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Ergebnisanzeige "Begegnungen in Transiträumen / Transitorische Begegnungen"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelBegegnungen in Transiträumen / Transitorische Begegnungen
BeschreibungInternationale Tagung der Gesellschaft für interkulturelle Germanistik (GiG)
Mary Immaculate College, University of Limerick
eine Veranstaltung des Irish Centre for Transnational Studies
mit Unterstützung des Centre for Irish-German Studies
und des Department for German Studies, MIC
29. Mai – 1. Juni 2014

In den letzten 25 Jahren hat sich in der Literatur, im Film und anderen Medien der deutschsprachigen Länder ein kulturelles Raumbewusstsein herausgebildet, in dem dichotomische Konzepte des ‚Anderen’ bzw. ‚Fremden’ und ‚Eigenen’ zunehmend brüchig geworden sind und alles in Bewegung geraten scheint. Der Fall des Eisernen Vorhangs, die Erweiterung der Europäischen Union wie auch andere Formen der Globalisierung haben verstärkt Migration auf europäischer und globaler Ebene mit sich gebracht, verbunden mit einer Ästhetik der Bewegung, Hybridität und Transnationalität. Angesichts transnationaler Mobilität als Alltagserfahrung, nicht nur innerhalb des ‚neuen Europa’, sind ‚Transiträume’ (Foucault) oder ‚Räume’ (de Certeau) wie Züge, Bahnhöfe, Flughäfen und ihre direkten Umgebungen zu einem Topos in den deutschsprachigen Literaturen und anderen Medien geworden. Der ‚spatial turn’ in den Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaften trägt dem zum Teil Rechnung. Zugleich tun sich hier neue Fragestellungen auf.

Die Tagung befasst sich zum einen mit der Repräsentation solcher Transiträume in Texten verschiedener Epochen innerhalb der älteren und neueren deutschsprachigen Literatur sowie anderer Medien oder Diskurse aus inter-/transkultureller Sicht. Dass der zeitliche Schwerpunkt hierbei auf den letzten 25 Jahren liegt, soll den Blick auf ältere Texte keineswegs ausschließen. Zum anderen wird der Relevanz des Konzepts eines Transitraums – und damit des Übergangs, des Transitorischen, der Transformation, des Hybriden bzw. der Bewegung – aus der Perspektive der Sprachwissenschaften und des DaF-Unterrichts nachgegangen.

Über 100 Vortragende aus Europa, Asien, Afrika, Nordamerika und Australien werden sich im Rahmen der Tagung mit diesen Fragen auseinandersetzen. Die Plenarvorträge befassen sich mit ‚Overlapping Worlds and Similarity („Ähnlichkeit“): Space-time Displacement and Cultural Translation in a World of Migration' (Anil Bhatti, Neu-Delhi), neuen ‚Forschungsprojekten im Kontext der Reise-, Exil- und Migrationsliteratur‘ (Gisela Holfter, Limerick) und dem ‚Fremdsprachenlernen und Dritten Orten‘ aus sprachwissenschaftlicher Sicht (Arnd Witte, Maynooth). Postgraduierte aus verschiedenen Fachbereichen haben außerdem Gelegenheit, an einem Workshop mit Anil Bhatti zum Thema seines Plenarvortrags teilzunehmen. Das Abendprogramm umfasst bisher eine Lesung Hans Pleschinskis aus Königsallee, eine Text- und Musikperformance von Melinda Nadj Abonji und Jurczok 1001, sowie Projekte irischer und internationaler Künstler, die im Rahmen von Limerick als nationaler ‚City of Culture 2014‘ bildlich und akustisch auf Transiträume Bezug nehmen.
Weitere Informationen zur Tagung: http://www.ictstudies.eu/internationale-tagung-der-gesellschaft-fur-interkulturelle-germanistik-gig/

Organisation: Sabine Egger (Limerick), Withold Bonner (Tampere), Ernest W.B. Hess-Lüttich (Bern / Stellenbosch)


