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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Studierendentagung „Germanistik meets Schule“ – Jenaer Gespräche über die theore- tische und praktische Ausbildung von Lehrämtern"
RessourcentypCall for Papers
TitelStudierendentagung „Germanistik meets Schule“ – Jenaer Gespräche über die theore- tische und praktische Ausbildung von Lehrämtern
BeschreibungStudierendentagung „Germanistik meets Schule“ – Jenaer Gespräche über die theoretische und praktische Ausbildung von Lehrämtern

8./9.5.2015, Friedrich-Schiller-Universität Jena




Universität und Schule, Theorie und Praxis scheinen insbesondere für Lehramtsstudierende zwei voneinander isolierte Welten zu sein, deren wechselseitige Bedingtheit oft nicht hinreichend deutlich wird. Dass neben affektiv-motivationalen Prägungen auch kognitive Aspekte in Form von fachwissenschaftlichen, -didaktischen und pädagogischen Kenntnissen zum professionellen Kompetenzkonstrukt der Lehrperson hinzuzählen, ist nachvollziehbar, unter angehenden LehrerInnen keimt dennoch die kritische Frage auf, wie die in Vorlesungen und Seminaren auf hohem Niveau vermittelten Wissensbestände für schulische Belange frucht- bar gemacht werden können. Der Vorwurf, dass der Bezug zum späteren Berufsfeld in der ersten Phase der Lehrerausbildung fehle, macht auch vor der Germanistik nicht Halt:

Warum gibt es beispielsweise Veranstaltungen zur mittelalterlichen Literatur und Sprache, wenn dieser Themenbereich in den Bildungsstandards und Lehrplänen gar nicht explizit verankert ist?

Wie soll es gelingen, grammatische Theorien so zu reduzieren, dass SchülerInnen nicht abgeschreckt und überfordert werden, aber trotzdem ein folgerichtiger Unterricht stattfindet?

Diesen und anderen scheinbaren Widersprüchen im Feld des zukünftigen Deutschunterrichts will die universitätsübergreifende Studierendentagung einer differenzierten Reflexion unter- ziehen.

Ziel ist es, nicht nur auf Klagen über den fehlenden Praxisbezug stehen zu bleiben, sondern mit Lehramtsstudierenden des Faches Deutsch sowie mit Akteuren aus der universitären Lehre und Schule in einen gewinnbringenden Dialog zu treten, gegenseitiges Gehör zu finden und einen Überblick über die Perspektivenvielfalt zu erhalten.

Neben einleitenden Vorträgen von LehrerInnen, DozentInnen, ReferendarInnen und FachreferentInnen des nordrhein-westfälischen Landesinstituts sollen primär Studierende zu Wort kommen und ihre Erfahrungen und Überlegungen zur Verortung und/oder Überwindung des Theorie-Praxis-Konflikts innerhalb der DeutschlehrerInnenausbildung präsentieren.

Hierbei bilden die folgenden Leitfragen den Rahmen der Tagung:

• Wie lassen sich fachwissenschaftliche Wissensbestände im Bereich der Literatur- und Sprachwissenschaft für deutschdidaktische Fragestellungen (z.B. Lehrwerkanalyse, Diagnose von Lernergebnissen, Arbeit mit Schülervorstellungen, Umgang mit den Bildungsstandards) fruchtbar machen?
• Welche domänenspezifischen Kompetenzen gilt es wie und warum mit Blick auf die
Berufspraxis auszubilden?



• Welche Erfahrungen haben Sie bei der Konzeption und/oder Durchführung von Lite- ratur- und/oder Sprachunterricht gesammelt und welche Schlussfolgerungen ziehen Sie aus fachwissenschaftlicher und -didaktischer Perspektive für die universitäre Ausbildung?
• Wie können Sie die Erfahrungen aus dem als SchülerIn erlebten Deutschunterricht mit der universitären Lehre verknüpfen? Welche Chancen und Grenzen sehen Sie sich mit Blick auf Praktikum und Referendariat gegenübergestellt?


Es besteht die Möglichkeit,

• bereits verfasste oder geplante Hausarbeiten, die sich der Vernetzung von Fachwissenschaft und -didaktik annehmen, vorzustellen,
• Erfahrungen und Erlebnisse aus der Praxisphase unter fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Perspektive zu reflektieren (z.B. erprobte Unterrichtskonzepte, Hospitationen, außerschulische Lernorte),
• verschiedene Modelle der universitären Deutschlehrerausbildung (Praktikumsgestaltung, Struktur von Lehrveranstaltungen, Angebote außerhalb der Veranstaltungen) aufzugreifen und hinsichtlich ihrer Chancen und Grenzen zu diskutieren.

Zentral ist jedoch, dass allgemeindidaktische Problemlagen in den Hintergrund rücken und germanistische Themenfelder (sowohl im literatur- als auch im sprachwissenschaftlichen Bereich) im Vordergrund stehen.

Als Präsentationsform können Sie entweder einen 15-minütigen Vortrag (+ 15 Minuten öffentliche Diskussion) oder die Gestaltung eines Posters, an dem Sie nach einer 2-minütigen Vorstellung mit den TagungsbesucherInnen diskutieren können, wählen. Hierbei können Sie allein oder aber in einer Gruppen aktiv werden.

Bitte verfassen Sie bis zum 16.02.2015 ein kurzes Abstract (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen und ggf. Literaturangaben) über Ihren geplanten Beitrag (Titel, thematischer Schwerpunkt, Fragestellung(en), Bezug zur Tagung) und geben Sie auch die von Ihnen präferierte Präsentationsform an.

Es wird sich bemüht, Reise- und ggf. Übernachtungskosten zu erstatten. Ein gemeinsames Abendessen ist geplant, um die Gespräche auch in einem informelleren Rahmen zu vertiefen.

TeilnehmerInnen, die als ZuhörerInnen keinen Beitrag gestalten möchten, sind herzlich will- kommen, melden sich bitte dennoch per Mail an.





Ansprechpartnerinnen für Fragen, Anmeldung und die Einreichung der Abstracts:


Maria Geipel
Friedrich-Schiller-Universität Jena Lehrstuhl für Fachdidaktik Deutsch Telefon: 03641/9-44203
Mail: maria.geipel@uni-jena.de

Jennifer Koch
Friedrich-Schiller-Universität Jena Lehrstuhl für Ältere deutsche Literatur Telefon: 03641/-944205
Mail: jennifer.koch@uni-jena.de
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortJena
Bewerbungsschluss16.02.2015
Beginn08.05.2015
Ende09.05.2015
PersonName: Geipel, Maria  
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: Maria.Geipel@uni-jena.de 
Name: Koch, Jennifer 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: Jennifer.Koch@uni-jena.de 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Germanistische Literaturwissenschaft Jena/ Lehrstuhl für Fachdidaktik Deutsch und Lehrstuhl für Germanistische Mediävisitk 
Strasse/Postfach: Fürstengraben 14 
Postleitzahl: 07743 
Stadt: Jena 
Telefon: 03641/944205 
LandDeutschland
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