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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "„Mirabile – Wunder und Wundersames“. Studienkurs"
RessourcentypVerschiedenes (Workshops, Sommerschulen u.a.)
Titel„Mirabile – Wunder und Wundersames“. Studienkurs
Beschreibung„Mirabile – Wunder und Wundersames“
Studienkurs, 6.-9. Oktober 2014
Projekt „Schola“ des Arbeitskreises für Antike/Mittelalter an der Justus-Liebig-Universität Gießen

„Wunder geschehen nicht im Widerspruch zur Natur, sondern im Widerspruch zu dem, was wir von der Natur wissen.“ (Aurelius Augustinus, 354-430, in De Civitate Dei)

Der Studienkurs des Arbeitskreises für Antike/Mittelalter richtet sich primär an fortgeschrittene Studierende (Bachelor-, Master- und Staatsexamensstudiengänge) aus historisch und kulturwissenschaftlich arbeitenden Fächern. Das Thema Wunder wird während dreier Tage (siehe Programm) aus fachspezifischen Perspektiven und mittels exemplarischer Quellenbestände aus den Diskursfeldern der Religion, Philosophie, Naturwissenschaften, Politik, Literatur und Kunst vermittelt und diskutiert. Neben den Aspekten des Staunenswerten, des Paradoxen, Unerklärlichen und Exotischen stehen Deutungs- und Erkenntnisprozesse im Vordergrund, die mit der Reflexion auf das Wunder verbunden sind. Jeweils 90minütige Lehreinheiten werden von den katholischen, evangelischen und islamischen Theologien, den Altphilologien, der Alten Geschichte und Klassischen Archäologie, Kunstgeschichte, mittelalterlichen Geschichte, Germanistik und Anglistik bestritten. Epochale Schwerpunkte liegen in Antike und Mittelalter, einige Lehreinheiten und der Abendvortrag erweitern die Perspektive auf Wunder bis in die Gegenwart hinein.
Im Studienkurs spielt neben der intensiven inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Wunder auch das Einüben akademischer Diskussionskultur und das Erproben unterschiedlicher fachlicher und methodischer Zugänge zu Texten, Bildern und anderen Artefakten eine Rolle.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Studierende beschränkt.
Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Reise- und Unterbringungskosten können zwar nicht erstattet werden; wir bemühen uns aber um die Vermittlung kostengünstiger Unterkünfte.
Bewerbungen mit Angaben zur Person und einem kurzen Motivationsschreiben bitte bis zum 25. August an: Silke.C.Tammen@kunstgeschichte.uni-giessen.de

Programm
5. Oktober: Anreise, gemeinsames Abendessen

6. Oktober: Natur
♦ Wolfgang Achtner (Evangelische Theologie): Wunder gibt es (n)immer wieder - Kann es im Zeitalter der exakten Naturwissenschaften noch Wunder geben?
♦ Helmut Krasser (Lateinische Philologie): Welt der Wunder. Der Naturwunderdiskurs im 1. Jh. n. Chr. (u.a. Seneca, Plinius d.Ä.)
♦ Matthias Schmidt (Katholische Theologie): Der Kampf gegen die Natur und die Vertreibung böser Mächte. Politische Implikationen der markinischen Erzählung von der Stillung des Seesturms
♦ Anja Voeste (Germanistik): Über Wunder schreiben. Wunderzeichenberichte zu Beginn der frühen Neuzeit

♦ Abendvortrag von Rainer Kampling (FU Berlin): „Warum die Fähigkeit zu fliegen die Heiligsprechung gefährden kann. Der Versuch, das Wunderbare in die Neuzeit zu retten“


7. Oktober: Religion
♦ Franz-Josef Bäumer (Katholische Theologie)/Yasar Sarikaya (Islamische Theologie): Drang und Zwang theologischer Reflexion auf das Wunder in Christentum und Islam

Parallelsektionen:
♦ A Karen Piepenbrink (Alte Geschichte): Der christliche Wunderdiskurs im antiken Römischen Reich: Kaiserzeit und Spätantike im Vergleich
alternativ:
♦ B Stefan Tebruck (Mittelalterliche Geschichte)/Andrea Rummel (Anglistik)/ergänzendes Material von Silke Tammen (Kunstgeschichte)/Cora Dietl (Germanistik): Wenn Gott selbst zum Strategen wird: Wunder im Kontext religiös gerechtfertigter Kriege

♦ A Christine Reinle (Mittelalterliche Geschichte/Landesgeschichte): Historische Kontextualisierung von Mirakelberichten
alternativ:
♦ B Stefan Tebruck/Cora Dietl/Silke Tammen: Wer wirkt wirklich Wunder? Rationalisierung, Kritik und Ironisierung von Wundern im Mittelalter

♦ Die Gruppen A und B berichten einander: Versuch eines Zwischenfazits

8. Oktober: Kulträume/Kultbilder
♦ Peter von Möllendorff (Griechische Philologie)/Katrin Pavlidis (Griechische Philologie): Gottes Häuser. Dynamische und statische Vollkommenheit großer Kulträume
♦ Anja Klöckner (Klassische Archäologie): Wundersame und wundertätige Statuen. Artefakte und die Wahrnehmung göttlicher Performanz

♦ Mittagsimbiss und Abschlussdiskussion

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortGießen
Bewerbungsschluss25.08.2014
Anmeldeschluss25.08.2014
Beginn06.10.2014
Ende09.10.2014
PersonName: Silke Tammen 
E-Mail: Silke.C.Tammen@kunstgeschichte.uni-giessen.de 
KontaktdatenE-Mail: Silke.C.Tammen@kunstgeschichte.uni-giessen.de 
LandDeutschland
Ediert von  H-Germanistik
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