VORLÄUFIGES PROGRAMM

DONNERSTAG, 29.5.2014

08.30 – 09.30 Anmeldung
09.30 – 10.30 Begrüßung
10.00 – 11.00 Plenarvortrag I
Anil Bhatti (Neu Delhi): Overlapping Worlds and Similarity (‚Ähnlichkeit‘). Space-time Displacement and Cultural Translation in a World of Migration

11.00 – 11.30 Kaffee/Tee

11.30 – 13.00 Parallelsitzungen
Sektion 1: Bahnhöfe
Margit Dirscherl (Bristol): „Monumente des Transitorischen“: Zur Literaturästhetik des Bahnhofs als Ort der Moderne.
Elena Giovannini (Bologna): Begegnungen und Bewegungen im ‚Transitraum‘ Wirtschaftswunder: Heinrich Bölls ‚Der Bahnhof von Zimpren‘.
Yvonne Dudzik (Bochum): Transiträume im Werk von Yoko Tawada.

Sektion 2: Transitraum Afrika
Florian Krobb (Maynooth): Begegnungen im Transitraum Afrika.
Julia Augart (Windhoek): Erinnerungsraum als Transitraum? Zur literarischen Rauminszenierung Afrikas in Stefanie Zweigs Kenia-Romanen.
Nadjib Sadikou (Tübingen): Zur Ästhetik der Transnationalität in der afrikanischen Literatur der Gegenwart.

Sektion 3: Durch Zeiten und Religionen
Michael Fisch (Kairo): „Kam zu dir der Bericht Mose?“: Die Bedeutung des Propheten Musa im Koran
Yoshito Takahashi (Kyoto): Exil und Transitraum (Goethe, Kant, Rousseau, Religiöser Transitraum)
Michael Ewert (München): Von Chamisso zur Chamisso-Literatur: Zum Verhältnis von Raumbewusstsein, Transiterfahrungen und Transnationalität in der interkulturellen Literatur.

Sektion 4: Transitraum DaF/Didaktik
Peter Colliander (Kopenhagen): Wie sind Zeit, Raum und Zustand sprachlich verbunden?
Silke Pasewalck (Tartu): Transitraum U-Bahn: Die musikalische Revue Linie 1 im Unterricht Deutsch als Fremdsprache.
Silvia Machein (Heidelberg): Das Seminar als transitorischer Raum: Überlegungen zu einer transkulturellen Hochschuldidaktik.

13.00 – 14.30 Mittagessen

14.30 – 16.00 Parallelsitzungen
Sektion 1: Herta Müller
Sabine Egger (Limerick): Der Raum des Fremden als „fahrender Zug“ in den Erzähltexten Herta Müllers.
Garbiñe Iztueta (Valencia): Transiträume und Heimatlosigkeit bei Herta Müller.
Iulia-Karin Patrut (Trier): „Das Echo vom Nachlassen der Straßen“: Intermediale Transiträume in Collagen Herta Müllers.

Sektion 2: Transitraum Berlin
Astrid Starck-Adler (Strasbourg): „Berlin Transit“: Wie „Halbasien“ dem Westen begegnete.
Hiltrud Arens (Montana): Berlin als Metapher für Umbruch und Transformation in ‚Berlin ist mein Paris‘ von Carmen-Francesca Banciu.
Jonas Nesselhauf, Markus Schleich (Saarbrücken): „Sprich Deutsch, wir sind Gast in diesem Land“: Berlin als Ort transitorischer Begegnungen in Dominik Grafs ‚Im Angesicht des Verbrechens‘.

Sektion 3: Traumatische Transiträume
Francisca Solomon (Iasi): Traumatische Transiträume. Heimatverlust, Deportation und Überleben: Literarische Erinnerungs- und Identitätskonstruktionen bukowinischer Juden.
Riham Tahoun (Kairo): Transiträume als Schauplatz des Terrorismus in Christoph Petersʼ ‚Ein Zimmer im Haus des Krieges‘ (2006) und Youssef Zidans ‚Orte‘ (2012)

Sektion 4: Digitale und sprachliche Räume
Randa Elnashar (Kairo): Zur Problematik des Raums in der virtuellen Kommunikation.
Csaba Földes (Erfurt): Kontaktvarietäten als sprachliche Transiträume.

