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Ergebnisanzeige "Internationales Symposium "Mediale Ambivalenzen / Ambivalente Medien""
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelInternationales Symposium "Mediale Ambivalenzen / Ambivalente Medien"
BeschreibungMediale Ambivalenzen / Ambivalente Medien

Internationales Symposium im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft Mainz – Bydgoszcz
Transformationen. Neue Germanistische Perspektiven in Forschung und Lehre

12.-16. Mai 2014

Atrium Maximum der Alten Mensa, Johann-Joachim-Becher-Weg 3-9
Info-Box am Haus Recht und Wirtschaft, Jakob-Welder-Weg

Veranstalter:
Prof. Dr. Dagmar von Hoff
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Fachbereich 05 – Philosophie und Philologie
Deutsches Institut

Spätestens mit der Google Glass-Brille fällt eine der letzten Grenzen zwischen Mensch und Medium. Chancen und Risiken liegen hierin eng beieinander. Die digitale Revolution leitet eine neue Ära der Menschheitsgeschichte ein, deren gesellschaftliche Implikationen erst allmählich erahnbar werden.
Doch wie loten die Geisteswissenschaften jene gegenwärtigen Umbrüche aus? Auf dem Internationalen Symposium „Ambivalente Medien / Mediale Ambivalenzen“ vom 12.-16.5.2014 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nehmen sich deutsche und polnische Germanisten der medialen Durchdringung von Sprache und Literatur an. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes geförderten Germanistischen Institutspartnerschaft Mainz-Bydgoszcz statt.
Vor allem neuere Entwicklungen, darunter die Aufdeckungen des Whistleblowers Edward Snowden, erfordern eine grundlegend neue Betrachtung der Wechselwirkungen zwischen digitalen Kommunikationstechnologien und der sozialen Realität. Neben thematischen Sektionen zur Medialität in der Gegenwartsliteratur, der Sprache sowie filmischen Adaptionen, die gängige Grenzziehungen zwischen verschiedenen Medien infragestellen, werden vor allem zwei Vorträge künstlerische und soziale Topografien neu vermessen: Nähert sich Prof. Dr. Sabine Hake von der University of Texas at Austin dem medialen Zusammenspiel im Werk Walter Felsensteins an, wagt Prof. Dr. Manfred Schneider von der Ruhr-Universität Bochum eine Diagnose der aktuellen Transparenzgesellschaft. Mit ihrer Tagung versucht die Veranstalterin Prof. Dr. Dagmar von Hoff, Vertreterin des Bereichs für Germanistische Medienwissenschaft am Deutschen Institut im Fachbereich 05 – Philosophie und Philologie, eine Sonde an das Hier und Heute zu legen und sowohl Möglichkeitshorizonte wie auch Unwägbarkeiten im Umgang mit virtuellen Netzwerken zu thematisieren.
Wenn die Grenzen zwischen Realität und Virtualität zunehmend verschwimmen und der Cyberspace die Qualität eines eigenen Lebensraums annimmt, muss diese Entwicklung durch eine politische und ethische Reflexion begleitet werden. Was manchem Kulturpessimisten indes als Untergang des Abendlandes erscheinen mag, kann für die krisengeschüttelten Geisteswissenschaften eine Chance zur Bewährung sein: Der digitale Fortschritt mag technischer Natur sein. Doch er braucht auch ein waches Bewusstsein, dem ein souveräner Diskurs vorausgeht.

Programm:

Montag, 12. Mai

17:00-19:00 Uhr Auftakt
Info-Box am Haus Recht und Wirtschaft, Jakob-Welder-Weg
Get together mit Sekt, Selters und Brezeln


Dienstag, 13. Mai
Atrium Maximum der Alten Mensa, Johann-Joachim-Becher-Weg 3-9

10:00 Eröffnung des Symposiums

Begrüßung durch den Dekan des Fachbereichs 05 – Philosophie und Philologie
Prof. Dr. Stephan Jolie

Begrüßung durch die Geschäftsführende Leiterin des Deutschen Instituts
Prof. Dr. Ariane Martin

Mediale Ambivalenzen / Ambivalente Medien. Eine thematische Einführung
Prof. Dr. Dagmar von Hoff

Medienkonvergenz interdisziplinär betrachtet: Konzept des Forschungsschwerpunkts
Prof. Dr. Birgit Stark (Sprecherin des Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz der JGU)

11:00-11:15 Kaffeepause

Deutsch-Französisches Doktorandenkolleg in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften Mainz-Dijon
Prof. Dr. Stephan Jolie (Sprecher des Doktorandenkollegs)

Strukturierte Promotionsprogramme – ein Erfahrungsbericht
Prof. Dr. em. Inge Stephan (Humboldt-Universität zu Berlin, Fellow)

12:00-13:30 Mittagspause

13:30 Sprache als Medium

Migration in deutschen Familiennamen – Das Projekt Deutscher Familiennamenatlas
Prof. Dr. Damaris Nübling (Univ. Mainz)

Deutsche Sprache der Wolgadeutschen in den 20er und 30er Jahren – zum Problem der Sowjetisierung im Pressediskurs
Prof. Dr. Marek Cieszkowski (Univ. Bydgoszcz)

Wissen für Eingeweihte wird vergessen
Prof. Dr. Uta Störmer-Caysa (Univ. Mainz)

15:00-15:15 Kaffeepause

Sprache zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit
Prof. Dr. Jochen Geilfuß-Wolfgang / Dr. habil. Franz d´Avis (Univ. Mainz)

Emotionen im Medium Sprache
Dr. Jacek Szczepaniak (Univ. Mainz)

