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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Parenthood and Research. Zum generativen Potenzial einer Gratwanderung"
RessourcentypCall for Papers
TitelParenthood and Research. Zum generativen Potenzial einer Gratwanderung
BeschreibungJustus-Liebig-Universität Gießen
Gästehaus, 29./30.1.2015

Parenthood and Research. Zum generativen Potenzial einer Gratwanderung

Die Standortgebundenheit des Forschenden, der Einfluss des eigenen Geschlechts, der sozialen Herkunft oder des Alters nicht nur auf die Perspektive, die wir einnehmen, sondern sogar auf die Auswahl unserer Forschungsgegenstände gehört zum etablierten Kanon selbstreflektorischer Praxis kulturwissenschaftlicher Autoren und Autorinnen. Diese explizite Standortbestimmung wird mitunter despektierlich als „Nabelschau“ charakterisiert. Zu den beeinflussenden Faktoren gehören neben den unveränderlichen, auch die der subjektiven Erfahrung. Elternschaft als Kategorie fehlt bislang. Während gesellschaftlich als „diskriminiert“ anerkannte Gruppen schon längst ihre Markierungen in der Forschung hinterließen, findet die Erfahrung der Elternschaft bislang nur hinter vorgehaltener Hand und belächelt als „weiche“ Forschung Eingang in Forschungsfelder. „Parenthood studies“ wären jedoch weder wünschenswert oder zielführend, weil es nicht die Elternschaft ist, die untersucht werden soll, sondern ihr spezifischer Einfluss auf Fragestellungen und Forschungsfelder in allen Disziplinen. Die inhaltliche Befeuerung der Wissenschaft durch die subjektive Erfahrung von Elternschaft hat bislang keine Betrachtung gefunden. Wie viel Potenzial der Forschung entgeht durch den systematischen und strukturellen Ausschluss dieser Personengruppe wird man ähnlich überrascht im Nachhinein feststellen – wie nach der zweiten feministischen Wende und der Integration der „weiblichen Perspektive“.

Nicht nur im deutschen Wissenschaftssystem gehören forschende Eltern zu Randerscheinungen. Im Zuge der Gleichstellungsbemühungen wurde in den letzten Jahren verstärkt die Frage nach der Vereinbarkeit der vermeintlich komplementären Lebensmodelle von Wissenschaft und Familie gestellt. Bislang wurden meist die negativen Folgen des einen (fehlende Flexibilität) für das andere (zu wenig Zeit mit der Familie) in die Waagschalen gelegt und die Vereinbarkeit entweder im Brustton der Überzeugung beschworen oder ihre Machbarkeit bestritten. Die betroffenen „Menschen mit Familie“ schildern ihr Leben als permanente Gratwanderung. Die Tagung will deshalb zweierlei: Elternschaft als produktiven persönlichen Forschungshintergrund sichtbar machen und die Vereinbarkeit neu thematisieren, um die forschenden Eltern zugleich aus der Position der permanenten Legitimationsnot zu entlassen.

Mögliche Themen:
- (historische) Beispiele oder Darstellungen forschender Mütter oder Väter
- Beispiele, in denen aufgrund elterlicher Erfahrungen neue Forschungsthemen oder –felder eröffnet oder neue Fragen in bereits etablierten Feldern generiert wurden
- Gratwanderungen zwischen Familie und Forschung (auch aus eigener Perspektive)

Die Vorträge sollten 25 Minuten nicht überschreiten. Die Publikation der Beiträge ist geplant.
Vortragsvorschläge (max. 300 Wörter) bis zum 1. Mai 2014 oder Rückfragen bitten an:
annette.cremer@ggk.uni-giessen.de


Dr. A. C. Cremer|
Historisches Institut/History Department
Justus-Liebig-Universität Gießen
Otto-Behaghel-Str. 10 C, 1. Stock, Zi. 103 D,
35394 Gießen
Neue Telefonnummer:
Tel.: +49.641.99 28196
Tel.: +49.641.99 28171 (Sekretariat)

Marion Oberschelp
Frauenbeauftragte
Justus-Liebig-Universität
Goethestraße 58 
35390 Gießen
Telefon: 0641-99-12050
Telefax: 0641-99-12059

Web: http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb04/institute/geschichte/fruehe_neuzeit

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortGießen
Bewerbungsschluss01.05.2014
Beginn29.01.2015
Ende30.01.2015
PersonName: Dr. A. C. Cremer 
E-Mail: annette.cremer@ggk.uni-giessen.de 
KontaktdatenName/Institution: Historisches Institut/History Department 
Strasse/Postfach: Otto-Behaghel-Str. 10 C 
Postleitzahl: 35394  
Stadt: Gießen 
Telefon: 00496419928196 
Internetadresse: http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb04/institute/geschichte/fruehe_neuzeit 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
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