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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Friedrich Schlegel und die Kulturpolitik der Romantik. Vierte Jahrestagung der Friedrich Schlegel-Gesellschaft"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelFriedrich Schlegel und die Kulturpolitik der Romantik. Vierte Jahrestagung der Friedrich Schlegel-Gesellschaft
BeschreibungFriedrich Schlegel und die Kulturpolitik der Romantik
Vierte Jahrestagung der Friedrich Schlegel-Gesellschaft

24. bis 26. April 2014
Organisation: Till Dembeck, Georg Mein
Ort: Université du Luxembourg
162a, avenue de la Faïencerie, 1511 Luxembourg
Bâtiment des sciences, Raum 001

Die vierte Jahrestagung der Friedrich Schlegel-Gesellschaft beleuchtet das vieldiskutierte ‚Politische‘ (an) der Romantik vor dem Hintergrund der These neu, dass die Romantik die moderne Kulturpolitik ‚erfunden‘ hat. Friedrich Schlegels Wirken kann wegweisend für die Diskussion dieser These sein. Sein anfänglicher revolutionärer Anspruch, sich gemeinsam mit dem Bruder zu „kritischen Diktatoren Deutschlands“ aufzuwerfen, mag mit seiner Teilnahme am Wiener Kongress kontrastieren, dessen Beginn sich 2014 zum 200sten Mal jährt. Eine Parallele liegt aber darin, dass Schlegel in beiden Fällen die Einflussnahme auf die ‚gesellschaftliche Einbildungskraft‘ sucht. Hier geht es gerade nicht darum, auf eine ‚öffentliche Meinung‘ einzuwirken, womöglich gar durch ‚Räsonnement‘ oder durch populäraufklärerische Pädagogik. Adresse der romantischen Bemühungen sind vielmehr, von Schlegels Universalpoesie-Entwürfen angefangen, die Mechanismen, die bedingen, was Gesellschaft überhaupt als bedeutsam behandeln kann – ein Projekt, das eine zeitgenössische Parallele allenfalls in der Programmatik der Weimarer Klassik findet. Damit konturieren sie einen neuartigen Operationsbereich von Politik – und eine These könnte lauten, dass dieser Bereich identisch ist mit all jenem, was spätestens seit Herder der ‚moderne‘ Kulturbegriff umfasst. Kulturpolitik in diesem Sinn geht aufs Ganze – und damit ist nicht zuletzt auch die Frage aufgeworfen, welche Anschlussmöglichkeiten die Romantik für kulturpolitische Großprojekte der Folgezeit geboten hat.

Programm

Donnerstag, 24.4.2014

14:00 – 14:30
Till Dembeck (Luxemburg): Begrüßung, Einführung

14:30 – 15:30
Heinrich Bosse (Freiburg i. Br.): Bildung oder der Unterricht in der Gottähnlichkeit

16:00 – 18:00
Christopher Busch (Mainz): Politische Frühromantik. Friedrich Schlegels Versuch über den Begriff des Republikanismus im Kontext seiner Publikationsmedien
Michael Auer (München): Epideixis und Encyclopaedie. Schlegels Philologie zwischen Kulturwissenschaft und Kulturpolitik
Klaus Birnstiel (Basel): Kritische Dictatur, politische Fiktion, romantischer Mythos: zum frühromantischen Ferment von Friedrich Schlegels Begriff und Praxis einer romantischen Kulturpolitik
Respondenz: Ulrich Breuer (Mainz)


Freitag, 25.4.2014

10:00 – 12:00
Hermann Patsch (München): Der Spötter Witz aus Berlin. Ein Parodien-Gefecht über Friedrich Schlegel
Matthias Buschmeier (Bielefeld): Spätromantische Interventionen. Friedrich Schlegels Kulturpolitik nach 1813
Johannes Endres (Vanderbilt, Nashville): Ein romantischer Laokoon? Schlegels Wende zum Bild
Respondenz: Armin Erlinghagen (Bad Münstereifel)

13:30 – 14:30
Helmut Schanze (Siegen/Aachen): Schlegels Orient. Dynamisierung der Sprachgeographie

15:00 – 16:30
Hans Dierkes (Niederkassel): „Daß alle Franzosen ersäuft würden ...“ – Friedrich Schlegels kulturpolitische Mimikry in seiner französischen Zeit (1802–1808) und ihre Auflösung in Wien bis 1813
Pierre Mattern (Offenburg): Der persönliche Feind der „absoluten Progessivität“: Die Gegnerschaft zwischen A. W. Schlegel und August von Kotzebue als kulturpolitisches Paradigma
Respondenz: Herrmann Patsch (München)

17:30 – 19:00 Mitgliederversammlung der Friedrich Schlegel-Gesellschaft


Samstag, 26.4.2014

9:00 – 10:00
Britta Hermann (Münster): Für eine wahrhaft deutsche Kunst und Rede. Friedrich Schlegel und Adam Müller

10:30 – 12:30
Alexandra Besson (Nancy): Die Bildlichkeit des Staates: Politik, Theologie und Mystik
Dirk Rose (Düsseldorf): „Absolute Polemik“ und „große Politik“. Schlegel, Heine, Nietzsche
Maud Meyzaud (Hagen): Politik des Gesprächs (Schlegel, Schmitt, Nancy)
Respondenz: Till Dembeck (Luxemburg)

12:20 – 13:00 Abschlussdiskussion


Kontakt:
Till Dembeck
E-mail: till.dembeck@uni.lu
Web: www.germanistik.lu

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortLuxemburg
Beginn24.04.2014
Ende26.04.2014
PersonName: Till Dembeck 
E-Mail: till.dembeck@uni.lu 
KontaktdatenName/Institution: Till Dembeck, Université du Luxembourg 
Strasse/Postfach: Route de Diekirch (B.P. 2) 
Postleitzahl: 7201 
Stadt: Walferdange 
Telefon: +352-4666449606 
E-Mail: till.dembeck@uni.lu 
Internetadresse: www.germanistik.lu 
LandLuxemburg
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880
Klassifikation14.00.00 Romantik
Ediert von  H-Germanistik
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