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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Literaturwissenschaften in Frankfurt 1914-1945"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelLiteraturwissenschaften in Frankfurt 1914-1945
BeschreibungKongress: Literaturwissenschaften in Frankfurt 1914-1945 (20.-21. Juni 2014)
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend/Grüneburgplatz 1, Raum PEG (1.G 147)

Veranstalter: Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik und Institut für Romanische Sprachen und Literaturen der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Organisation:
Dr. Frank Estelmann – Estelmann@em.uni-frankfurt.de
PD Dr. Bernd Zegowitz – Zegowitz@lingua.uni-frankfurt.de

Kurzbeschreibung: Mit dem 100-jährigen Jubiläum der Universität Frankfurt jährt sich im Jahr 2014 auch die universitäre Institutionalisierung der Frankfurter Literaturwissenschaften. Um deren Gründungs- und Konsolidierungsphase soll es in dem zweitägigen Kongress gehen. Als Mitglieder der Philosophischen Fakultät trugen die nach Frankfurt berufenen Literaturwissenschaftler und die aus der Akademie für Handelswissenschaften übernommenen Kollegen zum wissenschaftlichen Profil der Goethe-Universität bei, das Frankfurt in der Weimarer Republik zu einer attraktiven Alternative zu den bereits etablierten Universitäten machte. Darüber hinaus verhalfen sie einer auch auf Praxisbezug und Neuerung ausgerichteten Fachentwicklung zum Durchbruch, die in Frankfurt aus historischen und konzeptuellen Gründen gefordert und gefördert wurde, bevor die Machtergreifung der Nazis und die Vertreibung vor allem der jüdischen Wissenschaftler dieser Entwicklung entweder ein Ende setzte oder sie in andere Bahnen lenkte. Dabei ist in mancher Hinsicht auch die Geschichte der im Sinne der Nazi-Ideologie gleichschalteten Philosophischen Fakultät der Universität Frankfurt zwischen 1933 und 1945 anders verlaufen als an anderen deutschen Universitäten.
Die Kongressbeiträge werden sich einzelnen Forscherbiographien der in Frankfurt zwischen 1914 und 1945 tätigen Literaturwissenschaftler widmen. Dabei soll darum gehen, verschiedene Aspekte miteinander zu verschränken: die methodischen Zugriffe, literaturvermittelnden und thematischen Schwerpunkte der Literaturwissenschaftler in Forschung (und Lehre), die biographischen Besonderheiten, zeitgeschichtlichen Reflexionspotentiale, Verbindungen zur disziplinären Entwicklung sowie das „Frankfurter Klima“ und dessen institutionelle Voraussetzungen und programmatische Ansprüche. Von besonderem Interesse ist die Frage, wie sich die Literaturwissenschaften auch innerhalb der Frankfurter Bürgerschaft verorteten, mit welchen Aktivitäten die beteiligten Wissenschaftler stadtgeschichtlich prägnant wurden, etwa wie sie daran mitwirkten, Frankfurt als Universitätsstadt ein Profil zu geben oder welche Literaten und Literaturen durch sie einen besonderen Platz in der Literaturstadt Frankfurt erhielten.


Programm

Freitag, 20. Juni 2014

13.15 h Eröffnung des Kongresses
13.30 h Michael Maaser (Frankfurt am Main): Frankfurter Universitätsgründung und Erster Weltkrieg
14.00 h Alexander Kalkhoff (Regensburg): »Erloschen ist die Fackel, zerrissen ist das Band / Und deines Namens entsinne ich mich kaum noch.« – Die deutsche Romanistik und der Erste Weltkrieg
14.45 h Kaffeepause
15.15 h Michael Ott (Heidelberg): »Ich war hier allmählich in zu viel Verhältnisse hineingewickelt worden...« Das politisch-administrative Engagement Friedrich Panzers an den Universitäten Frankfurt und Heidelberg
16.00 h Bernd Zegowitz (Frankfurt am Main): »Zunächst meine herzlichen Glückwünsche zu Frankfurt« – der Germanist Julius Petersen auf dem Weg von Basel nach Berlin
16.45 h Kaffeepause
17.15 h Peter-Erwin Jansen (Koblenz/Frankfurt am Main): Die literarischen Vorträge im Jüdischen Lehrhaus im Kontext der literatursoziologischen Schriften Leo Löwenthals
18.00 h Astrid Dröse (Tübingen): Arnold Hirsch (1901-1954)
19.00 h Abendessen

Samstag, 21. Juni 2014

09.00 h Olaf Müller (Mainz): Helmut Anthony Hatzfeld und die Protokomparatistik als Programm der Kriegsfolgenbewältigung
09.45 h Ulrich Wyss (Frankfurt am Main): Max Kommerells Frankfurter Habilitation im Jahr 1930
10.30 h Kaffeepause
11.00 h Joachim Seng (Freies Deutsches Hochstift – Goethe-Haus, Frankfurt am Main): »Wenn Wissenschaft Wissenschaft wird, ist nichts mehr dran«: Ernst Beutlers Wirken für die Frankfurter Universität 1928-1947
11.45 h Frank Fürbeth (Frankfurt am Main): Julius Schwieterings Auffassung von Literaturgeschichte
12.30 h Mittagessen
14.00 h Michael Waltenberger (Frankfurt am Main): Bedeutungsräume in den Zeiten des Mißtrauens. Eine Studie zu Friedrich Ohly in Frankfurt und Berlin 1936-1944 und 1953-1956
14.45 h Frank Estelmann (Frankfurt am Main): »Narrheit in der eigenen Brust«: Frankfurter Lektüren des Don Quijote (1916-1947) vor wissenschaftsgeschichtlichem Hintergrund
Ca. 16.00h Ende der Tagung


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortFrankfurt am Main
Beginn20.06.2014
Ende21.06.2014
PersonName: Zegowitz, Bernd [PD Dr.] 
Funktion: Organisator 
E-Mail: zegowitz@lingua.uni-frankfurt.de 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik der Goethe Universität Frankfurt a.M. 
Strasse/Postfach: Grüneburgplatz 1 
Postleitzahl: 60629 
Stadt: Frankfurt a.M. 
Telefon: +49 (0)69 798-32693 
Fax: +49 (0)69 798-32695 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Geschichte der Germanistik; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur- u. Kulturgeschichte; Literatursoziologie; Literaturtheorie: Themen
Ediert von  H-Germanistik
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