16.00 – 16.30 Kaffee/Tee

16.30 – 18.00 Parallelsitzungen
Sektion 1: Mit der Bahn im Osten und anderswo
Withold Bonner (Tampere): Im Transit von der Utopie zur Heterotopie: Autoren der (ehemaligen) DDR in der Sowjetunion.
Carmen Schier (Coburg): Zwischen innen und außen: Perspektivenwechsel und Verortung in Raum und Zeit durch Reisen in Annett Gröschners ‚Mit der Linie 4 um die Welt‘.
Hala Ghoneim (Kairo): Schriftsteller und Übersetzer im transitorischen Raum. Ein Modell erfolgreicher Transkulturalität? Lutz Seiler gibt Antwort in ‚Turksib‘.

Sektion 2: Zwischen Licht und Dunkelheit
Evelyn Breiteneder (Wien): SCHATTENREICH: Transitorische Aspekte im Werk von Elfriede Jelinek.
Theresa Specht (Osaka): Flucht aus dem Dunkel: Nihat Behrams ‘Schwalben des verrückten Lebens’.
Nazire Akbulut (Ankara): Marlen Haushofers Roman ‚Die Wand‘.

Sektion 3: Imagination des Ortes
Dagmar Koštálová (Bratislava) : Das Eintagsfliege-Dasein als Movens des Überlebens: Irena Brežnás Exilabenteuer.
Karolina May-Chu (Wisconsin): Deutsch-polnische Transiträume in der Literatur nach 1989: von einer Grenzlandliteratur zur Poetik der Grenze.
Iga Nowicz (Cambridge): Erinnerung als Transitraum in den Werken von Marica Bodrožić.

Sektion 4: Digitale und sprachliche Räume
Sinaida Fomina (Woronesh): Internet als transitorischer Raum für Fremdsprachen und Weltkulturen (am Beispiel der digitalen Höflichkeit).
Ewald Reuter (Tampere): Vom Unort zur gerechten Gesellschaft: Raumrelevanz im nordischen Gesellschaftsdiskurs.

19.00 – 19.45 (Plassey House, University of Limerick)
Empfang der deutschen Botschaft, organisiert gemeinsam mit dem Centre for Irish-German Studies

19.45 – (Plassey House, University of Limerick)
Literarische Lesung - Hans Pleschinski liest aus Königsallee (2013)
Sommer 1954: Thomas Mann kommt zusammen mit seiner Frau Katia nach Düsseldorf, um aus dem Felix Krull zu lesen, der sich zum Bestseller entwickelt. Hier trifft er Klaus Heuser, mit seinem Freund Anwar auf Heimaturlaub aus Asien – ein Zufall, der es in sich hat. Heuser, den er 1927 kennengelernt hatte, gehört zu Thomas Manns großen Lieben. In der Figur des Joseph in Joseph und seine Brüder hat er ihm ein Denkmal gesetzt. Hans Pleschinksi, 1956 in Celle geboren, hat Satiren, historische Romane, sowie zahlreiche Übersetzungen aus dem Französischen veröffentlicht. Königsallee wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert und kam auf Platz 1 der SWR-Bestenliste. Die Lesung wird von der Deutschen Botschaft in Dublin und dem Zentrum für deutsch-irische Studien der Universität Limerick unterstützt.


FREITAG, 30.5.2014

09.30 – 10.30
Plenarvortrag II
Gisela Holfter (Limerick): Vom Suchen und Finden von Transiträumen – Zur Theorie und Praxis von Forschungsprojekten im Kontext der Reise-, Exil- und Migrationsliteratur.

10.30 – 11.00 Kaffee/Tee

11.00 – 12.30 Parallelsitzungen
Sektion 1: Im Flug
Gerald Bär (Lissabon): Poetische Perspektiven aus dem (Fessel)Ballon.
Alexander Chertenko (Kiew): Transitraum als Erinnerungsort in Alexander Häussers Roman ‚Zeppelin!‘
Agata Lagiewka (Barcelona): „Nirgendwo fühle ich mich so geborgen wie in einem Flughafen“: Transit- und Wahrnehmungsraum Flughafen.

