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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Historische Unsicherheit im Spiegel sprachlicher Konstruktionen. Sprach- und literaturwissenschaftliche Zugänge zu berichteter und erzählter Vergangenheit"
RessourcentypVerschiedenes (Workshops, Sommerschulen u.a.)
TitelHistorische Unsicherheit im Spiegel sprachlicher Konstruktionen. Sprach- und literaturwissenschaftliche Zugänge zu berichteter und erzählter Vergangenheit
BeschreibungSommerschule des Europäischen Zentrums für Sprachwissenschaften (EZS)

"Historische Unsicherheit im Spiegel sprachlicher Konstruktionen. Sprach- und literaturwissenschaftliche Zugänge zu berichteter und erzählter Vergangenheit"

vom 28.07. bis zum 01.08.2014 am Germanistischen Seminar Heidelberg

Ausschreibung von 35 Teilnehmerplätzen sowie 17 Reisestipendien und 10 Kurzstipendien

gefördert von der VolkswagenStiftung
www.sommerschule2014.ezs-online.de
Bewerbungsfrist: 20. Juni 2014
Informationen zur Bewerbung unter info@ezs-online.de und auf unserer Homepage www.ezs-online.de

Das Europäische Zentrum für Sprachwissenschaften (EZS), eine Kooperation zwischen der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und dem Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim, schreibt 35 Plätze zur Teilnahme an der Sommerschule „Historische Unsicherheit im Spiegel sprachlicher Konstruktionen. Sprach- und literaturwissenschaftliche Zugänge zu berichteter und erzählter Vergangenheit“ aus.

Im Mittelpunkt der EZS-Sommerschule steht die sprachliche Verarbeitung von historischen Wirklichkeiten in politisch und gesellschaftlich unsicheren Phasen, wie etwa im Jahr des Kriegsausbruchs 1914, im geteilten Europa nach 1945 oder im Jahr des Mauerfalls, 1989. Die damit einhergehenden historischen Wendepunkte manifestieren sich auf symptomatische Weise in der sprachlichen Konstitution von geschichtlichen Ereignissen. In faktualen und fiktionalen Texten werden sie folglich sichtbar, greifbar und sprach- bzw. literaturwissenschaftlich untersuchbar. Hermeneutischer Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Text. Er stellt das verbindende Element der Sprach- und Literaturwissenschaft dar: (Zeit-)Geschichte wird konstruiert und rezipiert in mündlichen und schriftlichen Zeugnissen. Verschiedene Konzepte und Wahrnehmungen von gesellschaftlichen und politischen Zuständen prägen sich dabei in Sprache aus bzw. schreiben sich in Sprache ein.
Wir verstehen die EZS-Sommerschule auch als einen Schritt auf dem Weg zur Etablierung einer sich derzeit entwickelnden Literaturlinguistik. Sprach- und LiteraturwissenschaftlerInnen sollen daher in mehreren Plenumsseminaren methodische Zugänge an ausgewählten Textbeispielen erproben.

Inhaltlich liegt der Schwerpunkt der EZS-Sommerschule in der Überführung narratologischer und diskursanalytischer Verfahren in einen Forschungsansatz an der Schnittstelle von Sprach- und Literaturwissenschaft. Dieser gestattet es, verborgene Interferenzen zwischen moderner Erzählliteratur und medialer Berichterstattung aufzufinden und systematisch zu erschließen. Um dem Anspruch einer Zusammenführung der sprach- und literaturwissenschaftlichen Methoden gerecht zu werden, ist ein Veranstaltungstag anberaumt, der sich in konzentrierter Form, praxisorientiert dem zuvor theoretisch fundierten Themenhintergrund widmet: Das Jahr 1914 im Spiegel der Geschichtskonstruktion bildet das Beispiel, an dem sprach- und literaturwissenschaftliche Zugänge geprüft werden sollen.

In Vorträgen und mehrtägigen Workshops sollen die theoretischen Grundlagen vermittelt und Methoden zur sprach- und literaturwissenschaftlichen Analyse von faktualen und fiktionalen Texten trainiert werden. Die aktive Einbindung der TeilnehmerInnen stellt einen dabei einen wichtigen Bestandteil der EZS-Sommerschule dar, so dass sich viel Raum bieten wird, um das eigene Master-, Dissertation- oder Habilitationsprojekt zur Diskussion stellen zu können. Neben Sprach- und LiteraturwissenschaftlerInnen sind auch HistorikerInnen und KulturwissenschaftlerInnen zur Bewerbung eingeladen.

Die EZS-Sommerschule wird ausgerichtet von Prof. Dr. Barbara Beßlich, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig M. Eichinger, Prof. Dr. Ekkehard Felder und Prof. Dr. Jörg Riecke sowie den Advisory Board-Mitgliedern Prof. Dr. Helmuth Kiesel und Prof. Dr. Ulla Fix.

