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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Experimentelle Gegenwartsliteratur (IVG-Panel)"
RessourcentypCall for Papers
TitelExperimentelle Gegenwartsliteratur (IVG-Panel)
BeschreibungPanel: Experimentelle Gegenwartsliteratur

XIII. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG): Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Shanghai, 23.–30.8.2015

Kongresswebseite: http://www.ivg2015-tongji.com/


Call for Papers Sektion B 5


Sektionsbeschreibung

Neue technische und kommunikative Möglichkeiten haben seit den 1990er Jahren zu einer Hochkonjunktur experimenteller Literatur geführt, wie sie zuletzt in der avantgardistischen Wortkunst des frühen 20. Jahrhunderts und der konkreten Poesie der Nachkriegsdekaden zu beobachten war. Interaktive Texte, Medienkombinationen oder kollektive Autorschaften etablieren sich seitdem – und bisweilen im direkten Anschluss an die avantgardistischen Traditionen – als Spielformen zeitgenössischen Schreibens. Literatur wird dadurch auch in Bereichen wirksam, die bisher als kunstfrei galten, sodass die Grenzen des literarischen Diskurses neu verhandelt werden müssen. Zugleich liefern derartige Experimente Impulse für alternative Schreibformen in klassischen Formaten der Literatur – und sind damit durchaus auch kommerziell erfolgreich. Das Panel zur experimentellen Literatur der letzten ca. 20 Jahre setzt an dieser historischen Schnittstelle an und widmet sich den literarischen Erprobungen neuer Inhalte und Darstellungsmöglichkeiten. Diskutiert werden kann dabei auch, inwiefern die Beschäftigung mit experimenteller Literatur neue Formen des wissenschaftlichen Arbeitens erfordert.


Fragestellungen

In den Vorträgen können u.a. folgende Fragen verhandelt werden:
• Worin besteht das literarische Innovationspotential neuer bzw. anderer Medien sowie performativer Verfahren? Neben dem Internet zählen dazu u.a. die Ästhetisierung von Textelementen in haptischen oder audio-visuellen Medien (auch in der Kombination von Text und Comic, z.B. in ‚tokio, rückwärtstagebuch‘ von Kathrin Röggla/Oliver Grajewski, 2009), die materiale Integration von Schrift in den öffentlichen Raum (Schriftskulpturen, Lichtschriften) oder die Inszenierung von Literatur in neuen rezeptionsästhetischen Interaktionsmodi (Poetry Slam).
• Welche literarischen Experimente erlaubt das traditionelle Buchformat? Gemeint sind hier u.a. intermateriale Collagen (z.B. Herta Müller: Die blassen Herren mit den Mokkatassen, 2005), antihermeneutische Strategien, die z.B. mit der Linearität oder der Kohärenz des Textes brechen (so in Clemens Setz: Indigo, 2012), die Neubewertung von Autorfunktionen oder innovative Formen autofiktionalen Schreibens (etwa in Wolf Haas: Verteidigung der Missionarsstellung, 2012), zudem die Integration neuer Textsorten in die Literatur (etwa von Interviews oder E-Mails).
• Wo mit provokanten Themen oder Haltungen experimentiert wird, stellt sich ferner die Frage, inwiefern damit ein kritischer Gegendiskurs etabliert werden kann, der Stereotype und Sagbarkeitstopoi aufbricht (z.B. Sibylle Lewitscharoff: Pong, 1998).
• Inwiefern kann schließlich die Literaturwissenschaft mit ihren klassischen Analysemethoden den Experimenten überhaupt adäquat begegnen? Müsste sie nicht ihrerseits experimentelle Formen der Beschreibung ausbilden?

Die Sektion wird geleitet von Jun.-Prof. Dr. Torsten Hoffmann, Dr. Christoph Kleinschmidt (beide Goethe-Universität Frankfurt), Dr. Lehel Sata (Universität Pécs) und Prof. Dr. Tobias Wilke (Columbia University New York). Ein Abstract von max. 300 Wörtern und eine Kurzbiographie senden Sie bitte bis zum 31. August 2014 an C.Kleinschmidt@em.uni-frankfurt.de.

Weitere Informationen über die Konferenz und zur Mitgliedschaft in der IVG finden Sie auf der Webseite: http://www.ivg2015-tongji.com/
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortShanghai
Bewerbungsschluss31.08.2014
Beginn23.08.2015
Ende30.08.2015
PersonName: Kleinschmidt, Christoph [Dr.] 
Funktion: Koordinator 
E-Mail: C.Kleinschmidt@em.uni-frankfurt.de 
KontaktdatenName/Institution: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik 
Strasse/Postfach: Grüneburgplatz 1 
Postleitzahl: 60629 
Stadt: Frankfurt am Main 
Telefon: 069/798-32692 
Fax: 069/798-32695 
E-Mail: C.Kleinschmidt@em.uni-frankfurt.de 
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft
Klassifikation19.00.00 1990 bis zur Gegenwart
Ediert von  H-Germanistik
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