Sektion 2: Die Bühne als Transitraum
Svetlana Bartseva (Berlin): Transformation von Dostoevskijs „Krisenräumen“ in der Inszenierung von Frank Castorf: ‚Der Idiot‘ (2002).
Norbert Mecklenburg (Köln): Transit Tauris-Tenochtitlán-Türkei: Ifigenia als kulturelle Überläuferin und transkulturelle poetische Spielfigur.
Ana Calero (Valencia): ‚Perikɪzɪ‘: Die Bühne als heterotopischer Raum.

Sektion 3: Exil
Thomas Pekar (Tokio): Transiträume in der Exil- und Migrationsliteratur: Versuch einer Zusammenführung.
Rosa Pérez Zancas (Barcelona): Leben in transitären Räumen: Irmgard Keuns Figuren an Orten der Entortung.
Astrid Henning-Mohr (Oldenburg):
Eine neue Atmosphäre des migrierenden Subjekts – Anna Seghers‘ ‚Transit‘.

Sektion 4: Translatorische Transiträume
Dieter Heimböckel (Luxemburg): Transitraum Text: Vom Übergängigen interkultureller Literatur und von der Unvertrautheit ihrer Sprache.
Turgut Gümüsoglu (Istanbul): Kulturtranslation und translatorische Begegnungsräume.
Sabine Strümper-Krobb (Dublin): Transit und Transfer: Raummetaphern im Übersetzungsdiskurs.

12.30 – 14.00 Mittagessen

14.00 – 15.30 Parallelsitzungen
Sektion 1: Poetiken des Raums
Gunther Pakendorf (Stellenbosch): Austerlitz im Wartesaal (Sebald).
Elena Polledri (Udine), „Transmigration“ und „unheimliche Heimat“: W.G. Sebald und die plurilokale entwurzelte Literatur der Transmigranten.
Anna Cappellotto (Verona): „Dort im Transitraum“: Durs Grünbeins Poetik des Raumes.

Sektion 2: Transitraum Gender
Björn Hayer (Landau): Thomas Meinecke und der mediale Möglichkeitsraum.
Zehra İpşiroğlu (Istanbul): Weiblicher Überlebenskampf in patriarchalischen Transiträumen.
Joachim Warmbold (Tel Aviv): ‚The Invisible Men‘: Tel Aviv als Gegen- und Transitraum für schwule Palästinenser.

Sektion 3: Transitorische Zeit- und Raumerfahrungen
Almut Nickel (Kassel): Transitorische Zeiterfahrung: Zum ‚Vertigo Temporis‘ in Günther Anders‘ Tagebuch aus dem amerikanischen Exil.
Sigfrid Hoefert (Waterloo, CA): Transitraum Shanghai: Zu einem Roman von Ursula Krechel.
Claudia Gremler (Aston): Wurzellos und zeitenthoben? Schweden als Transitraum und deutsche Heterotopie im Werk Antje Rávic Strubel.

Sektion 4: Polyglotte Räume
Hanno Biber (Wien): „Sic transit gloria mundi“: Transitorisches in den den Texten der Zeitschrift „Die Fackel“ von Karl Kraus.
Andrea Bogner, Barbara Dengel (Göttingen): Erkenntnis in den Zwischenräumen des Polyglotten: Eine Analyse zur Wissenschaftspraxis.
Yeon-Soo Kim (Seoul): Interkulturelle Bildung bei Herder aufgrund der Analyse von ‚Über den Fleiß in mehreren gelehrten Sprachen‘.

15.30 – 16.00 Kaffee/Tee

16.00 – 17.30 Parallelsitzungen
Sektion 1: Transgressionen von Grenzen
Aleya Khattab (Kairo): Seelische Befreiung ‚Im Taxi‘ (2007): Eine literarische Prophezeiung der Revolution in Ägypten.
Erika Hammer (Pécs): Identität im Transit: Nicht-Orte und die Dissoziation des Subjekts in Terezia Moras Roman ‚Der einzige Mann auf dem Kontinent‘.
Christine Kanz (Gent):
Transgressionen von Grenzen: Schreiben in Bewegung bei Hoppe und Tawada.

