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Ergebnisanzeige "Was glauben wir? – Die »Kritische Ausgabe – Zeitschrift für Germanistik & Literatur« sucht Beiträge zum Thema »Glaube«"
RessourcentypCall for Papers
TitelWas glauben wir? – Die »Kritische Ausgabe – Zeitschrift für Germanistik & Literatur« sucht Beiträge zum Thema »Glaube«
BeschreibungWas glauben wir? – Die »Kritische Ausgabe – Zeitschrift für Germanistik & Literatur« sucht Beiträge zum Thema »Glaube«

Während in Nahost der Antisemitismus wieder zum Thema wird und in Nigeria Christen gegen Muslime kämpfen, findet der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff Zuflucht in seinem privaten Glauben: Ein Blick in die tagespolitische Berichterstattung zeigt, dass Glaube ein präsentes und doch verstecktes Thema ist, ein Phänomen zwischen globaler Öffentlichkeit und innigster Privatheit. Der Krieg der Religionen ist scheinbar aktueller denn je, doch fehlen uns derweil die richtigen Worte um ihn zu beschreiben. Von Extremismus und Propaganda ist in solchen Fällen die Rede, von mangelnder Aufklärung und fehlender Bildung. Hermann Hesse schreibt: »Ich glaube, eine Religion ist so gut wie die andre. Es gibt keine, in der man nicht ein Weiser werden könnte, und keine, die man nicht auch als dümmsten Götzendienst betreiben könnte.« Hat er Recht mit dieser Nivellierung der Religionen? Fern von diesen politischen Fragen beschreiben wir unsere eigenen Grundsätze mit Worten wie Überzeugung und Lebensphilosophie. Sehr fern scheint uns derweil das Wort ›Glaube‹ und die scheinbar untrennbar daran gekoppelten Auseinandersetzungen. Doch ein Blick auf mediale Ereignisse revidiert das Bild: Wenn Nikolaus Fest, Vize-Chefredakteur der »Bild am Sonntag«, sich offen gegen den Islam ausspricht, so ist dies mehr als eine Bekundung des persönlichen Geschmacks. Die Einwanderungsdebatte lässt sich ohne das Thema Glaube nicht mehr denken, die Skepsis über die anderen wird dabei zu einer Besinnung auf das das Eigene: Gehört der Islam (noch) nicht zu Deutschland? Was glauben wir überhaupt?

Dies alles verstärkt den Eindruck, dass Glaube sowohl politische als auch individuelle Implikationen hat. Es bedient sowohl öffentliche als auch private Felder, nur um sie schließlich zu sprengen: Glaube ist ein kollektives Phänomen. Ob Islam, Christentum, Buddhismus, Vegetarismus oder Yoga, Anti-Atomkraft, Sozialismus oder Atheismus, an irgendetwas glaubt der Mensch in Gemeinschaft. Eine gemeinsame Überzeugung ist Bestandteil der conditio humana ebenso wie das Bedürfnis nach Nähe und Kommunikation und vielleicht dadurch bedingt. Was ist nun die Sprache dieser Universalie, wie schlägt sie sich nieder in der deutschsprachigen Literatur heute und gestern?

»Wie schad’, dass ich kein Pfaffe bin«, neckte einst Wilhelm Busch und zeigt, wie nah und doch so fern Autoren und Autorinnen dem Glauben stehen können. Wie sieht es mit der glaubenspolitischen Versiertheit deutschsprachiger Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus – traut sich die deutsche Literatur überhaupt, Fragen des Glaubens zu stellen? Definiert Glaube unsere Kultur? Wie lässt sich der literarische Entwicklungsprozess der Glaubensfrage beschreiben und was sind die Stilmittel, anhand derer sich eine solche Entwicklung ablesen lassen? Dieses und mehr sind Fragen, denen sich das Heft #28 der Bonner Zeitschrift für Germanistik & Literatur »Kritische Ausgabe« widmen will, das pünktlich zur Leipziger Buchmesse im kommenden Jahr erscheinen soll.

Erbeten sind Aufsätze, die sich dem Thema Glaube aus verschiedenen Perspektiven nähern. Literatur- und kulturwissenschaftliche Ansätze sind ebenso willkommen wie politologische, soziologische, historische, theologische und/oder anthropologische.

Wir bitten um Zusendung eines Abstracts (ca. 3.500 Zeichen inklusive Leerzeichen) bis einschließlich Montag, den 15. September 2014, per E-Mail-Attachment an heft@kritische-ausgabe.de. Sie erhalten bis Ende September eine Rückmeldung zu ihrem Exposé. Der Artikel sollte letztendlich einen Umfang von 18.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen und Anmerkungsapparat) nicht überschreiten. Für eventuelle Rückfragen stehen Ihnen Anne Katrin Sommer (sommer@kritische-ausgabe.de) und Isabella Daviotis (daviotis@kritische-ausgabe.de) gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss15.09.2014
PersonName: Anne Katrin Sommer 
E-Mail: sommer@kritische-ausgabe.de 
Name: Isabella Daviotis 
E-Mail: daviotis@kritische-ausgabe.de 
KontaktdatenName/Institution: Kritische Ausgabe – Zeitschrift für Germanistik & Literatur 
Strasse/Postfach: c/o Institut für Germanistik der Universität Bonn, Am Hof 1d 
Postleitzahl: 53113 
Stadt: Bonn 
E-Mail: redaktion@kritische-ausgabe.de 
Internetadresse: http://www.kritische-ausgabe.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Literatur- u. Kulturgeschichte; Literatursoziologie; Motiv- u. Stoffgeschichte
Zusätzliches SuchwortKulturwissenschaft; Politologie; Soziologie; Geschichtswissenschaft; Theologie; Anthropologie
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