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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "libri liberorum 16 (2015), Heft 45"
RessourcentypCall for Papers
Titellibri liberorum 16 (2015), Heft 45
BeschreibungCfp libri liberorum 45 – Interferenzen


"Libri liberorum" ist eine Fachzeitschrift zur österreichischen Kinder- und Jugendliteraturforschung.


Das thematische Spektrum zum Heft Nr. 45

Mit "libri liberorum" H. 45 möchten wir das Spektrum „Interferenzen“ zwischen allgemeiner und Kinder- und Jugendliteratur fokussieren, im Speziellen das Phänomen „Crosswriting“. Der Schwerpunkt soll auf Werken deutschsprachiger, insbesondere österreichischer, AutorInnen liegen, deren literarisches Schaffen sowohl kinder- und jugendliterarisch als auch erwachsenenliterarisch adressiert ist. Das begleitende Phänomen der Doppelsinnigkeit bzw. der Mehrfachadressierung soll dabei eher im Hintergrund bleiben. Das Heft versteht sich somit als Fortsetzung und Erweiterung von "libri liberorum" H. 39 (2012), in dem Texte von H.C. Artmann, F. Mayröcker, E. Gerstl, B. Frischmuth, P. Turrini, W. Haas, Franzobl und M. Stavarič behandelt wurden; dieses Spektrum soll durch den Blick auf inzwischen neu erschienene einschlägige Werke fortgesetzt und durch Rückblenden bis in den Zeitraum vor und nach 1945 erweitert werden.

Daraus ergeben sich beispielsweise folgende Themenfelder:

• Autobiografische Dimensionen:
Zu fragen ist in diesem Zusammenhang, welchen Stellenwert das kinder- und jugendliterarische Schaffen innerhalb des Textkorpus eines/einer AutorIn einnimmt. Stehen die verschiedenen Werke gleichwertig nebeneinander oder nehmen sie nur in einer bestimmten Schaffensperiode einen größeren Stellenwert ein? Auch eröffnet die Frage nach dem Entstehungskontext interessante Perspektiven auf das Phänomen „Crosswriting“. So hat beispielsweise die Journalistin und Schriftstellerin HERTHA PAULI erst im amerikanischen Exil auf Anregung ihres Verlages kinder- und jugendliterarische Werke verfasst und erlangte mit ihrem Kinderbuch über die Herkunft des Liedes "Stille Nacht" ihren größten Erfolg.

• literarische Vernetzungen:
Es ist unbestritten, dass das erwachsenen- sowie das kinder- und jugendliterarische Schaffen von AutorInnen häufig eng miteinander verzahnt ist, wie das beispielsweise im Werk MARLEN HAUSHOFERS der Fall ist. In besonderer Weise stellt sich hier die Frage, inwiefern das erwachsenliterarische und das kinder- und jugendliterarische Werk von SchriftstellerInnen einander ergänzen bzw. auch aufeinander verweisen.

• literarische Übersetzungen:
Nicht selten überführen LiteratInnen einen erwachsenenliterarischen Text nachträglich in die Form eines Kinder- und Jugendbuches (oder umgekehrt). Zu fragen ist beispielsweise in diesem Zusammenhang, worin konkret Unterschiede in der Translation in das jeweils andere literarische Feld liegen. Auch ist zu beobachten, dass AutorInnen bestimmte Themen (z. B. Kriegskindheit) einmal erwachsenenliterarisch und ein anderes Mal kinder- und jugendliterarisch verarbeiten. Ein besonderes Beispiel ist der Vergleich von PETER HÄRTLINGS Roman "Nachgetragene Liebe" (1980) mit seinem Kinderroman "Krücke" (1987); ebenso ist die stoffliche Übersetzung von dem einen in das andere Medium möglich. So hat beispielsweise HEINZ R. UNGER den Monolog "Der Herr Karl" (1961) von Carl Merz und Helmut Qualtinger in dem Theatertext "Unten durch" (1979) aufgegriffen. Dieser Text diente ihm dann später wieder als Grundlage für sein Kinder- und Jugendbuch "Das Kellerkind" (1995).

• diachrone Perspektive auf das Phänomen „Crosswriting“
Der Schwerpunkt dieser Ausgabe liegt zwar auf Texte des 20. Jahrhunderts, aber eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob und inwiefern sich Unterschiede zwischen älteren Textbeispielen und jüngeren Werken nach 2000 von „Crosswritern“ benennen lassen, ist durchaus erwünscht und zu begrüßen.

Diese Themenfelder stellen freilich nur Anregungen für das sehr breite Feld „Crosswriting“ dar. Andere Schwerpunktsetzungen und thematische Bezüge sind durchaus möglich. Den Rahmen bilden nur folgende (bereits genannte) Parameter: (frühes) 20. Jahrhundert, deutschsprachige, vorzugsweise österreichische, Texte und das konkrete Phänomen Schreiben in separaten Werken für ein kindliches/jugendliches und erwachsenes Publikum.

Zeitplan:

Bei Interesse, einen Beitrag zu konkretem Thema in der Zeitschrift "libri liberorum" zu veröffentlichen, bitten wir Sie, die folgenden Termine einzuhalten:

• Rückmeldung mit Titel und kurzem Abstract sowie Ihrer Kurzbiographie bis Mitte Oktober 2014 an die Adresse oegkjlf@univie.ac.at mit Betreff „lili 45“; Ansprechperson ist Kerstin Gittinger.
• Entscheidung über die eingelangten Vorschläge und Verständigung der BeiträgerInnen durch das Redaktionsteam (editorial board) erfolgt bis Ende Oktober
• Abgabe der Beiträge bis Mitte Februar 2015
• Redigierung bis Ende März 2015
• Auslieferung des Heftes im April 2015

Nähere Infos s.a. homepage der ÖG-KJLF: http://www.oeg-kjl-f.at/

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss15.10.2014
PersonName: Kerstin Gittinger 
Funktion: Mitherausgeberin 
E-Mail: kerstin.gittinger@univie.ac.at 
KontaktdatenName/Institution: Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung, Universität Wien, Philologisch-Kulturwissenschaftliches StudienServiceCenter 
Strasse/Postfach: Spitalgasse 2-4, Hof 2/9 (1.9.) 
Postleitzahl: A-1090 
Stadt: Wien 
Telefon: +43 (0)1 4277 - 45029 
E-Mail: oegkjlf@univie.ac.at 
Internetadresse: http://www.oeg-kjl-f.at/ 
LandÖsterreich
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLeserforschung; Literaturdidaktik; Literaturpsychologie
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.14.00 Literatursoziologie; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.09.00 Gattungen und Formen > 05.09.07 Kinder- und Jugendliteratur
Ediert von  H-Germanistik
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