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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "LebensWissen. Poetologien des Lebendigen im langen 19. Jahrhundert"
RessourcentypCall for Papers
TitelLebensWissen. Poetologien des Lebendigen im langen 19. Jahrhundert
BeschreibungCall for Papers für die Tagung:

LebensWissen. Poetologien des Lebendigen im langen 19. Jahrhundert


Für die Formierung eines verzeitlichten Verständnisses des Lebens sind die um 1800 etablierten epigenetischen Entwicklungstheorien sowie das Konzept der Vererbung, das dann vor allem seit Mitte des 19. Jahrhunderts den Diskurs über das Leben maßgeblich prägt, von entscheidender Bedeutung. Mit ihnen werden Fragen nach der organischen Gestaltbildung, der Individual- und der Gattungsgenese aufgerufen; nach Bildungs- und Umbildungsprozessen also, die den Faktor Zeit als produktives Moment von Entwicklung einschließen. Dieses Wissen vom Leben wird keineswegs nur in der Biologie verhandelt, sondern ist in seiner jeweiligen Ausprägung auch Gegenstand anderer Diskurse, wie etwa der Natur- und Erkenntnisphilosophie, der Medizin und Psychiatrie, der Politik und insbesondere auch der Ästhetik und Literatur.
Im Sinne der Ausgangshypothese des an den Universitäten Genf, Lausanne und Neuchâtel angesiedelten ProDocs "Das unsichere Wissen der Literatur. Natur. Recht. Ästhetik", in dessen Rahmen die Tagung stattfindet, wird hier angenommen, dass die Beziehungen und Austauschprozesse zwischen der Literatur und den genannten Wissensbeständen im langen 19. Jahrhundert genau deswegen besonders intensiv sind, weil diese durch ihren unsicheren epistemischen Status eine diskursive Offenheit aufweisen.
Die daraus hervorgehenden Diskursverknüpfungen will die Tagung in den Blick nehmen und das in doppelter Weise: Davon ausgehend, dass literarisch-ästhetische Verfahren immer auch konstitutive Elemente wissenschaftlicher Repräsentation und Theoriebildung sind, muss zum einen nach der Rolle poetischer Darstellungsweisen bei der Etablierung, Modellierung und Strukturierung einer neuen, dynamisierten Wissensordnung des Lebendigen gefragt werden. Dabei sollen vor allem mediale, narrative, rhetorische, argumentative und formale Aspekte fokussiert werden, die bei der Darstellung des unsicheren Wissens vom Leben zum Tragen kommen. Zum anderen gilt es auch, die Literatur im Hinblick auf mögliche Veränderungen und Modifikationen zu untersuchen, die durch die Integration jenes Wissens erzeugt werden.
Um die Poetologien des Lebendigen auszuleuchten, bieten sich zwei Themenkomplexe an, denen sich mögliche Beiträge widmen sollten: Der erste Schwerpunkt wendet sich Fragen nach dem „Werden der Form“ zu, während sich der zweite für das Verhältnis von „Vererbung und Literatur“ interessiert. Die spezifischen Fragestellungen entnehmen Sie bitte der ausführlichen Fassung dieses call for papers unter dem Link:

http://www.unsichereswissen.ch/fileadmin/downloads/Natur/CFP_LebensWissen_Langfassung.pdf

***
Die Tagung wird vom 26. bis 28. März 2015 an der Universität Neuchâtel stattfinden. Die Reise- und Übernachtungskosten der Referentinnen und Referenten werden von den Veranstaltern übernommen. Die Veröffentlichung der Beiträge in einem Tagungsband ist geplant.

Wir laden insbesondere Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler herzlich ein, sich zu bewerben. (Gleichzeitig werden einige Beiträgerinnen und Beiträger direkt eingeladen.) Dafür senden Sie bitte bis zum 31. August 2014 ein etwa einseitiges Exposé mit einem kurzen wissenschaftlichen CV an eine der folgenden Adressen:

judith.preiss@unine.ch
benjamin.brueckner@unine.ch

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.unsichereswissen.ch/fileadmin/downloads/Natur/CFP_LebensWis...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortNeuchâtel
Bewerbungsschluss31.08.2014
Beginn26.03.2015
Ende28.03.2015
PersonName: Judith Preiß 
Funktion: Veranstalterin 
E-Mail: judith.preiss@unine.ch 
Name: Benjamin Brückner 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: benjamin.brueckner@unine.ch 
KontaktdatenName/Institution: Judith Preiß/ Université de Neuchâtel  
Strasse/Postfach: Faubourg de l'Hôpital 77, b. 205 
Postleitzahl: CH-2000 
Stadt: Neuchâtel  
Telefon: 0041 32 718 16 68 
E-Mail: judith.preiss@unine.ch 
Internetadresse: http://www.unsichereswissen.ch/index.php?id=37 
Name/Institution: Benjamin Brückner/Université de Neuchâtel  
Strasse/Postfach: Faubourg de l'Hôpital 77, b. 205 
Postleitzahl: CH-2000 
Stadt: Neuchâtel 
Telefon: 0041 32 718 16 13 
E-Mail: benjamin.brueckner@unine.ch 
Internetadresse: http://www.unsichereswissen.ch/index.php?id=36 
LandSchweiz
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Literatur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur- u. Kulturgeschichte
Zusätzliches SuchwortLiteratur und Wissen; Lebenswissen
Ediert von  H-Germanistik
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