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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "IVG-Panel: Diskursbedeutung und Grammatik – Transtextuelle und gesprächsübergreifende Aspekte grammatischer Inventare"
RessourcentypCall for Papers
TitelIVG-Panel: Diskursbedeutung und Grammatik – Transtextuelle und gesprächsübergreifende Aspekte grammatischer Inventare
BeschreibungXIII. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG)
Germanistik zwischen Tradition und Innovation.

Shanghai, China
24. bis 30. August 2015
Tongji-Universität, Shanghai

www.ivg2015-tongji.com


Call for Papers – Sektion A13
Diskursbedeutung und Grammatik – Transtextuelle und gesprächsübergreifende Aspekte grammatischer Inventare

Sektionsleitung:
Prof. Dr. Ingo H. Warnke
Universität Bremen
Deutsche Sprachwissenschaft / Interdisziplinäre Linguistik
E-Mail: iwarnke@uni-bremen.de

Sektions-Ko-Leitung:
Prof. Dr. Martin Reisigl
Universität Bern
Institut für Germanistik
E-Mail: martin.reisigl@germ.unibe.ch

Prof. aggr. Dr. Stephanie Risse
Freie Universität Bozen
Kompetenzzentrum Sprachen
E-Mail: Stephanie.Risse@unibz.it


Zu den wesentlichen fachgeschichtlichen Erweiterungen der jüngeren Sprachwissenschaft gehört die Etablierung der Diskurslinguistik als Teildisziplin der Linguistik, die sich mit Formen und Funktionen sowie der sozialen Rahmung transtextueller, gesprächsübergreifender bzw. interdiskursiver Strukturen befasst. Während die unter anderem in der historischen Semantik der germanistischen Linguistik entwickelte linguistische Diskursanalyse zunächst vor allem wortschatzorientiert war, haben sich die Funktionale Pragmatik, Systemisch-Funktionale Linguistik und Kritische Diskursanalyse schon früh auch mit grammatischen Phänomenen im textuellen und gesprächsbezogenen Bereich und jenseits textueller oder gesprächsbezogener Kommunikate befasst.

Inzwischen ist das grammatische Interesse an text- und gesprächsübergreifenden Strukturen ein deutlicher Schwerpunkt der Diskurslinguistik. Die Sektion will die entsprechenden aktuellen Diskussionen der germanistischen Linguistik unter Einschluss interkultureller und mehrsprachiger Forschungsansätze fokussieren. Im Mittelpunkt steht dabei die diskursanalytische Modellierung grammatischer Konstruktionen. Mit diesem Ansatz werden grammatische Phänomene als systembezogene Zeichen, genauer als Symbole und Typen (Legizeichen), oder als struktur-, funktions- und zweckbezogene Prozeduren beschreibbar. Die Semantik von Konstruktionen sowie die an Formen, Kontexte und Bedeutungen gebundenen Funktionen von transtextuellen und gesprächsrelevanten bzw. gesprächsübergreifenden Sprachgebrauchsmustern sind dabei als wichtige diskurslinguistische Phänomene zu verstehen. Neben den konstruktionsgrammatischen Bezügen sollen Ansätze der Systemisch-Funktionalen Grammatik, Funktionalen Pragmatik, Korpuslinguistik und Kritischen Diskursforschung diskutiert werden. Die Sektion wird überdies Arbeiten der Textgrammatik aufgreifen.

Mit der deutlichen Konzentration auf text- und gesprächsgebundene grammatische Phänomene und der potentiell integrativen Haltung gegenüber unterschiedlichen Theorieansätzen soll die Sektion einen wesentlichen Beitrag zur Internationalisierung der diskurssemantischen und diskursgrammatischen Diskussion leisten. Eine internationale Teilnahme ist daher nachdrücklich gewünscht.

In den Vorträgen können u.a. folgende Fragen angesprochen werden:

1. In welchem Verhältnis stehen Aussage, Text, Gespräch und Diskurs in der Grammatik?
2. Was ist Gegenstand einer Diskursgrammatik?
3. In welchem Verhältnis steht eine Diskursgrammatik zu herkömmlichen (wortarten-, satz- und textzentrierten) Grammatiken?
4. Welche grammatischen Modelle sind nützlich für die Diskursanalyse, was auch immer jeweils unter „Diskursanalyse“ verstanden wird?
5. Welche Rolle spielt funktionale Etymologie im Rahmen einer diskursbezogenen Perspektivierung von Grammatik?
6. In welchem Verhältnis stehen Grammatik und gesellschaftlich konstituiertes sowie ausgehandeltes Wissen?
7. Welche interkulturellen Fragestellungen ergeben sich für grammatische Analysen von Diskursen?
8. Welche Bedeutung haben Interkulturalität und Mehrsprachigkeit im Kontext diskursgrammatischer Untersuchungen?


Bitte schicken Sie bis spätestens zum 1.10.2014 ein Abstract mit max. 1.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) sowie Angaben zu Ihrer akademischen Biographie an iwarnke@uni-bremen.de. Eine Entscheidung über die Aufnahme in die Sektion erfolgt bis zum 20.10.2014.

Nach Annahme des Abstracts ist eine Online-Anmeldung zum Kongress notwendig. Die Kongressgebühr für Nicht-IVG-Mitglieder beträgt 100 Euro (ab 31.03.2015 120 Euro). Bitte erkundigen Sie sich über eine IVG-Mitgliedschaft direkt über die Homepage der IVG.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortShanghai
Bewerbungsschluss01.10.2014
Beginn24.08.2015
Ende30.08.2015
KontaktdatenName/Institution: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Universität Bremen 
E-Mail: iwarnke@uni-bremen.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLinguistik; Gesprächsanalyse / gesprochene Sprache; Grammatik (Wortarten, Flexion, Syntax, Grammatiktheorien, Grammatikographie); Korpuslinguistik / Computerlinguistik; Pragmatik (Sprechakttheorie, Implikatur, Handlungstheorien, Historiopragmatik); Semiotik (Text und Bild); Stilistik / Rhetorik (inkl. Argumentationstheorie, Stilbegriff, Persuasionstheorie, politische Sprache, Werbesprache); Textlinguistik (Textbegriff, Textgrammatik, Textsorten, Hypertexte, Textsortengeschichte)
Zusätzliches SuchwortDiskurslinguistik; Diskurs
Klassifikation02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl) > 02.05.00 Grammatik; 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl) > 02.07.00 Textwissenschaft
Ediert von  H-Germanistik
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