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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "IVG 2015 Sektion A2 „Text und (hyper)mediale Kultur“"
RessourcentypCall for Papers
TitelIVG 2015 Sektion A2 „Text und (hyper)mediale Kultur“
BeschreibungSektion A 2 „Text und (hyper)mediale Kultur“

XIII. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG): Germanistik zwischen Tradition und Innovation, Shanghai, 23.-30.8.2015

Kongresswebseite:http://www.ivg2015-tongji.com

Call for Papers Sektion A 2

Sektionsbeschreibung

Sprache und kommunikative Praktiken treten im Kontext der Kultur auf und zugleich konstituieren sie ihn mit. Kulturelle Aktivitäten können auf die Veränderung oder Beeinflussung von natürlichen Gegebenheiten oder Prozessen nach vorgedachten Konzepten gerichtet sein oder auch ideelle und geistige Konstrukte betreffen sowie das Organisieren menschlichen Gemeinwesens. Auf diese Weise entsteht einerseits eine materielle Kultur, andererseits eine ideelle Wirklichkeit, eine gemeinsame Vorstellungs- und Symbolwelt.

In Anlehnung an George Berkeley kann Antos (2007) zufolge nur das in einer Kultur als real existierend betrachtet werden, was wahrgenommen werden kann. Kognitive Inhalte müssen also externalisiert und materialisiert werden, nur dann werden sie sichtbar gemacht. Dies geschieht zuerst durch die visuelle Wahrnehmbarkeit von Sprache als Schrift, schließlich durch ganze Texte. Traditionelle Bücher und Texte gelten als sprachliche Formen sozialer Kognition, als fassbare Manifestationsformen des Wissens und des kulturellen Gedächtnisses, sogar als sprachliche Konstitutionsformen von Wissen. In der aktuellen Kulturstufe, die als hypertextuelle und mediale bezeichnet werden kann, ist das Internet ihr prototypischer Träger. Die Externalisierung der kognitiven Inhalte vollzieht sich im Rahmen des Internet auf eine andere Weise: Die traditionelle Schriftkultur wird durch eine externe Speicherstruktur, also durch das programmierte Netz der Verknüpfungen ersetzt. Auf der anderen Seite wird das heutige Zeitalter ikonisch genannt, denn eine multimediale Bilderwelt, das Visuelle ersetzt und ergänzt das früher dominante Medium der gesprochenen und geschriebenen Sprache.

In einer modernen, funktional differenzierten Gesellschaft kann nun davon ausgegangen werden, dass die Kommunikationen in wohl allen sozialen Systemen von den Errungenschaften der neuen Verbreitungsmedien und Techniken und damit von der hypertextuellen Kultur Gebrauch machen bzw. sie mitgestalten. Durch das Internet werden die in der Kommunikation genutzten semiotischen Systeme verstärkt sichtbar und es zeigt sich, welche semiotischen Strukturen von einzelnen Bereichen präferiert werden. Dies hängt allerdings nicht nur von den technischen Möglichkeiten ab, sondern von den dem System eigenen Operationen.

Fragestellungen
1. Welche Konzepte und geistigen Konstrukte resultieren aus der hypertextuellen Kultur und wie werden sie versprachlicht bzw. visualisiert?
2. Welche sozialen Systeme greifen auf welche semiotischen Systeme in ihren Kommunikationen zurück und wodurch ist dies bedingt?
3. Welche sozialen Netzwerke/Netzgemeinschaften entstehen in der digital vermittelten Kommunikation? Zu welche Pfaden und Zusammenhängen zwischen den einzelnen registrierten Benutzern führt jeweils „Social Software“?
4. In welchen sozialen, kulturellen und material-medialen Szenarien realisieren sich sprachliche Handlungen? Welche Faktoren über technische hinaus beeinflussen die Kommunikation und die Selektion semiotischer Strukturen im Internet?
5. Welche semiotischen Ressourcen werden zu welchen Zwecken gebraucht? Worauf beruhen Visualisierungstechniken? Welche kommunikativen Funktionen leisten Text-Bild-Gefüge?


Bitte senden Sie nach dem Muster des Anmeldeformulars auf Seite 3 dieses Schreibens Ihren Vorschlag an die folgende E-Mail-Adresse:

E-Mail: 2015ivg@gmail.com

Die Anmeldung zum Kongress und zur Sektion muss zudem online über die Kongress-Website der IVG erfolgen. Für weitere Informationen über die Konferenz besuchen Sie bitte die IVG-Shanghai Webseite: http:ivg2015-tongji.com/.

Leiterin
Prof. Dr. Christina Gansel
Ernst-Moritz-Arndt-Universität
Institut für Deutsche Philologie
Greifswald, Deutschland

Koleiterin
Prof. Dr. Ewa Żebrowska
Universität Olsztyn
Lehrstuhl für Germanistik
Olsztyn, Polen

Koleiter
Prof. Dr. Stojan Bračič
Universität Ljubljana, Filozofska fakulteta
Oddelek za germanistiko
Ljubljana, Slowenien


IVG Anmeldungsmuster für Referate

Name und Vorname Sektion(Nr.) A2
Institution

Titel
Mail
Vortragstitel* (max. 150 Zeichen, etwa 15 Wörter)

Abstract* (max. 2000 Zeichen, etwa 200 Wörter)

Bemerkungen (max. 100 Zeichen, etwa 10 Wörter)

Anmerkungen:
Die Deadline für die Anmeldung: 31.12.2014
Die Deadline für die Überweisung des Mitgliedsbeitrags:
Vor dem 31.03.2015 Nach dem 31.03.2015
100 EURO / 900 RMB 120 EURO / 1080 RMB

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortShanghai
Bewerbungsschluss31.12.2014
Beginn23.08.2015
Ende30.08.2015
PersonName: Gansel, Christina (Prof. Dr.) 
Funktion: Sektionsleitung 
E-Mail: gansel@uni-greifswald.de 
KontaktdatenName/Institution: Universität Greifswald 
Strasse/Postfach: Rubenowstr. 3 
Postleitzahl: 17487 
Stadt: Greifswald 
Telefon: 03834863416 
E-Mail: gansel@uni-greifswald.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLinguistik; Sprache in den Medien / Medienwissenschaft (Sprache in Massenmedien, Internet und Hypertext, Medienentwicklung); Sprachphilosophie / Kommunikationstheorie (Sprachtheorie, Sprachbegriffe); Textlinguistik (Textbegriff, Textgrammatik, Textsorten, Hypertexte, Textsortengeschichte)
Klassifikation02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl); 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl) > 02.07.00 Textwissenschaft; 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl) > 02.10.00 Sprache im 20. Jahrhundert. Gegenwartssprache
Ediert von  H-Germanistik
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