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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "IVG-Panel: Vernetzte Autorinnen (17. bis 19. Jahrhundert)"
RessourcentypCall for Papers
TitelIVG-Panel: Vernetzte Autorinnen (17. bis 19. Jahrhundert)
BeschreibungSektion B 10. IVG Kongress, 24. bis. 30. August 2015, Shanghai, China.

Vernetzte Autorinnen (17. bis 19. Jahrhundert)

Die Herausbildung des Künstlers als autonomes Subjekt und schließlich als Genie ist eingebettet in Emanzipations- und Individuationsprozesse des bürgerlichen Mannes. Autorinnen und Schriftstellerinnen können sich weder in diese Position hineinschreiben, noch werden sie – in der Traditions- und Kanonbildung – in sie hineingelesen. Die Autonomieästhetik der Moderne hält für das weibliche Schreiben keinen Ort vor und muss das frühneuzeitliche Schreiben von Frauen abwerten oder verschweigen. Autorinnen schreiben, sind vernetzt und finden ihr Publikum, aber keine angemessene Niederschrift in den Wissensbeständen. Einzelne wenige Schriftstellerinnen ragen als Ausnahmen heraus.

Die feministische Literatur- wie Geschichtswissenschaft hat in den letzten Dekaden erhebliche Erfolge erzielt bei der Identifizierung vergessener Autorinnen und diese in Forschung, Editionen und Genealogisierung in die Literatur zurückgeholt. Die Paradoxie – und Widerständigkeit – weiblichen Schreibens angesichts der Exklusion aus dem Konzept des Künstlerischen lässt sich jedoch nicht allein in einer Archäologie des Werkes und der Biographie, sondern auch in den realen Vernetzungen von Schriftstellerinnen aufspüren. Anders als es die Solitäre einer konstruierten, lange nachhallenden Autonomieästhetik behaupten sollen, findet das Schreiben als literarisches, aber auch als soziales, ökonomisches, mediales, politisches usw. Geschehen in Netzwerken und Kommunikationszusammenhängen statt.

Fragestellungen
Das Panel fragt explizit nach den Vernetzungen von Autorinnen des 17. bis 19. Jahrhunderts als Bestandteil ihres Schaffens, sei es in die Kollegenschaft, zu Förderern, in Freundschaftszirkel, in Produktions- und Gewinnzonen hinein, zu Topoi und Tabus ihrer literarischen Zeitgenossenschaft, zu Wirkungsweisen und Wechselwirkungen der Gesellschaft. Die Frage gilt den vernetzten Profilen literarischer Produktionsbedingungen für Autorinnen als Akteurinnen in spezifischen Kontexten. Dabei ist insbesondere auch zu fragen, ob sich die Strukturen der vernetzten Produktionsweisen im Übergang zum 19. Jahrhundert maßgeblich ändern.

Bitte senden Sie einen Abriss von 300 Wörtern und eine halbe Seite biobibliographische Information an
Dr. Waltraud Maierhofer (waltraud-maierhofer@uiowa.edu)
Dr. Ulrike Gleixner (gleixner@hab.de)
Dr. Gabriele Kämper (Gabriele.Kaemper@alumni.tu-berlin.de)
Dr. Xiaoqiao Wu (xiaoqiaowu@hotmail.com).

Vorläufiger TErmin: 31. Aug. 2014
Mitgliedschaft und weitere Information: http://ivg2015-tongji.com/


Waltraud Maierhofer/ Professor / German and Honors Program / PH / University of Iowa / Iowa City, IA 52317 / USA
Land +1 (319) 335 2245 mobile (866) 465 1607 / waltraud-maierhofer(at)uiowa.edu / skype: wal1traud.
Symposium "Pill and Pen," March 7-9
http://clas.uiowa.edu/dwllc/news-events/pill-and-pen-contraception-and-unwanted-pregnancy-literature-and-popular-culture
International board International Germanistik meeting 2015 Shanghai

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortShanghai
Bewerbungsschluss31.08.2014
Beginn24.08.2015
Ende30.08.2015
PersonName: Maierhofer, Waldtraud 
E-Mail: waltraud-maierhofer@uiowa.edu 
LandChina
SchlüsselbegriffeGenderforschung
Ediert von  H-Germanistik
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