Sektion 2: Heimat, Lager und Vertreibung
Alan Corkhill (Brisbane):Transiträume zwischen Einreise und Abschiebung: Die Asylanten-Thematik in H. Kutlucans ‚Ich Chef, Du Turnschuh‘ und A. Maccarones ‚Fremde Haut‘.
Jonathan Johnston (Dublin): „das war das Problem mit Duncker: Er brachte die Erinnerung mit“ (13): Zum Thema Zwischenraum / Lager als Fluchtort in ‚Herz aus Sand‘.
Hala Farrag (Kairo): Ästhetisierung des Verlustes in der Vertreibungsprosa von Josef Mühlenberger (1903-1985) und Ghassan Kanafani (1936-1972).

Sektion 3: (Auto)Biographische Räume
Jozef Tancer (Bratislava): Sprachbiographien als innere Transiträume.
Kathleen Thorpe (Johannesburg): Zur Synchronie der Lebenswelten: Überlegungen zur Dynamik des Lebens im „third space“.
Katharina Wessely (Basel), Michaela Kuklová (Wien): Transitraum Theater: Theater als Schwellen- und Durchgangsräume in Autobiographien von SchauspielerInnen.

Sektion 4: Melinda Nadj Abonji
Christina Jurcic (Oviedo): Transiträume und Gefühl: eMotion in Texten von Yadé Kara, Melinda Nadj Abonji und Ulrike Ulrich.
Elin Nesje Vestli (Oslo): Transit auf dem Rücksitz: Sibylle Lewitscharoffs ‚Apostoloff‘ und Melinda Nadj Abonjis ‚Tauben fliegen auf‘ im Vergleich.
Jürgen Barkhoff (Dublin): Transit und transitorische Bewegungen in Melinda Nadj Abonjis ‚Tauben fliegen auf‘.

19.00 – 20.00 (Upstairs@Dolan’s, Dock Road)
Empfang der Schweizer Botschaft, organisiert gemeinsam mit dem Irish Centre for Transnational Studies

20.00 – (Upstairs@Dolan’s, Dock Road)
Text- und Musikperformance Melinda Nadj Abonjis und Jurczok 1001,
gemeinsam mit Saili NiDhroighneain
Die 1968 als Teil der ungarischen Minderheit in Serbien geborene und in der Schweiz aufgewachsene Melinda Nadj Abonji wurde 2010 für Ihren Roman Tauben fliegen auf (Falcons without Falconers) mit dem Deutschen und dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Sie repräsentiert eine neue deutschsprachige Literatur von Autorinnen und Autoren, die sich in mehreren Kulturen und Sprachen zu Hause fühlen. Als Textperformerin und Musikerin hat sie sich gemeinsam mit dem Rapper und Human Beatboxer Jurczok 1001 eine eigenständige Bühnensprache aus kurzen Erzählungen, Spoken Word Texten, elektrischer Geige, Gesang, Human Beatbox und Loops erarbeitet. Bei ihrer deutsch-englischen Text- und Musikperformance in Limerick treten die beiden zusammen mit der irischen Sean-nós-Sängerin Saili NiDhroighneain auf. Die Veranstaltung wird unterstützt vom Goethe-Institut Irland und der Schweizer Botschaft in Dublin.


SAMSTAG, 31.5.2014

09.30 – 10.30 Plenarvortrag III
Arnd Witte (Maynooth): Fremdsprachenlernen und Dritte Orte: Verstrickung und Entfaltung des interkulturellen Selbst.

10.30 – 11.00 Kaffee/Tee

11.00 – 12.30 Parallelsitzungen
Sektion 1: Im Eis und anderen fernen Welten
Dimitrij Dobrovolskij, Artem Šarandin (Moskau): Polyphonie in Vladimir Sorokins ‚Eis-Trilogie‘.
Dorit Müller (Berlin): Begegnungen im Eis: Literarische und filmische Entdeckungsfahrten in Grönland.
Max Siller (Innsbruck): Germane sucht Germanin: Eine transitorische Begegnung im römisch-germanischen Grenzraum am Rhein?

