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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Konstruktionen des Glücks in deutschsprachigen Kulturen und deutschsprachigen Gesellschaften"
RessourcentypCall for Papers
TitelKonstruktionen des Glücks in deutschsprachigen Kulturen und deutschsprachigen Gesellschaften
BeschreibungCall for Papers. Germanistik in Ireland Vol 10, 2015
Constructions of Happiness in German-Language Culture and German-speaking Societies/ Konstruktionen des Glücks in deutschsprachigen Kulturen und deutschsprachigen Gesellschaften

Was bedeutet Glück für den Einzelnen und wie werden persönliche Vorstellungen von Glück geformt? Welche Funktion hat Glück bei der Konstruktion sozialer, politischer und kultureller Identitäten? Von der Philosophie bis zur Philologie, von Medizin- bis zur den Wirtschaftswissenschaften beschäftigen sich die unterschiedlichsten Fächer seit langem mit solchen Fragen – dabei scheinen in der Forschung zu diesem Thema zwei Erkenntnisse vorherrschend zu sein: zum einen die Abhängigkeit von Glück von der Befriedigung körperlicher und seelischer Bedürfnisse, und zum anderen die Verbindung zwischen persönlichem Glück und den moralischen und sozialen Rahmenbedingungen, durch die Gemeinschaften strukturiert werden. Der Glücksdiskurs ist die Geschichte der Beziehung zwischen diesen beiden Dimensionen; die historischen und kulturspezifischen Ausformungen der Artikulation von Glückskonzepten gewähren Einblick in sich verändernde Konzepte von Raum, Zeit und Geschichte, sowie von sozialen, kulturellen, moralischen und wirtschaftlichen Wertsystemen.

Wenn die Beschäftigung mit dem Thema Glück auch keineswegs neu ist, so wurde in jüngster Zeit doch ein enormer Anstieg des Interesses an diesem Thema vermerkt (Tanzer, 2011; Corkhill und Hammerstein, 2011): 2011 wurde eine UN- Resolution verabschiedet, die Regierungen dazu aufruft den ‚pusuit of happiness′ zum Bestandteil ihrer Politik zu machen. Gleichzeitig begann man mit der Sammlung von Daten für einen World Happiness Index. Schon die flüchtigste Internetsuche führt zu einer Flut von Selbsthilfe-Büchern zu diesem Thema. Dies deutet darauf hin, dass uns die Suche nach dem Glück heute stärker beschäftigt als je zuvor. Die Zielvorstellung vom ‚Glück für alle’, dieses Projekt der Aufklärung, scheint also immer noch Gültigkeit zu haben und liegt der Überzeugung zu Grunde, dass Gesellschaften mit den richtigen politischen Maßnahmen das Gefühl des Wohlbefindens ihrer Mitglieder optimieren können (Veenhoven, 2011). Andererseits ließe sich argumentieren, dass diese anhaltende Beschäftigung mit dem Thema eine Art ‚Tyrannei des Glücks′ (Laszlo, 2012) signalisiert, bei der die Übernahme persönlicher Verantwortung für das eigene Wohlbefinden letztlich der Agenda des reibungslosen Funktionierens neoliberaler, kapitalistischer Gesellschaften dient (Dunkl, 2013).

Die thematische Sektion des nächsten Jahrbuchs Germanistik in Ireland (vol. 10, 2015) wird sich mit der Konstruktion von Glück in den deutschsprachigen Kulturen beschäftigen. Wir laden zu Beitragsvorschlägen unter anderem zu den folgenden Themengebieten ein:

• Glückskonzepte und die deutsche intellektuelle Tradition
• Die ‘Glücksindustrie’ und die Medien
• Transnationale und interkulturelle Glückskonzepte und -konstruktionen
• Beziehung zwischen Glück und Unglük in deutschsprachiger Kunst, Kultur und Literatur und das Konzept einer deutschen “Scham vor dem Glück” (Kinder, 1983)
• Geschlechtsspezifische Konzepte und Konstruktionen von Glück
• Soziolinguistische Dimensionen der Glücksdiskurses in der deutschsprachigen Welt

Für den nicht-thematischen Teil des Jahrbuchs heißen wir wie üblich Einsendungen zur gegenwärtigen Forschung aus allen Bereichen der Germanistik / German Studies willkommen. Beiträge dürfen auf Deutsch oder auf Englisch verfasst sein. Beitragsvorschläge sollten bis zum 20. Oktober 2014 elektronisch an beide Herausgeberinnen geschickt werden (strumper.krobb@ucd.ie, gillian.pye@ucd.ie). Bitte fügen Sie Ihrer E-mail eine Beitragsskizze von höchstens 300 Wörtern bei und geben Sie Ihre derzeitige oder letzte Affiliation an. Der Abgabetermin für die fertigen Artikel ist der 16. Januar 2015. Beiträge sollten den Umfang von 6000 Wörtern nicht übersteigen.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://germaninireland.org/
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss20.10.2014
PersonName: Gillian Pye, Sabine Krobb 
Funktion: Herausgeberinnen 
E-Mail: gillian.pye@ucd.ie, strumper.krobb@ucd.ie 
KontaktdatenName/Institution: Germanistik in Ireland, Jahrbuch der German Studies Association of Ireland 
Strasse/Postfach: School of Languages and Literatures, University College Dublin 
Postleitzahl: Dublin 4 
Stadt: Dublin 
Telefon: 00 353 716 8187 
Fax: 00 353 716 1175 
E-Mail: gillian.pye@ucd.ie, strumper.krobb@ucd.ie 
Internetadresse: www.germaninireland.org 
LandIrland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeDeutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache; Literaturwissenschaft; Genderforschung; Geschichte der Germanistik; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur 700 - 1150; Literatur 1150 - 1300; Literatur 1300 - 1500; Literatur 1500 - 1580; Literatur 1580 - 1700; Literatur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945; Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Literaturtheorie: Themen
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