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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Mittel- und Osteuropa im Gegenwartsfilm"
RessourcentypCall for Papers
TitelMittel- und Osteuropa im Gegenwartsfilm
BeschreibungMittel- und Osteuropa im Gegenwartsfilm
Interdisziplinäre Tagung zum Kino aus und über Mittel- und Osteuropa (MOE)

Roman Polański, Andrzej Wajda und Krzysztof Kieślowski für das polnische Kino, Miloš Forman und Jiří Menzel für den tschechischen Film, Michael Curtiz und Alexander Korda für das Kino in Ungarn: Dies sind nur einige der Namen, die als international bekannte Regisseure, ob gewollt oder ungewollt, für das Kino ihrer Heimatländer stehen und auf diese Weise Selbst- und Fremdbilder prägen sowie gesellschaftliche Diskurse mitgestalten. Neben diesen Größen der jeweiligen Länderkinos gibt es allerdings auch eine breite, wenngleich eher unbekannte Palette an low-budget-Produktionen, die die eigentliche Vielfalt des Kinos in MOE ausmachen, wie sich beispielsweise an der „rumänischen Welle“ ablesen lässt.

Die gegenwärtige, heterogene Filmlandschaft in und über MOE ist das Erkenntnisinteresse der interdisziplinären Tagung, die sich Spielfilmen wie Dokumentationen gleichermaßen widmet. „MOE im Gegenwartsfilm“ bezieht sich dabei auf die Darstellung der jeweiligen Länder im Film aus östlicher oder westlicher Sicht, meint also einerseits ein spezifisches Kino in und aus MOE, das signifikante Unterschiede zum Kino des Westens aufweist, sich diesem aber gegebenenfalls auch annähert. Andererseits soll es um den Blick ‚westlicher‘ Regisseure auf die Länder in MOE gehen. Gemeint sind folglich Arbeiten von Regisseuren aus einem MOE-Land – oder auch aus der ‚Diaspora‘ – als filmische Reflexion über ihre Heimat sowie Filme von Regisseuren, die ursprünglich nicht aus MOE stammen, sich aber mit diesen Ländern in ihrem Werk auseinandersetzen.

Folgende Leitfragen für Vortragsthemen sind denkbar:
Wie werden Menschen, Kulturen, Sprachen usw. der Länder MOEs im Gegenwartsfilm verhandelt?
Lassen sich, ausgehend von den einschneidenden Weltereignissen (Wende 89/90, 9/11, Weltwirtschaftskrise…), gegenwärtig verschiedene Wellen/Phasen innerhalb der Länderkinos ausmachen?
Kommt dem WWII und dem Holocaust thematisch nach wie vor eine besondere Bedeutung zu? Welche Erinnerungsmodi hinsichtlich dieser Themen existieren?
Lassen sich dieses Sujet betreffend Unterschiede oder Gemeinsamkeiten in der Bearbeitung im Vergleich zu früheren Filmphasen herausarbeiten?
Wodurch zeichnet sich der ‚westliche‘ Blick auf MOE aus? Gibt es einen signifikanten Unterschied des ‚östlichen‘ Blicks auf die eigene Kultur? Ergo: Welche Selbst- und Fremdbild existieren im Kino aus und über MOE?
Lassen sich Westalgie respektive Ostalgie aus den Filmen ableiten? Welche nationalen Mythen werden (de-) konstruiert?
Welchen Stellenwert nimmt das Kino im jeweiligen Land und/oder weltweit ein? Welche gesellschaftliche Wirkung hat es? Ist es dazu befähigt, zu beeinflussen?
Ordnet sich die Ästhetik des MOE-Kinos dem gegenwärtigen Hollywood Mainstream-Kino unter oder geht sie eigene Wege?
Welche Bedeutung kommt der Sprache in den Filmen zu und welche sprachlichen Besonderheiten weisen die Filme auf?
Wie wird auf der sprachlichen Ebene eine filmische Deutungsrichtung vorgegeben?

Derlei Themen sind ebenso denkbar wie weitere Fragestellungen, deren Vorschläge gerne entgegengenommen werden.


Tagungsinformationen

Angesprochen sind WissenschaftlerInnen aus Film-, Sprach-, Kultur-, Literatur- und Medienwissenschaften, deren Projekte sich dem fiktionalen und dokumentarischen Film über MOE widmen. Willkommen sind Beiträge, die sich der Darstellung politischer und zeitgeschichtlicher Ereignisse ebenso zuwenden wie den kulturellen und ästhetischen Spezifika des Kinos in und über MOE.

Die Vortragsdauer sollte 20 Minuten nicht überschreiten. An jeden Beitrag soll sich eine ebenfalls 20-minütige Diskussion von inhaltlichen Aspekten, Forschungsfragen und Methoden anschließen. Die präferierte Vortragssprache ist Deutsch. Alle für die Tagung ausgewählten Abstracts werden in einem Reader zusammengestellt, eine Publikation der Vorträge als Sammelband ist geplant. Eine Übernahme der Reisekosten wird angestrebt, kann aber derzeit noch nicht fest zugesagt werden.

Um Vortragsvorschläge mit maximal 400 Wörtern sowie knappe Angaben zu Person und Publikationsliste bitten wir bis 15. Dezember 2014 an: anna-maria.meyer@uni-bamberg.de und corina.erk@uni-bamberg.de.

Die Tagung findet von Freitag, den 17. Juli bis Sonntag, den 19. Juli 2015 an der Universität Bamberg statt.

Organisatorinnen: Dr. Anna-Maria Meyer, Corina Erk, M.A.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.uni-bamberg.de/slavling/leistungen/forschung/tagungen/moe-i...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBamberg
Bewerbungsschluss15.12.2014
Beginn17.07.2015
Ende19.07.2015
PersonName: Meyer, Anna-Maria [Dr.] 
E-Mail: anna-maria.meyer@uni-bamberg.de 
Name: Erk, Corina [M.A.] 
E-Mail: corina.erk@uni-bamberg.de 
LandDeutschland
Ediert von  H-Germanistik
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