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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Herrschaftserzählungen Wilhelm II. in der deutschen Kulturgeschichte"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelHerrschaftserzählungen Wilhelm II. in der deutschen Kulturgeschichte
BeschreibungHerrschaftserzählungen
Wilhelm II. in der deutschen Kulturgeschichte
Wissenschaftliche Tagung des Graduiertenkollegs 1767 'Faktuales und fiktionales Erzählen'
Freiburg im Breisgau, 17. bis 19. Juli 2014

In der politischen und kulturellen Landschaft des wilhelminischen Reichs spielt die Figur des Kaisers eine zentrale Rolle. Angesichts sozialer und politischer Spannungen dienen narrative Repräsentationen, Figureninszenierungen und traditionsstiftende Mythisierungsversuche einerseits dazu, imperiale Herrschaft und kaisertreue Politik zu legitimieren und zu stabilisieren. Andererseits spielen Kaiserrepräsentationen aber auch für die subversive und avantgardistische Wilhelminismuskritik eine tragende Rolle, denn die nationalkonservative Fokussierung auf die Kaiserfigur bietet eine willkommene Angriffsfläche für Satire, Parodie und Karikatur. Die Person Wilhelms II. steht jedoch im Zentrum nicht nur politischer, sondern gerade auch kultureller Debatten. In der Figur des Herrschers fallen diese Bereiche zusammen, ist doch die Ästhetisierung monarchischer Macht kein Beiwerk, sondern maßgebliches Instrument repräsentativer Politik. Im Sprechen über den Kaiser manifestiert sich ein Kampf um die narrative Hegemonie in der wilhelminischen Kultur: Narrative und Gegennarrative über den Monarchen bieten Möglichkeiten, sich in der politischen und kulturellen Sinnstiftungskonkurrenz zu positionieren. Die Tagung nimmt diese verschiedenen Herrschaftserzählungen in den Blick und beleuchtet aus historischer, literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive die Inszenierungen der kontroversen Figur Wilhelm II.


Programm

Donnerstag, 17. Juli

14.30–15.00
Begrüßung und Einführung

Sektion I: Herrschaftskult und literarische Skandale (1888–1918)

15.00–15.45
Martin Kohlrausch (Leuven)
Zu Wilhelm II. noch etwas Neues? Tendenzen der Forschung der letzten zwei Jahrzehnte

15.45–16.30
Philipp Redl (Heidelberg)
Wilhelm-Bilder in Panegyrik und Gelegenheitsdichtung, 1888–1900

16.30–17.00
Kaffee

17.00–17.45
Johannes Franzen (Freiburg)
Der Caligula-Skandal (1894) und die verschlüsselte Herrschaftskritik im Kaiserreich

17.45–18.30
Achim Aurnhammer (Freiburg)
Frank Wedekinds lyrische Parodien auf Kaiser Wilhelm II.

ab 19.00
Abendessen für Tagungsteilnehmer

20.15 Uhr
Peter Sprengel (Berlin)
Zerrbild, Sinnbild, Wunschbild: Kaiser Wilhelm II. im Blick der literarischen Moderne


Freitag, 18. Juli

9.00–9.45
Marc Wurich (Freiburg)
Vom Kaiser verfolgt. Der literarisierte Wahn in Oskar Panizzas Imperjalja (1901–1904)

9.45–10.30
Nicolas Detering (Freiburg)
Kaiserworte. Verbreitung, Inszenierung und Parodie von Aussprüchen Wilhelms II.

10.30–11.00
Kaffee


Sektion II
Wilhelm als Kriegsherr: Der Erste Weltkrieg

11.00–11.45
Jörn Leonhard (Freiburg)
Ein Medienkaiser im Schatten: Wilhelm II. im Ersten Weltkrieg

11.45–12.30
Werner Frick (Freiburg)
„Der Kaiser im Schützengraben“: Wilhelm II. und die Literatur zum Ersten Weltkrieg

ab 12.30
Mittagessen für Tagungsteilnehmer

14.30–15.15
Tobias Widmaier (Saarbrücken/Freiburg)
„Can the Kaiser“. Das Bild Wilhelms II. in amerikanischen Songs 1917/18

15.15–16.00
Martin Hinze (Freiburg)
Die Rezeption Wilhelms II. im Allrussländischen Imperium bis 1917

16.00–16.30
Kaffee


Sektion III
Erinnerung und Historisierung seit 1918

16.30–17.15
Sonia Goldblum (Mulhouse)
Kaiserbilder. Blicke aus der jüdischen Presse auf Wilhelm II.

17.15–18.00
Philipp Stiasny (Heidelberg/Berlin)
Der Kaiser auf der Leinwand (oder auch nicht)

ab 19.30
Gelegenheit zum gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Der Kaiser“
Günterstalstr. 38, 79100 Freiburg


Samstag, 19. Juli 2014

9.00–9.45
Christopher Meid (Oxford)
Selbstrechtfertigung und Verdammung. Die autobiographischen Schriften Wilhelms II. und ihr publizistisches Echo

9.45–10.30
Gesa von Essen (Freiburg)
„Auftritt Wilhelm Imperator Rex“: (Zerr-)Bilder der Majestät in Heinrich Manns Kaiserreich-Trilogie

10.30–11.00
Kaffee

11.00–11.45
Barbara Beßlich (Heidelberg)
Kaiserliche Rösser. Carl Sternheims „Libussa“ (1922) und Felix Saltens „Florian“ (1933)

11.45–12.30
Julia Ilgner (Freiburg)
(Un)politische Betrachtungen. Reinhold Schneiders Hohenzollernbild zwischen Fakt und Fiktion

13.00
Ende der Tagung


Tagungsort:
Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)
Albertstr. 19
79104 Freiburg


Kontakt:
Nicolas Detering M. A. (Freiburg)
nicolas.detering@germanistik.uni-freiburg.de

Johannes Franzen (Freiburg)
johannes.franzen@germanistik.uni-freiburg.de

Dr. Christopher Meid (Oxford)
christopher.meid@queens.ox.ac.uk

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttps://www.grk-erzaehlen.uni-freiburg.de/ringvorlseung/Plakate/flyerw...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortFreiburg im Breisgau
Beginn17.07.2014
Ende19.07.2014
PersonName: Johannes Franzen 
E-Mail: johannes.franzen@germanistik.uni-freiburg.de 
KontaktdatenName/Institution: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, GRK 1767: 'Faktuales und fiktionales Erzählen' 
Strasse/Postfach: Platz der Universität 3 
Postleitzahl: 79085 
Stadt: Freiburg 
E-Mail: johannes.franzen@germanistik.uni-freiburg.de 
LandDeutschland
Ediert von  H-Germanistik
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