Sektion 2: Orientalismus und seine Dekonstruktion
Elke Pfitzinger (Erlangen-Nürnberg): Vorgestellte Kulturräume: Bewegung Begegnung und Imagination in Kurban Saids ‚Ali und Nino‘.
Yücel Aksan (Izmir): ‚Der Malik. Eine Kaisergeschichte‘ von Else Lasker-Schüler: Neu gelesen mit Homi K. Bhabha.
Daniela Dora (Gent): Touristische Begegnungen in Transiträumen zeitgenössischer Indientexte.

Sektion 3: Urbane Räume: Kaffeehaus, Hotel, Varieté
Christiane Schönfeld (Limerick): Die ‚unbegreifliche Welt‘ und der Transitraum Hotellobby in deutscher Literatur und Film.
Herbert Uerlings (Trier): Transitraum Varieté? Zu einem Treffen zwischen Franz Kafka und Josephine Baker in Köln.
Maha El-Hissy (München): Kaffeehausgeschichten: Kaffeehäuser als Transiträume in der deutsch-türkischen Literatur.

Sektion 4: Transitraum Adoleszenz
Britta C. Jung (Limerick): Lausige Zeiten: Die NS-Schulkaserne als transitorischer Raum.
Anna Stiepel (Limerick): „Ich wäre alles gern geworden, auch eine Briefmarke“: Identitätsbildung im Internat als Transitraum in Joseph Zoderers ‚Das Glück beim Händewaschen‘ (1976).
Martina Kofer, Cornelia Zierau (Paderborn): Transiträume in zeitgenössischer Adoleszenzliteratur: Ein literarisches Motiv als Indiz für eine Neubewertung kultureller Begegnungsräume?

12.30 – 13.30 Mittagessen

13.30 – 15.00 Parallelsitzungen
Sektion 1: Passagen
Jacqueline Gutjahr (Göttingen): „Fahrtenschreiber“, Transit-Künstler und Spielpolyglotte“: Themen, Formen und Verfahren des Transitorischen in der Gegenwartslyrik.
Ute Seiderer (Dresden): Schiffspassagen – Raumfühlen: Zum Transitraum Wasser in Péter Esterházys Roman ‚Donau abwärts‘ (1992).
Pornsan Watanangura (Bangkok): Auf der Wanderung über See zur Selbsterkenntnis: Die Seelandschaft als Transitraum kultureller Begegnung zwischen Ost und West am Beispiel des Versromans ‚Pra-Aphai Mani‘ von Sunthorn-Phu und Thomas Manns ‚Der Tod in Venedig‘.

Sektion 2: Poetik der Migration in deutsch-türkischen Texten und Filmen I
Elke Segelcke (Illinois): Poetik der Bewegung in der deutsch-türkischen Literatur.
Mahmut Karakuş (Istanbul): Die Vielschichtigkeit der Heimatvorstellungen in Martina Priessners Film ‚Wir sitzen im Süden‘ (2010).
Szilvia Lengl (Limerick): Die Reise in das Land der Eltern in den Filmen von Fatih Akın.

Sektion 3: Messehallen, Steueroasen und gastronomische Räume
Corinna Albrecht (Göttingen): Outplacement-Büro – Messehalle – junkspace: Transiträume und „Nicht-Orte“ in ausgewählten deutschsprachigen Gegenwartstexten.
Monika Shafi (Delaware):
Globaler Zauber: Gastronomische Transiträume bei Jonas Lüscher, Martin Suter und Yadé Kara.
Artur Stopyra (Warschau): (Nicht nur) literarische Begegnungen im und mit dem Transitraum Liechtenstein.

