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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Kleists Dinge"
RessourcentypCall for Papers
TitelKleists Dinge
BeschreibungJahrestagung der Heinrich-von Kleist-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum, 21.-22. November 2014

In diesem Jahr findet die Jahrestagung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft im neueröffneten Kleist-Museum in Frankfurt an der Oder statt. Ein guter Anlass, sich an diesem Ort, an dem bestimmungsgemäß Objekte zu Kleists Leben, Werk und Wirkung gesammelt, bewahrt und präsentiert werden, mit der Frage nach Kleists Verhältnis zur Welt der Dinge zu beschäftigen. Schon im sogenannten Glücksaufsatz (1799) heißt es: "[...] es stellt sich in unsrer gemeinen Lebensweise nur die Außenseite der Dinge dar, nur starke und heftige Wirkungen fesseln unsern Blick, die mäßigen entschlüpfen ihm in dem Tumult der Dinge."

Dinge sind subjektlos. Sie unterliegen physikalischen, vom Menschen erfassbaren Gesetzen (Naturdinge) und menschlichem Willen (Nutzdinge). Doch Dinge können auch über Eigensinn verfügen, über eine Dimension, die sich dem menschlichen Zugriff sperrt; sie erweisen sich dann im doppelten Sinn als unfassbar: als unbegreifbar und als unverfügbar. Gleichzeitig offenbart sich die Abhängigkeit der Menschen von den Dingen.
Komplexität, Ambiguität und Eigenmacht der Dingwelt stehen seit mehreren Jahren auch im Fokus der Kulturwissenschaften. Untersucht werden die sinn- und gemeinschaftsstiftenden Eigenschaften der Dinge, ihre kulturellen, sozialen oder genderspezifischen Funktionen, ihre Fähigkeit, Evidenz herzustellen. Darüber hinaus interessieren Mechanismen der Mythologisierung, Auratisierung und Fetischisierung der Dinge.

Die Jahrestagung 2014 fragt nach Spuren, Zeichen und Reflexen der prekären Beziehung zwischen Mensch und Ding sowie des Eigenlebens der Dinge in Kleists Leben und Werk. Folgende Bereiche und Aspekte bieten sich an:
- Kleists materielle Hinterlassenschaft: Welche Dingbiographien lassen sich erzählen? Welche Bedeutung messen wir Heutigen den uns nicht überlieferten bekannten und unbekannten Objekten zu?
- Dinge in Briefen und Werken: Welche Realitätseffekte entstehen durch Dinge? Welche Dinge besaß Kleist? Welchen Wert und welche Bedeutung hatten sie zur damaligen Zeit und für ihn? Wie verwendete er sie? Welchen Objekten brachte Kleist besonderes Interesse entgegen?
Welche Rolle spielen 'deplatzierte' Objekte wie die Peitsche in Piachis Wohnung oder Keulen in der Kirche St. Jagos? Welche Funktionen übernehmen Alltagsgegenstände? Welche Objekte markieren Grenzen oder Übergänge? Welche Subjekt-Objekt-Beziehungen konstruieren die Texte? Welche Konstellationen bringen Fetischobjekte hervor?

Exposé und Lebenslauf senden Sie bitte bis spätestens 18. Juni 2014 an Dr. Ingo Breuer (Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, Tel. 0221-470-4176, email: ingo.breuer@uni-koeln.de) und an Dr. Barbara Gribnitz (Kleist-Museum, Tel. 0335-3871453, email: gribnitz@kleist-museum.de), die auch vorab weitere Auskunft erteilen.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortFrankfurt/Oder
Bewerbungsschluss18.06.2014
Anmeldeschluss18.06.2014
Beginn21.11.2014
Ende22.11.2014
KontaktdatenName/Institution: Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft 
Telefon: 0221-470-4176 
E-Mail: ingo.breuer@uni-koeln.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1770 - 1830
Klassifikation13.00.00 Goethezeit > 13.13.00 Stoffe. Motive. Themen; 13.00.00 Goethezeit > 13.14.00 Zu einzelnen Autoren; 14.00.00 Romantik > 14.11.00 Stoffe. Motive. Themen; 14.00.00 Romantik > 14.12.00 Zu einzelnen Autoren
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