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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "KORREKTUR Im Visier des Staates, XIII. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG)"
RessourcentypCall for Papers
TitelKORREKTUR Im Visier des Staates, XIII. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG)
BeschreibungABGABETERMIN VERLÄNGERT: BIS ZUM 30.09.2014

Ausschreibung: XIII. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG): Germanistik zwischen Tradition und Innovation, Shanghai, 23.- 31.08.2015

Literaturwissenschaft: Sektion B3

Thema: Im Visier des Staates: Auseinandersetzungen mit dem Thema Staatspolizei in der deutschsprachigen Literatur und im deutschsprachigen Film
Herta Müllers Gesamtwerk kann ohne eine Auseinandersetzung mit der rumänischen Geheimpolizei der kommunistischen Regierung, der Securitate, nicht erfasst werden. Wolfgang Hilbigs Ich, Reiner Kunzes Deckname Lyrik, Erich Loests Der Zorn des Schafes, Uwe Saegers Die Nacht danach und der Morgen, um nur einige zu nennen, thematisieren die Überwachung und Bespitzelung der Bürger der DDR durch die Stasi. Florian Henckel von Donnersmarcks Oscar-gekürter Streifen Das Leben der Anderen (2006) und Radu Gabreas Rote Handschuhe (2010) erzählen filmisch vom Grauen der Terrorregime, den unmenschlichen Methoden der Geheimdienste, aber auch vom Verlust der Unschuld und der Ideale. 2015 wird ein Viertel Jahrhundert seit dem Fall des Kommunismus in Osteuropa vergangen sein. In den letzten Jahren sind bereits mehr und mehr Archive ehemaliger Staatspolizeien Forschern zugängig gemacht worden und sie haben ein immer weniger überschaubares und verständliches Bild eines Netzwerkes von Mitarbeit, Überwachung und Widerstand entlarvt. Im ehemaligen Ostblock haben Staatspolizeien nicht nur den Alltag sondern in manchen Fällen auch die Entstehung von Literatur beeinflusst. So, zum Beispiel, gewinnt das Sprachspiel in Oskar Pastiors (Büchner-Preisträger 2006) Lyrik neue Valenzen, nachdem bekannt wurde, dass er vor seiner Flucht aus Rumänien für die Securitate als IM tätig war. Diese Sektion wird sich mit literarischen und filmischen Auseinandersetzungen mit dem Leben im Visier der Staatsmacht befassen. Mögliche Ansatzpunkte wären:
1. die Allgegenwart des Überwachungs- und Bespitzelungsapparats und die daraus entstandene Demütigung der Bürger;
2. die Passivität der Regimetreuen und deren Motivation dazu;
3. die Rolle und gesellschaftliche Stellung der Intellektuellen, vor allem der Schriftsteller;
4. Beispiele der inneren Immigration in ihrer Darstellung zur Zeit des Regimes und in ihrer Rechtfertigung in der Zeit danach;
5. Darstellungen der Gegenüberstellung Regimegegner – Informant/ IM;
6. die Konfrontation IM – Opfer nach dem Fall des Kommunismus;
7. Minderjährige im Dienste der Staatspolizei (“Stasi auf dem Schulhof”)
8. das Vermächtnis der geheimen Staatspolizeien für die post-sozialistischen Gesellschaften Osteuropas;
9. die Akten der Staatspolizeien als eine Art “life writing”
10. “Dichtung und Wahrheit”: filmische und literarische Darstellungen der Spitzel und ihre Akten
11. westliche Informationsmittel (z. B. Radio Free Europe) in Osteuropa

Bitte senden Sie einen Abriss von 300 Wörtern und eine Kurzbiographie an Dr. Corina L. Petrescu (petrescu@olemiss.edu), Dr. Valentina Glăjar (vg10@txstate.edu), Dr. Alison Lewis (lewisa@unimelb.edu.au) und Dr. Matthias Braun (Matthias.Braun@bstu.bund.de) bis zum 30. September 2014. Für weitere Information über die Konferenz, besuchen Sie bitte die IVG-Shanghai Webseite: http://ivg2015-tongji.com/
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortShanghai
Bewerbungsschluss30.09.2014
Ediert von  H-Germanistik
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