Sektion 4: Kreisbewegungen der Heterotopie
Neeti Badwe (Pune): Räumlichkeit, Hybridität und Mobilität bei Kafka.
Andrea Klatt (Freiburg): „Kurzfristig ewig“:Bewegung und Begegnung im Zeichen von Kreisel und Kulisse bei Felicitas Hoppe.
Valerie E. Hantzsche (Gießen): Transiträume – Orte des Dazwischen als Orte der Selbstreflexion? Zum Spannungsfeld zwischen Transiträumen und Identitätsfragen im Kontext von Literatur über Migration (Sunil Mann).

15.00 – 15.30 Kaffee/Tee

15.30 – 17.00 Parallelsitzungen
Sektion 1: Verschwimmende Grenzen
Marja-Leena Hakkarainen (Turku): Grenze und Meer als transkulturelle Raummetaphern in Yoko Tawadas literarischer Produktion.
Linda Karlsson Hammarfelt (Göteborg): Flüssige (Wissens-)Horizonte: Erforschungen des Transitorischen in Texten von Annette Pehnt und Judith Schalansky.
Kira Schmidt (Western Cape): „Am Meer vermischt sich alles“: Der Ozean als Transitraum in der deutschsprachigen Literatur.

Sektion 2: Poetik der Migration in deutsch-türkischen Texten und Filmen II
Hansjörg Bay (Erfurt): Poetik der Migration als Raumpoetik. Emine Sevgi Özdamars ‚Istanbul-Berlin-Trilogie‘.
Nuria Codina (Chemnitz): Transiträume im Werk von Emine Sevgi Özdamar und Feridun Zaimoğlu.
Nergis Pamukoğlu-Daş (Izmir): Zwischen Bewegung und Begegnung, trans und topos, Kultur und Literatur: Orte, Nicht-Orte und Räume in Selim Özdoğans Romanen ‚Die Tochter des Schmieds‘ und ‚Heimstraße 52‘.

Sektion 3: Idealisierte Räume
Dieter H. Schmitz (Tampere): Rückzugsraum, Idylle, Raumbruch: Zur filmischen Darstellung von Idyllen.
Franziska Schratt (Limerick): „Es gibt Orte, an denen ich mir nicht vorstellen kann, wie sie jemals so geworden sind, wie sie jetzt erscheinen“: Die Darstellung von Transiträumen in den Road Movies und Fotografien von Wim Wenders.
Deniz Bayrak, Sarah Reininghaus (Dortmund): Transiträume der deutsch-türkischen Migration zwischen Ort und Nicht-Ort am Beispiel von ‚Almanya – Willkommen in Deutschland‘ (2011).

Sektion 4: Dystopie und Wunschdenken
Sebnem Sunar (Istanbul), Ist die Realität nur der Transitraum in die Dystopie? Die Welt zerstreuter Träume in Christian Krachts Roman ‚Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten‘.
Meher Bhoot (Mumbai): Zur Frage der Identität an einem Nicht-Ort in Friedrich Dürrenmatts ‚Der Tunnel‘.
Meral Ozan (Bolu): Transiträume in Volksmärchen als Ort der Begegnungen.

17.00 – 18.00 Abschlussdiskussion

18.00 – 19.00 (College Chapel, Mary Immaculate College)
Abendkonzert. Die Veranstaltung wird unterstützt von der österreichischen Botschaft in Dublin.

20.00 – Abendessen & Spaziergang zurück via „Particles or Waves?” (Lichtinstallationen und Straßenkunst)


SONNTAG, 1.6.2014

09.30 – 16.00 Ausflüge



Organisation:
Dr. Sabine Egger (Mary Immaculate College, University of Limerick)
Dr. Withold Bonner (Universität Tampere)
Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ernest W.B. Hess-Lüttich (Universität Bern / University of Stellenbosch)

Kontakt:
Dr. Sabine Egger
E-mail: Sabine.Egger@mic.ul.ie
Web: http://www.ictstudies.eu/

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortLimerick
Beginn29.05.2014
Ende01.06.2014
PersonName: Egger, Sabine [Dr.] 
E-Mail: Sabine.Egger@mic.ul.ie 
LandGroßbritannien
BenutzerführungEnglisch
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
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