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Ergebnisanzeige "IVG 2015 Panel: „Lesen Germanisten anders? Zur kritischen Kompetenz von Literatur- und Kulturwissenschaft“"
RessourcentypCall for Papers
TitelIVG 2015 Panel: „Lesen Germanisten anders? Zur kritischen Kompetenz von Literatur- und Kulturwissenschaft“
BeschreibungCall for Papers (Einsendeschluss 30. September 2014)

Sektion B 16
„Lesen Germanisten anders? Zur kritischen Kompetenz von Literatur- und
Kulturwissenschaft“
XIII. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG):
Germanistik zwischen Tradition und Innovation, 23.-31.08.2015,
Shanghai

Leitung der Sektion: Bernd Fischer (The Ohio State University), May
Mergenthaler (The Ohio State University), Julia Ng (Goldsmiths,
University of London), Erica Weitzman (University of California at
Berkeley)

Neuer Rechtfertigungsdruck, große finanzielle Einschnitte und die
fortgesetzte Sinnsuche haben maßgeblichen Einfluss auf die
gegenwärtigen Entwicklungen in der germanistischen Forschung und Lehre
hin zu Kulturwissenschaft, Interdisziplinarität, Wissenstheorie,
Transnationalismus, Medienwissenschaft und digitaler
Geisteswissenschaft. Gemeinsam ist diesen unterschiedlichen Ansätzen,
dass sie die Kompetenz der im 19. Jahrhundert als Literatur- und
Kulturgeschichte entstandenen Germanistik schier grenzenlos ausweiten.
Zugleich setzen sie oft voraus, dass das Fach ein spezifisches
Potenzial zu einer alternativen, kritischen oder sogar ethischen
Welterschließung besitzt, das es von den exakten Wissenschaften und
der analytischen Philosophie sowie von anderen Literatur- und
Kulturwissenschaften unterscheidet­­. Dieser kritische und
weltanschauliche Anspruch der Germanistik lässt sich bis zu den
Anfängen des Faches in den Epochen der Romantik, Klassik und des
Vormärz zurückverfolgen und wurde im 20. Jahrhundert insbesondere für
die Metaphysik- und Ideologiekritik und die Psychoanalyse zum
zentralen Anliegen. Ziel der Sektion „Lesen Germanisten anders?“ ist
es, die Voraussetzungen dieses Anspruchs aus historischer und
theoretischer Perspektive zu untersuchen. Sie versucht somit Fragen
nach einer spezifisch germanistischen Kompetenz zuzuspitzen, die z. B.
auf dem DFG-Symposium „Grenzen der Germanistik – Rephilologisierung
oder Erweiterung“ (2003) diskutiert wurden, indem sie den Schwerpunkt
auf die sprach-, metaphysik-, gesellschafts- und
wissenschaftskritischen Traditionen und Potenziale der Germanistik
verlegt.

Wir bitten um kurze Beschreibungen von theorie- oder praxis-fundierten
Beiträgen, die sich der gegenwärtigen Ausprägung der Frage nach der
Legitimität unseres Fachs – wie vorsichtig auch immer – stellen
wollen.

Eine Auswahl möglicher Themenbereiche:
• Literatur- und Kulturwissenschaft als Sprach-, Metaphysik-,
Gesellschafts- und Wissenschaftskritik
• der Erkenntnisanspruch der Literatur- und Kulturwissenschaft
• die Idee(n) der Philologie
• Zurückwendung zur ästhetischen Erfahrung: konservative Mystik oder
progressive Wissenschaft?
• Kompetenz vs. Dilettantismus
• Grenzen der Kulturwissenschaft
• das Problem der wissenschaftlichen Anerkennung
• Inter- und Transdisziplinarität
• Internationalisierung

Abstracts auf Deutsch oder Englisch von max. 250 Wörtern sind bis zum
30.09.2014 zu richten an: fischer.5@osu.edu, mergenthaler.4@osu.edu,
j.ng@gold.ac.uk, erica.weitzman@berkeley.edu
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortShanghai
Bewerbungsschluss30.09.2014
Beginn23.08.2015
Ende31.08.2015
Ediert von  H-Germanistik
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