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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Limbus: Australisches Jahrbuch für germanistische Literatur- und Kulturwissenschaft / Australian Yearbook of German Literary and Cultural Studies 9 (2016): Besuch / Visit"
RessourcentypCall for Papers
TitelLimbus: Australisches Jahrbuch für germanistische Literatur- und Kulturwissenschaft / Australian Yearbook of German Literary and Cultural Studies 9 (2016): Besuch / Visit
BeschreibungCall for Papers
Band 9 (2016): Besuch / Visitation

Vornehmlich die philosophische Tradition hat sich mit dem “Gast” auseinandergesetzt. Die Auseinandersetzung reicht vom Platonischen Symposium und seinen Tischreden über Eros und Liebe bis zu Derridas Wiederaufnahme des Themas und seiner kritischen Auseinandersetzung mit dem Paradox des Gastes als assimiliertem Fremden. Gegenüber dem Anspruch, den Gast als universelle Kategorie einer Ethik zu begreifen, nimmt sich die Praxis des “Besuchs” eher bescheiden aus: Zum Teil abhängig – wenn auch nicht notwendig – von der gesellschaftlichen Regel der Einladung – sei sie privat, gesellschaftlich oder staatlich ausgesprochen – steht der “Besuch” auf unsicherem Grund, kulturell koordiniert durch die modernen Kräfte der Massengesellschaft, des Transportwesens und die unterschiedlichen Strategien des Zeitmanagements. Man besucht so Freunde, Familie, aber auch Orte, Städte, Ruinen oder den Zoo. Und man wird besucht: nicht nur von Menschen, sondern auch von extraterrestrischen Wesen; der Besuch scheint dabei dem Kern nach ein ephemeres, aber auch zeitlich wohl kalkuliertes Phänomen der modernen Massengesellschaft zu sein, selbst dort noch, wo es sich um wiederkehrenden Besuch handelt. Botho Strauß etwa hat dem “Besucher” in den 1980er Jahren eine Komödie gewidmet. Häufig ist der Besuch so schnelllebig wie das Transport- und Verkehrswesen der modernen Gesellschaft selbst, kann aber auch plötzlich umschlagen, so nimmt sich der Besuch Zeit und wird lästig. Dem deutschen Begriff des “Besuchs” kann anders als den englischen Begriff des “Visit” zudem der Nimbus des Bedrohlichen eignen, so im Kompositum der “Heimsuchung”, das an das Freudsche Konzept des Unheimlichen anschließbar ist.
Eingeladen sind für diesen Band Beiträge, die den Besuch aus literarischer Persepktive, filmischen Verarbeitungen, ethnologischen Berichten, politischen Kalkülen oder allgemein kulturellen Erwägungen thematisieren.
Die Herausgeber

Email-Adressen:
franz-josef.deiters@monash.edu
axel.fliethmann@monash.edu
langb@unimelb.edu.au
lewisa@unimelb.edu.au
christiane.weller@monash.edu
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss31.12.2014
PersonName: Franz-Josef Deiters, Axel Fliethmann, Birgit Lang, Alison Lewis, Christiane Weller 
Funktion: Herausgeber 
E-Mail: franz-josef.deiters@monsah.edu, axel.fliethmann@monash.edu, langb@unimelb.edu.au, lewisa@unimelb.edu.au, christiane.weller@monash.edu 
KontaktdatenName/Institution: Franz-Josef Deiters 
Strasse/Postfach: Clayton Campus 
Postleitzahl: VIC 3800 
Stadt: Melbourne 
Telefon: +61 3 9905 8045 
E-Mail: franz-josef.deiters@monash.edu 
LandAustralien
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft
Ediert von  H-Germanistik
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