Auszüge aus dem Programm

Eröffnungsvortrag
„Ist Geschichte (nur) eine Konstruktion? Plädoyer für eine neue Geschichtsphilosophie“: Prof. Dr. Jörn Rüsen (Essen)

Plenumsvorträge
„Fiktionalität und Faktualität bei Ernst Jünger“: Prof. Dr. Helmuth Kiesel (Heidelberg)
„Fiktionalität und Faktualität – Sinnebenen literarischer Texte am Beispiel Thomas Manns“: Prof. Dr. Jochen A. Bär (Vechta)
„Zur transkriptiven Logik der Erinnerung“ Prof. Dr. Ludwig Jäger (Aachen)

Workshops und Vorträge während der Sommerschule
„Literatuwissenschaft und Linguistik - Das Projekt Literaturlinguistik“: Prof. Dr. Ulla Fix (Leipzig)
„Krieg der Ideen – Thomas Manns 'Gedanken im Kriege'”: Prof. Dr. Barbara Beßlich (Heidelberg)
„Text- und Diskurshermeneutik“: Prof. Dr. Jochen A. Bär/Pamela Steen (Vechta/Leipzig)
„Sprache und Politik“: Prof. Dr. Heidrun Kämper (Mannheim)
„Schwerpunkt Literaturwissenschaft“: PD Dr. Christian Klein (Wuppertal)
„Schwerpunkt Multimodalität“: Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert (Koblenz-Landau)
„Historische Semantik und Geschichtswissenschaft“: Prof. Dr. Anja Lobenstein-Reichmann (Göttingen/Heidelberg/Prag)
„Fiktionalität und Faktualität in der Lyrik. Friedrich Gundolfs Gedicht '1914'“: Philipp Redl (Heidelberg)
„Lettres des soldats semi-lettrés pendant la Première Guerre mondiale ”: Prof. Dr. Agnès Steuckardt (Montpellier)
„Geschichte in Geschichten: Gottfried Benns ahistorisches Schreiben im Ersten Weltkrieg“: PD. Dr. Friederike Reents (Heidelberg)
„Kunst und Macht in Stefan Andres' Novelle 'El Greco malt den Großinquisitor'": Dr. Bernhard Walcher (Heidelberg)
„Literatur in der Diaspora“: Dr. Anne Brüske (Heidelberg)
„Historizität in der Unternehmenskommunikation“: Carolin Schwegler M.A./ Simone Burel M.A. (Köln/Heidelberg)
„Geschichte als Spur im Text“: Dr. Marcus Müller (Heidelberg)
„Erinnerungen zwischen Mimesis und Konstruktion. Über Uwe Johnsons Jahrestage“: Matthias Attig M.A. (Heidelberg)
„Satzadverbien zwischen Faktualität und Fiktionalität im Spiegel des Budapester deutsch-ungarischen Vergleichskorpus“: PD Dr. Attila Peteri (Budapest)
„1968" zwischen Faktualität und Fiktionalität: Transdisziplinäre Medienanalyse von Film- und Fernseherzählungen“: Dr. Giulia Pelillo/Martin Stallmann M.A. (Heidelberg)
„Der Germanen-Mythos. Literarische Konstruktion deutscher (Wunsch-)Geschichte“: Franziska Feger M.A. (Heidelberg)


Die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro. Zur Bewerbung bitten wir um die elektronische Zusendung folgender Dateien:

• eine kurze Darstellung des Lebenslaufs (tabellarisch)
• ein Abstract zum aktuellen Forschungsprojekt (ca. 1000 Zeichen)
• ein Motivationsschreiben

Mit der Bewerbung können verschiedene Stipendien beantragt werden, die von der VolkswagenStiftung zur Verfügung gestellt werden: Wir vergeben 17 Stipendien zur Übernahme der Reisekosten (auf Antrag) sowie 10 Kurz-Stipendien zur Deckung der Aufenthaltskosten vor Ort in Höhe von 300 Euro (auf Antrag). Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung eine Begründung bei, weshalb Sie sich um ein Stipendium bewerben (z. B. Promovierende mit Kind, geringfügiges Beschäftigungsverhältnis).









Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressewww.sommerschule2014.ezs-online.de
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortHeidelberg
Bewerbungsschluss20.06.2014
Beginn28.07.2014
Ende01.08.2014
PersonName: Janine Luth 
Funktion: Akademische Mitarbeiterin 
E-Mail: luth@ezs-online.de 
KontaktdatenName/Institution: Europäisches Zentrum für Sprachwissenschaften 
Strasse/Postfach: Hauptstraße 207-209 
Postleitzahl: 69117  
Stadt: Heidelberg 
Telefon: 06221543241 
E-Mail: luth@ezs-online.de 
Internetadresse: www.ezs-online.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLinguistik; Literaturwissenschaft
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft
Ediert von  H-Germanistik
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© Virtuelle Fachbibliothek Germanistik | Letzte Änderung 06.06.2014 | Impressum | Intern