16:15-16:30 Kaffeepause

Noch ein Text oder bereits ein Bild? Zur Undefinierbarkeit der Grenze
Anna Kapuścińska (Univ. Bydgoszcz)

Chat-basierte Kommunikation im FSU – Sprachdidaktische Überlegungen
Karol Gliszczyński (Univ. Bydgoszcz)

18:00 Empfang im Anschluss

Mittwoch, 14. Mai

10:00 Angewandte Philologie

Empirische Ästhetik und literarische Sprache
PD Dr. Pascal Nicklas (Univ. Mainz)

Welchen Einfluss hat Musik auf das Lernen einer Fremdsprache?
PD Dr. Marion Grein (Univ. Mainz)

11:00-11:15 Kaffeepause

"post it if you can" – Digitale Netzwerke für literaturwissenschaftlichen Wissenstransfer: Chancen und Perspektiven für die Germanistik
Dr. Constanze Baum (Univ. Mainz)

Mediale Ambivalenzen / Ambivalente Medien in der Praxis: ein Verlagsbericht
Dr. Jörg Meidenbauer (Geschäftsführer Verlag Peter Lang)

12:15-13:30 Mittagspause

13:30 Medialität in der Gegenwartsliteratur

Zuschauer des Lebens. Medialität und Entfremdung in Katharina Hackers Roman Die Habenichtse
Julia Sander (Univ. Mainz)

'Dinge, die verschwinden' als Medien des Gedächtnisses
Małgorzata Zalewska (Univ. Bydgoszcz)

14:30-14:45 Kaffeepause

Das Radiomädchen – Materialität und Medialität in Juli Zehs Adler und Engel
Lena Wetenkamp (Univ. Mainz)

Industrielle Wunderstädte, elysäische Felder und Inseln der Seligen. Zu den Nekropolen W. G. Sebalds
Paul Whitehead (Univ. Mainz)

Zur Produktion intermedialer Labyrinthe in der Literatur
Aglaia Bianchi (Univ. Mainz)

16:30-18:00 Modul Medienkompetenz
Info-Box am Haus Recht und Wirtschaft
Medientheorie und Praxis veranstaltet von der Arbeitsstelle Literarische Filmpraxis

19:00-20:00
Rahmenprogramm
Führung durch die Sonderausstellung „Fortschritt! Frisch gepresst“ im Gutenberg-Museum Mainz, Liebfrauenplatz 5, 55116 Mainz

Donnerstag, 15. Mai

10:00 Transparenzgesellschaft

Stichworte zu einer Medientheorie der Transparenz
Prof. Dr. Manfred Schneider (Ruhr-Universität Bochum)

11:00-11:15 Kaffeepause

Durchleuchtung in der Finsternis: Die Gewalt der Transparenz in Franz Kafkas Der Prozess
Björn Hayer (Univ. Mainz)

Medialität ohne Eigenschaften. Robert Musils Transparenzkonzept
Bernadette Appel (Univ. Mainz)

11:15-13:30 Mittagspause

13:30 Literatur und Film

Media Convergence and Cold War Politics – Walter Felsenstein and the Opera Film
Prof. Dr. Sabine Hake (University of Texas at Austin)

14:30-14:45 Kaffeepause

Fräulein Else und die Nackte Wahrheit. Arthur Schnitzlers Novelle und ihre Bearbeitungen
Dr. Alexandra Tacke (Univ. Bydgoszcz)

Das homosexuelle Melodram
Dr. des. Steffen Bußer (Univ. Mainz)

16:00
Info-Box am Haus Recht und Wirtschaft

Ludonarrative Fiktionen – Aktuelle Perspektiven und Ambivalenzen der Game Studies
PD Dr. Andreas Rauscher (Univ. Mainz)

16:30-16:45 Kaffeepause

"They were living their lives as if upon a stage." – Die Bühne als intermedialer Raum für Ballett, Theater und Film in Joe Wrights Anna Karenina-Adaption
Sabine Morweiser (Univ. Mainz)

Lyrik transmedial
Janin Aadam (Univ. Mainz)

Büchner, Calis, Woyzeck – Volkskultur im Medientransfer
Tim Weber (Univ. Mainz)

18:30
Ausblick auf den internationalen Workshop an der Uniwersytet Kazimierza Wielkiego Bydgoszcz zum Forschungsprojekt „Temperaturen des Begehrens“
Prof. Dr. Monika Szczepaniak (Univ. Bydgoszcz)

Freitag, 16. Mai

10:00-12:00 Entwicklung curricularer Lehrmodule
Infobox am Haus Recht und Wirtschaft
Promovendenworkshop im Rahmen der germanistischen Institutspartnerschaft Mainz-Bydgoszcz
Leitung: Dagmar von Hoff


Kontakt
Lena Wetenkamp (M.A.)
Wissenschaftliche Koordination
wetenkamp@uni-mainz.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.germanistik.uni-mainz.de/pdfs/Flyer%20Mediale%20Ambivalenze...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortMainz
Beginn12.05.2014
Ende16.05.2014
PersonName: Prof. Dr. Dagmar von Hoff  
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: dvhoff@uni-mainz.de 
KontaktdatenName/Institution: Lena Wetenkamp (wissenschaftliche Koordination des Symposiums), Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutsches Institut 
Strasse/Postfach: Jakob-Welder-Weg 18 
Postleitzahl: 55128 
Stadt: Mainz 
Telefon: 06131 39-28211 
E-Mail: wetenkamp@uni-mainz.de 
LandDeutschland
Ediert von  H-Germanistik
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