschauung eines europäischen Entwicklungshelfers („Hundert Tage“) – Bärfuss' Dramen, Novellen, Essays und Romane richten den Blick auf die neuralgischen Punkte im Selbstverständnis westlicher Gesellschaften.

Das Kolloquium wird mit der letzten Poetikvorlesung von Lukas Bärfuss am Mittwoch, den 17. Juni, eröffnet. Am 18. und 19. Juni folgen Vorträge von Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftlern, Theaterschaffenden sowie Literaturkritikern – im Dialog mit dem Autor, der am Kolloquium teilnimmt. Die Tagungsbeiträge erscheinen in der Reihe „Poiesis. Standpunkte zur Gegenwartsliteratur“ (Wallstein-Verlag, Göttingen).

Der Call for Papers richtet sich insbesondere an Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden der Literatur- und Theaterwissenschaften. Fahrt- und Übernachtungskosten können voraussichtlich übernommen werden.

Bitte senden Sie bis zum 30. Januar 2015 ein Abstract für einen 30minütigen Vortrag (ca. 300 Wörter) sowie eine kurzen wissenschaftlichen CV an:
friedhelm.marx@uni-bamberg.de


Veranstalter:
Prof. Dr. Friedhelm Marx
Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
An der Universität 5
96047 Bamberg
Tel. +49 – 951- 8632120
Fax +49 - 951 - 8635120
http://www.uni-bamberg.de/germ-lit1/
https://www.facebook.com/NdLBamberg

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBamberg
Bewerbungsschluss30.01.2015
PersonName: Prof. Dr. Friedhelm Marx 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: friedhelm.marx@uni-bamberg.de 
KontaktdatenName/Institution: Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft 
Strasse/Postfach: An der Universität 5 
Postleitzahl: 96047  
Stadt: Bamberg 
Telefon: 0951-8632120 
Internetadresse: http://www.uni-bamberg.de/germ-lit1/ 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft
Klassifikation19.00.00 1990 bis zur Gegenwart; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.01.00 Forschung; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.13.00 Zu einzelnen Autoren
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