VIRTUELLE FACHBIBLIOTHEK GERMANISTIK Germanistik im Netz Logo

Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "IVG-Panel: 'Post Gender‘ – Herausforderungen für Kulturtheorie und Literaturwissenschaft"
RessourcentypCall for Papers
TitelIVG-Panel: 'Post Gender‘ – Herausforderungen für Kulturtheorie und Literaturwissenschaft
BeschreibungIVG-Kongress Shanghai, 24.8.2015-30.08.2015

Sektion B 1
‚Post Gender‘ – Herausforderungen für Kulturtheorie und Literaturwissenschaft


Die Sektion setzt sich mit innovativen Forschungsprojekten und Theoriekonzepten in der kulturwissenschaftlichen Neugermanistik auseinander. Im Zentrum steht der aktuelle und zukünftige Stellenwert der Kategorie ‚Gender‘. Zu untersuchen ist, ob diese als Analyseparadigma für literaturwissenschaftliche Untersuchungen weiterhin virulent ist oder ob sie durch neuere Entwicklungen, etwa die Intersektionalitätsforschung – die Überschneidungen mehrerer Differenzkategorien wie Geschlecht, Ethnizität, Klasse, Alter, Nationalität, Religion etc. in den Blick nimmt –, obsolet wurde.

Bekanntlich wurde bereits in den 1990er Jahren das Paradigma der Feministischen Literaturwissenschaft durch das der literaturwissenschaftlichen Gender Studies abgelöst – und damit der Fokus von (essentialistischer) Weiblichkeit auf (kulturell konstruierte) Geschlechtsidentität gelenkt. Ferner entstanden Forschungsrichtungen wie die Queer Studies die das binäre Geschlechtermodell an sich hinterfragten. Diese für die Kulturwissenschaften leitenden Impulse haben viele innovative Forschungsbeiträge in der Neugermanistik gezeitigt. Die Sektion möchte diesbezüglich eine Bilanz ziehen und zugleich fragen, wie wegweisend diese Untersuchungen für künftige Forschungsperspektiven sind.

Mit dem bewusst provozierenden Titel ‚Post Gender‘ möchte sie aber auch die Frage stellen, ob die Gender-Kategorie heute noch Innovationspotentiale birgt. – ‚Post Gender‘ knüpft auch an den umstrittenen Begriff des ‚Postfeminismus‘ an, der im Kontext des Poststrukturalismus entstand und weniger als Verabschiedung des Feminismus intendiert war, denn als reflexive und theoretische Wende eines ursprünglich stärker realpolitischen und emanzipatorischen Projekts. Als vieldimensionale Parodie postuliert auch die Kategorie Post Gender eine Revision von Repräsentationsstrategien, die nicht mehr auf kulturell-geprägten Formeln der Formation von Geschlecht zentriert sind, sondern im Sinne Judith Butlers eher auf Modi der De-Konstruktion (‚undoing gender‘) oder auf Verfahren wie ‚sampling‘, ‚morphing‘ und ‚cloning‘.

Die Vorträge in dieser Sektion können sich einerseits wissenschaftsgeschichtlichen Fragestellungen widmen und wegweisende literaturwissenschaftliche Studien oder wichtige Theoriebeiträge retrospektiv bewerten. Sie können sich andererseits aber auch diagnostisch mit der aktuellen Situation der Literaturwissenschaften nach dem Cultural Turn beschäftigen und exemplarische neue Gegenstandsbereiche vorstellen.


Wir freuen uns über Vortragsvorschläge für diese Sektion. Bitte senden Sie bis zum 15.8.2014 ein Abstrakt von 250-300 Worten und eine Kurzbiographie an die drei Sektionsleiterinnen:

Prof. Dr. Claudia Benthien (Universität Hamburg)
claudia.benthien@uni-hamburg.de

Prof. Dr. Isabel Capeloa Gil (Universidade Católica Portuguesa)
isabel.gil@fch.lisboa.ucp.pt

Prof. Dr. Reiko Tanabe (Universität Kyoto)
tanabe.reiko.5e@kyoto-u.ac.jp


Für die Teilnahme an der Konferenz ist eine IVG-Mitgliedschaft erforderlich.
Informationen dazu finden sich hier: http://ivg2015-tongji.com/
Da die chinesische Website der IVG leider nicht von allen Computern problemlos funktioniert, können Sie sich auch an uns wenden, wenn Sie Probleme bei der Anmeldung haben – wir senden Ihnen dann weitere Informationen zu!

Nach Ende der Bewerbungsfrist werden wir alle eingegangenen Vortragsvorschläge gesammelt an die IVG-Leitung senden. Es besteht also zum jetzigen Zeitpunkt nicht die Notwendigkeit, dass Sie ihr Abstract online dort einreichen.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortShanghai
Bewerbungsschluss15.08.0014
Anmeldeschluss15.08.0014
Beginn24.08.0015
Ende30.08.0015
PersonName: Prof. Dr. Claudia Benthien 
Funktion: Professorin, Sektionsleiterin 
E-Mail: claudia.benthien@uni-hamburg.de 
KontaktdatenName/Institution: Prof. Dr. C. Benthien, Universität Hamburg, Institut für Germanistik 
Strasse/Postfach: Von-Melle-Park 6 
Postleitzahl: 20146 
Stadt: Hamburg 
Telefon: 040-42838-2738 
E-Mail: claudia.benthien@uni-hamburg.de 
Internetadresse: http://www.slm.uni-hamburg.de/ifg2/personal/Claudia_Benthien.html 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeGenderforschung
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.14.00 Literatursoziologie
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/39714

© Virtuelle Fachbibliothek Germanistik | Letzte Änderung 10.06.2014 | Impressum | Intern