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Ergebnisanzeige "Neue Felder der Wissenschaftsforschung: linguistische, medienwissenschaftliche und soziologische Zugänge"
RessourcentypCall for Papers
TitelNeue Felder der Wissenschaftsforschung: linguistische, medienwissenschaftliche und soziologische Zugänge
BeschreibungNeue Felder der Wissenschaftsforschung: linguistische,
medienwissenschaftliche und soziologische Zugänge

Workshop des DFG-Graduiertenkollegs 1769 Locating Media für
Nachwuchswissenschaftler_innen mit Prof. Dr. Gerd Fritz und Dr. Christian
Greiffenhagen



Universität Siegen, 13. und 14. November 2014



Neben den zahlreichen Gegenständen der wissenschaftlichen Forschung,
untersuchen verschiedene Fachwissenschaften das wissenschaftliche Handeln
selbst. Nach der langen philosophischen Tradition der Wissenschaftstheorie
haben seit den 1970ern die Wissenschaftsgeschichte und -soziologie und seit
den 1990er Jahren auch die Linguistik und Medienwissenschaft den Gegenstand
Wissenschaft disziplinär für sich erschlossen.



Während die Wissenschaftssoziologie, insbesondere mit den Laboratory Studies
und der Sociology of Scientific Knowledge, naturwissenschaftliche Praktiken
der Erkenntnisproduktion im Labor und in wissenschaftlichen Kontroversen
untersuchte, wenden sich aktuelle Ansätze (Social Studies of Social Science)
nun auch der sozialwissenschaftlichen Forschungspraxis als
wissenschaftssoziologischem Gegenstand zu. Dabei versuchen diese Forschungen
– wie die Laboratory Studies – die spezifischen praktischen Medien und
Methoden der Erkenntnisproduktion empirisch zu untersuchen und die
konstruktiven Leistungen sozialwissenschaftlicher Erkenntnisproduktion (als
Konstrukte zweiter Ordnung) nachzuweisen.



Die Linguistik der Wissenschaftssprachen ist einerseits an der Didaktik und
andererseits an den epistemologischen Potentialen unterschiedlicher
Wissenschaftssprachen interessiert und steht damit entschieden für eine
wissenschaftliche Mehrsprachigkeit ein. Daneben thematisiert sie aber auch
historische und gegenwärtige Entwicklungen in der Wissenschaftskommunikation
(Kontroversenforschung) in unterschiedlichen medialen Settings; nicht
zuletzt auch in Settings der Hochschulkommunikation.



Mit dem Thema „Medien der Wissenschaften“ (Jahrestagung 2013) betonte die
Gesellschaft für Medienwissenschaft die Bedeutung einer
medienwissenschaftlichen Perspektive für die Untersuchung wissenschaftlicher
Prozesse und vertieft damit den Blick auf die medialen Bedingungen und
Infrastrukturen wissenschaftlicher Erkenntnisse: ihrer Produktion,
Transformation und Stabilisierung durch Medienpraxis.



Diesen soziologischen, linguistischen und medienwissenschaftlichen Ansätzen
folgend, sollen auf dem Workshop Forschungsvorhaben oder -ergebnisse
präsentiert und diskutiert werden. Dabei erscheint uns ein
interdisziplinärer Dialog zwischen diesen Ansätzen und die Verbindungs- und
Übersetzungsarbeit zwischen den Disziplinen unerlässlich, will man den
Gegenstand exhaustiv untersuchen. Es gilt also, dass Zusammenwirken von
Sprachlichkeit und Soziotechnik der Wissenschaften sowie das Entfalten von
Kommunikations- und Erkenntnisprozess aus der Perspektive der
Wissenschaftsforschung genauer auszuloten. Dafür soll dieser
interdisziplinäre Workshop einen Raum bieten. Folgende Bereiche können durch
einzelne Beiträge auf dem Workshop adressiert werden:



1. Praktiken der Erkenntnisproduktion (z.B. interaktive Prozesse:
Datenproduktion, Digital Humanities-Praktiken, Anwendung von
Forschungssoftware, Lesen und Schreiben von wissenschaftlichen Publikationen
etc.)

2. Praktiken des Kommunizierens (z.B. neuere Entwicklungen der
digitalen Wissenschaftskommunikation: Weblogs, Twitter, neue Vortrags- oder
Festschriftformen, Open Access (Repositories), Open Peer Review;
(historisch) ältere Kommunikationspraktiken: Zeitschriften, Monografien,
wissenschaftliche Gattungen, Untersuchungen zur alltäglichen
Wissenschaftssprache etc.)

3. Praktiken der Infrastrukturierung: Medialisierende Infrastrukturen
liegen letztlich den beiden obigen Praktiken zugrunde und sind
handlungspraktisch hervorzubringen und aufrecht zu erhalten.



Wir laden Nachwuchswissenschaftler_innen der Linguistik,
Medienwissenschaften und Soziologie ein, uns bis zum 1. Juli 2014 auf max.
einer Seite ihr Forschungsvorhaben und das Format ihrer Präsentation
(Präsentation von Forschungsergebnissen oder Diskussion von empirischem
Material – bitte mit einer Beschreibung des jeweiligen Materials) in dt.
Sprache zu skizzieren. Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass wir Gerd
Fritz (Gießen) und Christian Greiffenhagen (Loughborough) dafür gewinnen
konnten, den Workshop mit zwei Vorträgen zu eröffnen und theoretisch zu
rahmen.



Christian Meier zu Verl & Matthias Meiler





Kontakt:

Matthias Meiler, M.A.
DFG-Graduiertenkolleg Locating Media
Universität Siegen
Artur-Woll-Haus, Am Eichenhang 50
57076 Siegen

Tel.: 0271/740-3057
meiler@locatingmedia.uni-siegen.de
http://metablock.hypotheses.org

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortSiegen
Bewerbungsschluss01.07.2014
Beginn13.11.2014
Ende14.11.2014
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
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